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Die Wulff-Affäre Razzia bei Wulff-Freund Groenewold
Thema Specials Die Wulff-Affäre Razzia bei Wulff-Freund Groenewold
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16:45 02.03.2012
Foto: Die Polizei hat die Räume von Wulff-Freund David Groenewold durchsucht.
Die Polizei hat die Räume von Wulff-Freund David Groenewold durchsucht. Quelle: dpa (Archivfoto)
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Berlin/Hannover

Im Zuge der Ermittlungen gegen den früheren Bundespräsidenten Christian Wulff hat die Staatsanwaltschaft Hannover Büroräume und die Wohnung des Filmproduzenten David Groenewold durchsucht. "Wir bestätigen hiermit, dass gestern eine einvernehmlich mit der Staatsanwaltschaft Hannover vereinbarte Durchsuchung der Wohn- und Geschäftsräume unseres Mandanten stattfand", teilte Groenewolds Anwaltskanzlei Moser Bezzenberger am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa mit. Die Staatsanwaltschaft machte dazu keine Angaben.

Die Ermittler stellten nach Informationen der "Bild"-Zeitung am Donnerstagabend in Berlin umfangreiches Daten- und Aktenmaterial sicher. Groenewold will sich seiner Kanzlei zufolge zu dem laufenden Verfahren nicht äußern. Unterdessen hat die niedersächsische Staatskanzlei weitere Unterlagen an die Staatsanwaltschaft übergeben. "Insgesamt wurden rund 450 Seiten aus unserem Haus abgegeben", sagte ein Sprecher von Ministerpräsident David McAllister (CDU) in Hannover. In allen Ministerien würden Mitarbeiter weiter nach Unterlagen zum Verhältnis zwischen Wulff und dem Filmemacher Groenewold suchen. Es würde zudem nach Akten zum Verhältnis zwischen Groenewold und dem früheren Sprecher Wulffs, Olaf Glaeseker, gesucht. Wulff war am 17. Februar von seinem Amt zurückgetreten.

Vor zwei Wochen hatte die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren gegen ihn und Groenewold wegen möglicher Vorteilsannahme und Vorteilsgewährung eingeleitet. Groenewold soll Wulff in dessen Amtszeit als niedersächsischer CDU-Regierungschef Urlaube auf Sylt bezahlt haben. Wulff bestreitet dies. Gegen Glaeseker ermittelt die Staatsanwaltschaft im Zusammenhang mit dem Lobby-Treffen Nord-Süd-Dialog wegen Verdachts der Bestechlichkeit. Glaeseker war schon Sprecher von Wulff, als dieser noch Ministerpräsident in Niedersachsen war. Im Dezember war Glaeseker von seinen Aufgaben entbunden worden.

dpa