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HAZ-Weihnachtshilfe 2011 Der Lions-Club kocht für die HAZ-Weihnachtshilfe
Thema Specials HAZ-Weihnachtshilfe 2011 Der Lions-Club kocht für die HAZ-Weihnachtshilfe
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18:50 10.11.2011
Von Simon Benne
Der Imbiss des Lions-Club - hier mit Rüdiger Ahlers (von links), Manfred Gallwitz (hinten), Bernd Strauch, HAZ-Redakteur Conrad von Meding und Hans-Jürgen Sobiech - ist schon Tradition. Quelle: Burkert
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Manchmal lässt sich Hilfsbereitschaft ganz handfest in Zahlen fassen: Rund 2800 Thüringer Bratwürste und 350 Liter Erbseneintopf gingen im vergangenen Jahr am Kröpcke über den Tresen, dazu etliche Bleche mit selbstgebackenem Kuchen und ungezählte Waffeln. Rund zwei Dutzend Mitglieder des Lions-Clubs Hannover-Calenberg engagierten sich beim Bratwurstbrutzeln und beim Suppeausteilen – und am Ende kamen genau 5906,97 Euro für den guten Zweck zusammen.

Es ist längst eine gute Tradition, dass die „Löwen“ in der City den Startschuss für die HAZ-Weihnachtshilfe geben. An diesem Sonnabend ist es wieder so weit: Von 11 Uhr an bieten die Klubmitglieder auf dem Kröpcke Bratwurst und Erbsensuppe, Kuchen, Kakao und Glühwein an – und erstmals haben sie auch Champignons mit Zaziki auf der Speisekarte.

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„Die Atmosphäre ist immer super – da herrscht Volksfeststimmung“, sagt Lions-Veranstaltungsmanager Rüdiger Ahlers, der ebenso wie Klubpräsident Hans-Jürgen Sobiech und viele andere Mitstreiter bereits Routine bei der Aktion hat. In diesem Jahr bietet der Lions-Club die im Wortsinne herzhafte Mahlzeit schon zum zwölften Mal an – und von Saison zu Saison wurden die Spendeneinnahmen größer. „Manche Besucher kommen allein deshalb in die City, weil sie bei uns eine Bratwurst kaufen wollen“, sagt Ahlers.

Manche nutzen auch die Gelegenheit, sich einmal von einem Politiker bedienen zu lassen. Denn dass Prominente bei dem Freiluftbüfett mit anpacken, hat Tradition: Philipp Rösler half bei der Aktion ebenso mit wie Regionspräsident Hauke Jagau oder Oberbürgermeister Stephan Weil. Im vergangenen Jahr schaute sogar Bundespräsident Christian Wulff, der aus anderem Anlass in der Innenstadt war, kurz am Verkaufsstand vorbei, dankte den Helfern und wünschte gutes Gelingen. Auch in diesem Jahr haben sich wieder Vertreter aus der Politik angekündigt, die mit zupacken wollen.

Der Lions-Club will mit der Aktion auch ein Zeichen setzen: „Wir wollen den Zusammenhalt in der Gesellschaft fördern – da ist es etwas anderes, selbst aktiv zu sein, als nur zu spenden“, sagt Rüdiger Ahlers. Um zu demonstrieren, dass ihnen die Ärmeren nicht gleichgültig sind, stellen die „Löwen“ sich also bei Wind und Wetter zum Brutzeln und Kelleschwenken auf die Straße. Das Motto der Lions, die weltweit rund 1,3 Millionen Mitglieder zählen, lautet „We serve“ – „Wir dienen“. Das passt zum selbstlosen Einsatz an Grill und Gulaschkanone: „Wir möchten, dass sich in der Gesellschaft die Schere zwischen Arm und Reich nicht immer weiter öffnet“, sagt Rüdiger Ahlers.

In den vergangenen Jahren hat der Klub rund 6000 gebrauchte Brillen für Togo gesammelt. Derzeit ist ein ähnliches Projekt für Kambodscha geplant, und ein andermal hat die Organisation im großen Stil Zahnarztinstrumente für die Türkei gespendet. „Für die HAZ-Weihnachtshilfe engagieren wir uns aber immer wieder, weil wir uns bei ihr sicher sein können, dass das Geld genau dort ankommt, wo es gebraucht wird“, sagt Ahlers, der selbst als Zahnarzt in Laatzen arbeitet.

Und natürlich macht das Freiluftbüfett zugunsten der Weihnachtshilfe auch den Helfern viel Spaß. So haben sich in diesem Jahr wieder Mitglieder des befreundeten Lions-Clubs aus Vleuten de Meern bei Utrecht angesagt. „Sie bringen einen Zentner Käse mit, schneiden Stücke ab, und wer schätzen kann, wie schwer diese sind, darf sie behalten“, sagt Rüdiger Ahlers. „Das ist immer eine große Gaudi.“