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Die Wulff-Affäre Produzent von Wulff-Film in Ermittlungsakten
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16:59 29.09.2013
Taucht in den Wulff-Ermittlungsakten auf: Nico Hofmann. Quelle: dpa
Hannover

Der Filmproduzent Nico Hofmann, der die Affäre um Ex-Bundespräsident Christian Wulff verfilmt, taucht nach einem Bericht der „Bild am Sonntag“ selbst in den Ermittlungsakten über das frühere Staatsoberhaupt auf. Möglicherweise müsse er in dem im November beginnenden Verfahren als Zeuge aussagen, schreibt das Blatt. Hofmann soll sich bei Wulff für ein Filmprojekt eingesetzt haben, an dem auch der mitangeklagte Produzent David Groenewold mitgearbeitet haben soll. Die Staatsanwaltschaft in Hannover war am Sonntag zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Wulff und Groenewold müssen sich ab dem 14. November wegen Vorteilsannahme beziehungsweise wegen Vorteilsgewährung verantworten. Der Produzent soll 2008 einen Teil der Kosten für einen Oktoberfestbesuch des Ehepaars Wulff bezahlt haben.

Hofmann bestätigte der Zeitung die Kontakte zu Wulff, sagte jedoch, dass es mit Groenewold nie geschäftliche Beziehungen gegeben habe. Die damaligen Zuschüsse in Höhe von 600 000 Euro für sein Filmprojekt seien von der Förderagentur Nordmedia „absolut korrekt“ genehmigt worden.

dpa/sag

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