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Landtagswahl CDU sucht noch immer nach OB-Kandidat
Thema Specials Landtagswahl CDU sucht noch immer nach OB-Kandidat
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08:33 22.01.2013
Wer soll als Oberbürgermeister ins Neue Rathaus einziehen? Die CDU will sich innerhalb von sechs Wochen für einen Bewerber für die OB-Wahl im September entscheiden. Quelle: Symbolfoto
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Hannover

Eine Findungskommission soll mehrere Bewerber vorschlagen. Das letzte Wort hat die Partei, die in einer Urwahl über den endgültigen Kandidaten abstimmt.

Ein Favorit ist bereits seit der Wahlnacht im Gespräch. Der Bothfelder Unternehmer Jens-Michael Emmelmann hatte im Wahlkreis Hannover-Buchholz ein achtbares Ergebnis gegen seinen prominenten Gegner Stephan Weil erzielt. Der noch amtierende OB Hannovers und SPD-Spitzenkandidat holte rund 45 Prozent der Stimmen, Emmelmann brachte es immerhin auf rund 40 Prozent. „So dicht war noch niemand einem Oberbürgermeister auf den Fersen“, sagt Emmelmann selbst dazu.

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Noch am späten Abend des Wahlsonntags nahm CDU-Chef Toepffer seinen tapferen Stimmenfänger zur Seite und fragte ihn, ob er sich vorstellen könne, gegen SPD-Bewerber Stefan Schostok um den Einzug ins Rathaus zu kämpfen. Angeblich soll Emmelmann das Angebot abgelehnt haben. Gegenüber der HAZ jedoch will er nichts ausschließen: „Ich bin für alles offen und warte die Beratungen der Partei ab“.

Emmelmann als vielversprechender Kandidat

In den Reihen der Christdemokraten gilt Emmelmann als vielversprechender Kandidat. „Das Format für einen OB-Bewerber hat er“, sagt ein Parteifreund. Jedoch glaubt er, dass die Kräfte Emmelmanns erschöpft sind. „Der wird sich nicht erneut einem zehrenden Wahlkampf aussetzen“, heißt es. Zudem müsse er sich um sein Immobilienunternehmen kümmern.

Damit ist eine der Hürden genannt, die ein OB-Kandidat überspringen muss. Während SPD-Bewerber Schostok bereits seit Monaten durch die Stadt tingelt und sich bei Vereinen und Verbänden vorstellt, finge sein Kontrahent bei Null an. Er müsste viel Zeit und letztlich auch Geld investieren, um sich eine Chance zu erarbeiten. Eine sechsstellige Summe, so heißt es bei der CDU, kostet der Wahlkampf um das OB-Amt. Einen Teil der Summe muss der Kandidat aus eigener Tasche bezahlen. Das ist bei der SPD nicht anders. 160.000 Euro haben die Genossen für Schostok-Werbung einkalkuliert, der Kandidat selbst wird seinen Teil dazu beisteuern.

Starker Bewerber der Grünen von Vorteil für CDU

„Herr Schostok lässt uns nicht in Ehrfurcht erstarren“, sagt Toepffer. Jetzt sei man gespannt, wen die Grünen ins Rennen schicken. Nach dem Erfolg bei der Landtagswahl erwarte die grüne Wählerklientel, dass sich die Partei mit einem erfolgversprechenden Kandidaten positioniert. „Für die CDU wäre das von Vorteil, denn ein starker Bewerber der Grünen zöge Stimmen von der SPD ab“, meint Toepffer. Am Ende könnte die CDU der lachende Dritte sein, ähnlich wie bei der Landtagswahl im Wahlkreis Hannover-Döhren. Dort gewann Toepffer das Direktmandat gegen die SPD-Prominente Doris Schröder-Köpf, die Stimmen an die Grüne Eva-Maria Hartmann verlor.

Sollte die neue rot-grüne Landesregierung aber wie angekündigt die Stichwahl zwischen den beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen wieder einführen, ginge die Rechnung Toepffers nicht auf. Dann stünden sich am Ende möglicherweise nur der SPD- und der CDU-Kandidat gegenüber – und da hat in Hannover bisher immer die SPD gewonnen.

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