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Die Wulff-Affäre Wulff-Rücktritt hat keine Auswirkungen auf Ermittlungen
Thema Specials Die Wulff-Affäre Wulff-Rücktritt hat keine Auswirkungen auf Ermittlungen
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15:47 17.02.2012
Auch nach Wulffs Rücktritt gehen die Ermittlungen weiter. Quelle: dpa
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Hannover

Die geplanten Ermittlungen wegen Vorteilsannahme beziehen sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft auf das gesamte dienstlich-private Verhältnis zwischen Wulff und dem Filmfondsmanager David Groenewold - „soweit es strafrechtlich relevant ist“, sagte Lendeckel.

Groenewold hatte mit Wulff und dessen Frau Bettina Urlaub auf Sylt gemacht und die Hotelkosten zunächst bezahlt. Wulff will den Betrag später in bar beglichen haben. Ferner soll Groenewold Wulff in seiner Zeit als Ministerpräsident entgeltlich ein Handy überlassen haben und darüber hinaus auch ein Hotel-Upgrade beim Münchner Filmball bezahlt haben, das Wulff später beglich.

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Ins Blickfeld der Staatsanwaltschaft rückte die Verbindung, weil die niedersächsische Landesregierung einer Firma Groenewolds knapp ein Jahr zuvor eine Bürgschaft von vier Millionen Euro gewährte, die aber nie in Anspruch genommen wurde. Oberstaatsanwalt Lendeckel sagte, bisher gebe es noch kein Ermittlungsverfahren gegen Groenewold. Auch gegen ihn könne erst ermittelt werden, wenn Wulffs Immunität aufgehoben sei. Weitere Angaben zum Gang des Verfahrens wollte Lendeckel nicht machen. "Wir möchten jeglichen Anschein vermeiden, mit Interpretationen unserer Mitteilung den Bundestag zu beeinflussen." 

dpa

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