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Die Hells Angels in Hannover Verstärkung für Frank Hanebuth
Thema Specials Die Hells Angels in Hannover Verstärkung für Frank Hanebuth
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00:15 27.10.2013
Rockerchef der Hells Angels beim Abführen durch die spanische Polizei. Quelle: dpa (Archiv)
Madrid

Was dem 49-Jährigen genau vorgeworfen wird, in welche Haftanstalt in der spanischen Hauptstadt er gebracht wurde und wann der Prozess gegen ihn und 17 weitere Hells-Angels-Mitglieder beginnen soll, ist weiterhin unklar. „Bis der Prozess beginnt, falls es überhaupt zu einem kommen sollte, kann es noch lange dauern“, sagt Hanebuths deutscher Anwalt Götz von Fromberg.

Bei einer Razzia unter Hells Angels auf Mallorca hat die spanische Polizei 25 Verdächtige festgenommen. Die meisten von ihnen stammten aus Deutschland. Unter den Verhafteten ist auch Frank Hanebuth.

Seine Kanzlei unterstützt von nun an die spanischen Kollegen in Madrid. Federführend ist ab sofort José Bonilla Pella aus der Kanzlei Oliva/Ayala in der spanischen Hauptstadt. „Für juristische Belange in Spanien braucht Frank Hanebuth natürlich auch spanische Spezialisten“, sagt Fromberg, dessen iberische Kollegen bereits Akteneinsicht genommen haben.

In Handschellen auf Mallorca: Der Ex-Chef der hannoverschen Hells Angels, Frank Hanebuth, ist dem Haftrichter auf der Urlaubsinsel vorgeführt worden.

Jetzt müssen sich die Anwälte der Kanzlei, die sich auf Straf- und Wirtschaftsrecht spezialisiert hat, erst einmal durch die Unterlagen kämpfen und herausfinden, was die spanische Justiz dem Rockerchef genau vorwirft. Eine Frist, bis wann das geschehen sein muss, gibt es in Spanien nicht. Wann genau der Prozess beginnt, bleibt daher weiter offen. Ebenso unbeantwortet bleibt die Frage, in welcher Haftanstalt Hanebuth auf die Verhandlung wartet. Zwar wüssten die Kollegen in Madrid, wohin Hanebuth verlegt wurde, so Fromberg. Dass sie das den Medien verraten, sei aber unwahrscheinlich. In Spanien ist es nicht üblich, dass sich Rechtsanwälte Journalisten gegenüber zu einem aktuellen Fall äußern.

Frank Hanebuth war am 23. Juli bei der Operation „Casablanca“ auf Mallorca festgenommen worden. Mehr als 200 Beamte der spanischen Polizei und der Guardia Civil stürmten damals das Anwesen des hannoverschen Hells Angels.

Jörn Kießler

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