Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Landtagswahl Mit wem Stephan Weil Niedersachsen regieren will
Thema Specials Landtagswahl Mit wem Stephan Weil Niedersachsen regieren will
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:52 21.01.2013
Von Klaus Wallbaum
Die Mitglieder des SPD-Schattenkabinetts mit Birgit Honé, Anke Pörksen, Cornelia Rundt, Gabriele Andretta, Olaf Lies, Stephan Weil, Boris Pistorius, Frauke Heiligenstadt, Detlef Tanke und Peter-Jürgen Schneider (von links nach rechts) stehen gemeinsam im November 2012 bei einem Fototermin in Hannover auf der Treppe vor dem Landtag. Spitzenkandidat Weil präsentierte die möglichen Minister seiner Regierung. Quelle: dpa
Anzeige
Hannover

Stefan Wenzel, Spitzenkandidat der Grünen, könnte neuer Minister für Umwelt werden, möglicherweise wird sein Ressort um Landwirtschaft angereichert. Vermutlich werden die Grünen zwei weitere Ressorts fordern – als Sozialministerin käme die Bundestagsabgeordnete Brigitte Pothmer aus Hildesheim in Betracht, als Kultus- oder Wissenschaftsministerin Ina Korter aus Nordenham.

Das hieße aber, dass voraussichtlich der SPD-Schattenminister für Umwelt, Detlef Tanke aus Gifhorn, leer ausgeht. Gleiches würde in diesem Fall für die SPD-Sozialexpertin Cornelia Rundt gelten, möglicherweise aber auch für eine der beiden von der SPD nominierten Ministerkandidatinnen im Bildungsbereich – Frauke Heiligenstadt (Kultus) oder Gabriele Andretta (Wissenschaft).

Anzeige

In anderen Ressorts zeichnet sich ab, dass dort Stephan Weils Kandidaten zu Ministern aufsteigen: Boris Pistorius (Innen), Olaf Lies (Wirtschaft), Peter-Jürgen Schneider (Finanzen), Anke Pörksen (Justiz) und Birgit Honé (Regionalentwicklung).

Vier Landesbeauftragte sollen außerdem berufen werden – sie erinnern an frühere Regierungspräsidenten. Als ein möglicher Anwärter für einen solchen Posten gilt der Landrat von Wolfenbüttel, Jörg Röhmann. Nicht ausgeschlossen ist, dass auch Heiligenstadt oder Andretta zu Landesbeauftragten ernannt wird – für den Fall, dass eine der beiden wegen Ansprüchen der Grünen auf ihre Ministerambitionen verzichten müssen. Erst ganz zum Abschluss der Koalitionsverhandlungen soll diese Frage allerdings geklärt werden.

Personalien kommen, das ist guter Brauch, erst ganz zum Schluss an die Reihe.

Mehr zum Thema

Nicht nur für Niedersachsens Regierungschef David McAllister, sondern auch für drei weitere Minister der CDU ist die Landtagswahl in Niedersachsen bitter ausgegangen: Sie verlieren nicht nur ihren Posten in der Landesregierung, sondern gehören dem neuen Landtag gar nicht mehr an, weil sie nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis kein Mandat gewonnen haben.

21.01.2013

Die Wahlniederlage ist ihm deutlich anzusehen, trotzdem gehe er "erhobenen Hauptes" vom Platz: Niedersachsens Noch-Ministerpräsident David McAllister hat am Montag die Rolle des Oppositionsführers zwar ausgeschlossen. Doch Merkel betont bereits: Ihm gehöre die Zukunft.

Klaus Wallbaum 21.01.2013

SPD und Grüne wollen nach ihrem Zittersieg zügig eine Regierung bilden. Knackpunkte können die Agrarwende und die Verkehrspolitik werden. Über die Verteilung von Ministerposten wurde noch nicht gesprochen. Die Grünen gehen selbstbewusst in die Gespräche.

21.01.2013
Klaus Wallbaum 21.01.2013