Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Landtagswahl Schwarz-Gelb ist abgewählt – der Wahltag zum Nachlesen
Thema Specials Landtagswahl Schwarz-Gelb ist abgewählt – der Wahltag zum Nachlesen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:48 21.01.2013
Anzeige

23.58 Uhr: Kurz vor Mitternacht, ein langer Wahlabend geht zu Ende. Die Ergebnisse aus den einzelnen Wahlkreisen gibt es in unserer interaktiven Wahlgrafik, weitere Hintergründe, Analysen und Kommentare auf unser Themenseite zur Landtagswahl. Dort finden Sie am Montagmorgen auch weitere Reaktionen. Auch die iPad-App "HAZ 24" wird in Kürze aktualisiert im App-Kiosk verfügbar sein. Die HAZ-Redaktion verabschiedet sich und wünscht eine Gute Nacht nach diesem spannenden Wahlabend.

23.53 Uhr: Aufatmen auch bei uns im Newsroom der HAZ – weil das amtliche Ergebnis doch nicht erst nach Mitternacht verkündet wurde. Kommentar eines Kollegen aus der Politikredaktion. "Weil ist wirklich überschriftenfreundlich – er hat nur vier Buchstaben."

Anzeige

23.45 Uhr: Kurzer Blick in den Bund: Weil Niedersachsen nun für Schwarz-Gelb verloren geht, haben CDU/CSU und FDP nur noch 15 der 69 Stimmen in der Länderkammer. Das Regierungslager von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kann dann nur auf die Stimmen der drei christlich-liberalen Koalitionen in Bayern (6), Hessen (5) und Sachsen (4) zählen. Nach einem Machtwechsel zu Rot-Grün in Hannover käme das Oppositionslager auf 36 Stimmen aus 8 Bundesländern und könnte damit mehr Druck ausüben.

Landtagswahl in Niedersachsen: Der Wahltag mit Stephan Weil (SPD)

23.43 Uhr: Das vorläufige amtliche Endergbnis ist da: Rot-Grün gewinnt die Landtagswahl in Niedersachsen mit einem Sitz Vorsprung. Die Stimmen: CDU kommt auf 36 Prozent, SPD auf 32,6 Prozent, FDP auf 9,9 Prozent, Grüne auf 13,7 Prozent, Linke auf 3,1 Prozent, Piraten auf 2,1 Porzent. Die Wahlbeteiligung lag bei 59,4 Prozent.

23.37 Uhr: Stephan Weil hat sein Jacket ausgezogen, er steht an einem Tisch mit seinen Parteifreunden und lacht herzlich. Er schüttelt Hände, macht Fotos, gibt Interviews. Die SPD wird noch lange feiern diese Nacht.

23.35 Uhr: Noch ist das Endergebnis nicht da, Hameln zählt weiter. Stephan Weil sagt: "Danke für einen fairen Wahlkampf und ein gutes Ergebnis. Ich freue mich jetzt auf fünf Jahre Rot-Grün. Und jetzt, würde ich sagen, machen wir alle nur noch eins: feiern, feiern, feiern." Die SPD-Genossen jubeln.

Landtagswahl in Niedersachsen: Der Wahltag mit David McAllister (CDU)

23.28 Uhr: Berichte, dass es nicht für Schwarz-Gelb reicht, kommentiert FDP-Landeschef Stefan Birkner mit den Worten: "Wir sehen das mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Unser eines Ziel, wieder stark im Landtag vertreten zu sein, haben wir erreicht. Unser Ziel, weiter mit der CDU die Regierung zu führen, nicht."

23.26 Uhr: Wahlparty der CDU: David McAllister raucht eine Zigarette im Außenzelt, telefoniert. Schweigend lauscht er dem Kommentar in den "Tagesthemen". Er ist fassungslos, reglos. Dann geht er mit seinen Mitarbeitern auf die Empore des Saals. Nach kurzer Beratung verlässt er den Saal, ohne die angekündigte Ansprache.

23.21 Uhr: Weiter gespanntes Warten auf das Endergebnis. Noch fehlt ein Wahlkreis: In Hameln wird noch gezählt.

Von einer fulminanten Aufholjagd ist die Rede, aber auch von Leiharbeit, und Gerhard Schröder hofft, endlich wieder die Staatskanzlei besuchen zu können. Zehn führende Politiker und ihre Kommentare zum bisherigen Verlauf der Landtagswahl.

23.17 Uhr: Stephan Weil will auch bei nur einem Mandat Mehrheit eine rot-grüne Koalition in Niedersachsen bilden. "Bei dem Stand der Dinge habe ich das auch vor", sagt Weil in der ARD. "Meine Stimmung wird derzeit immer besser und immer zuversichtlicher."

23.16 Uhr: "Wir begrüßen den neuen Ministerpräsidenten des Landes Niedersachsen", ruft ein Sprecher auf der SPD-Wahlparty im Alten Rathaus. Stephan Weil kommt auf die Bühne, er lässt sich zusammen mit seinen neuen Ministern Niedersachsens feiern. Die Menge jubelt. Das Endergebnis lässt weiter auf sich warten.

23.14 Uhr: Bei der CDU-Wahlparty gibt es verschiedene Wege, mit der Situation umzugehen. Einige stützen ihren Kopf auf Arme, andere wechseln einfach das Thema. Eine Gruppe junger Gäste spricht über den Urlaub, der nächste Woche beginnen soll. An der Theke wird jetzt jedenfalls mehr Bier bestellt. "Mach mal gleich zwei", sagt ein Gast mit "I'm a Mac"-Button.

23.11 Uhr: Die SPD Mitglieder auf der Wahlparty in Hannover toben. Sie schreien, lachen, liegen sich in den Armen. "So sehen Sieger aus Schalalala....", singt die Menge. Stephan Weil gibt sein wohl wichtigstes Interview an diesem Abend. Alle Kameras sind auf ihn gerichtet. SPD und Grüne werden in Zukunft Niedersachsen regieren.

Niedersachsen hat gewählt, die genauen Hochrechnungen dauern noch an und Rot-Grün liefert sich ein spannendes Kopf-an-Kopf Rennen mit Schwarz-Gelb. Die Stimmung auf den Wahlpartys der Parteien reicht von ausgelassen bis angespannt.

23.10 Uhr: Was sagen die Piraten an diesem Wahlabend? Vertrau keiner Umfrage“ – so hatten sich die Piraten noch am Sonnabend Mut gemacht. Doch mit dem dünnen Ergebnis lässt sich nichts „Klarmachen zum Ändern“. Die Piraten sind offenbar an ihre Grenzen gestoßen. Schuld sind sicherlich die vielen internen Streitigkeiten. Die Listenaufstellung musste zweimal wiederholt werden, innerparteiliche Querulanten klagten gegen das Ergebnis. Der Schwung der jungen Partei ist jäh gebremst.

23.07 Uhr: Für die etwa 83.000 Wahlhelfer in den mehr als 9000 Wahlbezirke ist es ein unruhiger und langer Abend. „Angesichts des möglichen Patts wird vor Ort sehr, sehr genau gezählt; mitunter auch doppelt“, sagt Landeswahlleiterin Ulrike Sachs. Jeder sei bestrebt, Fehler sicher auszuschließen. Die Weisung an die Wahlhelfer lautet „Gründlichkeit vor Schnelligkeit“. Einen Schnellbrief, generell alles doppelt zu zählen, habe es aber nicht gegeben, versichert Sachs. Beim Votum 2008 konnte die oberste Wahlaufseherin gegen 22.30 Uhr das landesweite Ergebnis verkünden. Zudem sei laut Sachs auch noch das Internet überlastet. Auf die elektronische Kommunikation will sich die Mannschaft um Sachs aber nicht verlassen. Die Ergebnisse aus den Wahlkreisen werden nicht automatisch online in den Zentralrechner eingespeist, sondern zunächst von der Wahlleitung geprüft und dann erst von Hand eingegeben.

HAZ-Fotograf Michael Thomas hat von der Marktkirche den Landtag und das Neue Rathaus aufgenommen. Ein stimmungvolles Panorama am Abend der Landtagswahl.

23.03 Uhr: Hannover zeigt sich an diesem Wahlabend übrigens von seiner schönsten Seite. HAZ-Fotochef Michael Thomas hat wunderschöne Bilder der verschneiten Stadt mitgebracht.

23.00 Uhr: Neue Hochrechnungen – und alles bleibt beim Alten: Rot-Grün liegt laut ZDF und ARD weiter mit einem Sitz vorn. Bei der CDU-Party in Wülfel herrscht Fassungslosigkeit. Und Stille.

22.58 Uhr: Ob sie in den Landtag einziehen, oder nicht: die Genossen auf der SPD-Wahlparty im Alten Rathaus haben angefangen zu tanzen. Die Coverband spielt Billy Jean von Michael Jackson. Die Stimmung ist gut, aber langsam leert es sich.

22.53 Uhr: Die Gewinner im Stadtgebiet sind klar die Grünen, die 6,3 Prozent zulegen. Die Sozialdemokraten haben 4,1 Prozent mehr als 2008, die FDP 0,6 Prozent mehr. Stark verloren hat neben der CDU (- 7,6 Porzent) auch die Linkspartei, die hier 5 Prozent verliert. Am sträksten bergab ging es für die Linkspartei übrigens in Linden-Nord 10,3 Prozent.

22.52 Uhr: Unsere iPad-Ausgabe HAZ 24 steht im Zeitungskiosk zum Download bereit. Titelthema? Na klar!

22.47 Uhr: Noch ein Blick nach Hannover: Im gesamten Stadtgebiet kommt die SPD auf 35,8 Prozent der Zweitstimmen, die CDU erreicht 24,9 Prozent. Die Grünen liegen bei 19,8, die Liberalen bei genau 10 Prozent. Die Linke erzielt 4,3 Prozent, die Piraten 2,7. Die Wahlbeteiligung in Hannover beträgt 60,6 Prozent.

22.44 Uhr: Nach dem Endergebnis will McAllister noch einmal auf die Bühne kommen, sagt er. Das könne aber noch dauern. "Bis dahin drücken wir die Daumen. Wird schon!" 

22.35 Uhr: Stephan Weil genehmigt sich ein erstes Bier. Zum Entspannen reichen die Hochrechnungen aber noch nicht.

Na, dann: Prost.

22.30 Uhr: "David, David!" Sprechchöre und Dudelsackmusik für den Einmarsch  McAllisters. Der Wahlkampf-Song dröhnt durch den Saal. Es dauert ein paar Minuten, bis McAllister es um 22.30 Uhr auf die Bühne geschafft hat.

22.25 Uhr: Neue Hochrechnung der ARD: Jetzt liegt Rot-Grün wieder einen Sitz vor Schwarz-Gelb. Es bleibt weiter spannend.

22.21 Uhr: Gleich kommt McAllister. "Ich bin nur die Vorhut", sagt Björn Thümler, CDU-Fraktionsvorsitzender im Landtag. Thümler bereitet die Basis auf der Wahlparty auf einen Patt vor. Und, dass David McAllister Ministerpräsident bleiben werde. Thümler spricht von der "guten Ehe" mit der FDP. Die wäre bei einem Patt aber wohl geschieden.

22.15 Uhr: Aufbruchstimmung bei der SPD: An der Garderobe im Alten Rathaus holen sich die ersten Genossen ihre Jacken, aber die meisten harren weiter aus. "Diese Wahl ist eine emotionale Achterbahnhfahrt", sagt Karl Finke, Landesbeauftragter für Menschen mit Behinderung und SPD-Parteimitglied. Er will bleiben, bis ein Ergebnis feststeht. "Wir halten durch" , sagt er und holt sich noch ein Bier.

22.11 Uhr: Die Gäste der CDU-Party in Hannover-Wülfel warten weiter auf Klarheit. Dazu gehört auch Sozialministerin Aygül Özkan. Sie hat ihren Wahlkreis Hannover-Mitte deutlich verloren. "Ich weiß noch nicht, ob ich über die Liste reinkomme", sagt Özkan im Gespräch mit der HAZ. Sie versucht, das Positive zu sehen. Sie habe im Wahlkampf viel Zuspruch erhalten, als Person und auch als Ministerin. "Wir haben die Stadtteile gerockt", sagt sie. Sollte sie nicht in den Landtag kommen, ist ein Posten keine Option: "Ich stehe nicht als Kandidatin für die Oberbürgermeisterwahl in Hannover zur Verfügung."

22.09 Uhr: Hier noch mal die siegreichen Direktkandidaten aus Stadt Hannover und Umland: Dirk Toepffer gewinnt in der Stadt den Wahlkreis 24 für die CDU und siegt damit gegen Doris Schröder-Köpf, die übrigen gehen an die SPD-Kandidaten Stephan Weil (Wahlkreis 25), Thela Wernstedt (26), Stefan Politze (27) und Michael Höntsch (28). Verkehrte Welt hingegen im Umland: Hier holen die CDU-Kandidaten fast alle Wahlkreise. Bis auf Laatzen: Hier gewinnt Silke Lesemann. Bei der Bürgermeisterwahl in Barsinghausen gewinnt mit Marc Lahmann der CDU-Kandidat.

Klar verloren: Doris Schröder-Köpf auf der SPD-Wahlparty.

21.50 Uhr: Neue Hochrechnung der ARD. Dort stehen die Zeichen weiter auf Patt. Rot-Grün und Schwarz-Gelb haben beide 71 Sitze. Auch das ZDF errechnet derzeit ein Patt.

21.43 Uhr: David McAllister hat seinen Wahlkreis Hadeln/Wesermünde mit 64,4 Prozent deutlich gewonnen. Damit verbessert sein Ergebnis von der vergangenen Wahl deutlich, damals erhielt er 52,6 Prozent.

21.41 Uhr: Nachtrag zum Wahlkreis 31 (Langenhagen): Sieger Rainer Fredermann (CDU) kommt dort auf 45,1 Prozent.

21.37 Uhr: Ein Blick in den Nordwesten Niedersachsens. In der Hochburg Cloppenburg kommt die CDU nur noch auf 57,6 Prozent – satte neun Prozent weniger als im Jahr 2008. Auch in Cloppenburg-Nord geht es für die CDU um 8,5 Prozentpunkte runter.

21.32 Uhr: Stefan Birkner weiter: "Morgen fahren wir nach Berlin und werden zeigen, dass sich ein Blick nach Niedersachsen lohnt, wenn es um Erfolg geht."

21.30 Uhr: Bei der Wahlparty der FDP wird – natürlich gefeiert. In der Bar Celona wird FDP-Landeschef Stefan Birkner bejubelt, umarmt als erstes Christiane Hinze, die im Wahlkreis 31 (Isernhagen) 13,2 Prozent der Stimmen geholt hat. "Ich hoffe inständig, dass es am Ende für den ganz großen Wahlsieg reicht." Er bedankt sich bei denen, die auch in schwierigen Zeiten zur FDP gestanden haben. Birkner bedankt sich auch bei Generalsekretär Gero Hocker und Fraktionschef Christian Dürr.

21.22 Uhr: Es ist im Land weiter eng. Ministerpräsident David McAllister (CDU) schließt deshalb auch eine große Koalition aus Union und SPD nicht aus. "Bei einem solchen Ergebnis kann man überhaupt nichts ausschließen", sagt er in der ARD.

21.19 Uhr: Auch Wahlkreis 35 (Springe) ist ausgezählt. Die Siegerin heißt Gabriela Kohlenberg (CDU) mit 40,2 Prozent vor Rudolf Heim (38,9 Prozent) von der SPD. Starkes Ergebnis für Elke Dittert-Thielmann: Die Grünenpolitikerin kommt auf 12,0 Prozent.

21.17 Uhr: Jetzt treffen die politischen Schwergewichte auf der CDU-Wahlparty ein. Sozialministerin Aygül Özkan bedankt sich gerade bei den Wählern. Justizminister Bernd Busemann freut sich auf der Bühne über die knapp 66 Prozent in seinem Wahlkreis. "Hier ist kein Anlass für Tristesse", sagt er mit Blick auf das Ergebnis im Land. Justizminister Uwe Schünemann gibt noch Fernsehinterviews. Glücklich sieht er nicht aus, Schünemann hat seinen Wahlkreis Holzminden verloren.

Gelassen – trotz des verlorenen Direktmandats: Innenminister Uwe Schünemann.

21.15 Uhr: Nun ist es amtlich: Max Matthiesen (CDU) gewinnt den Wahlkreis 34 (Barsinghausen, Gehrden, Seelze) mit 369 Stimmen Vorsprung vor Claudia Schüßler (SPD).

21.13 Uhr: Eng ist es lange im Wahlkreis 32 (Garbsen-Wedemark) zugegangen, doch jetzt weicht bei Editha Lorberg (CDU) langsam die Anspannung: Mit 41,5 Prozent der Stimmen holt sie sich das Direktmandat zum dritten Mal nach 2003 und 2008. "Ich glaube, dass ich in den vergangenen zehn Jahren gezeigt habe, wie viel mir der Wahlkreis bedeutet", sagt sie. Ihr Kontrahent Rüdiger Kauroff (38,7 Prozent) zeigt sich trotz der knappen Niederlage zufrieden. In seiner Heimatstadt hat seine SPD bei Erst- und Zweitstimmen immerhin den vordersten Platz belegt.

21.06 Uhr: Ein weiteres Ergebnisse aus der Region: Im Wahlkreis 30 (Lehrte) gewinnt CDU-Kandidat Hans-Joachim Denke-Jöhrens. Er feiert seinen knappen Sieg mit vielen Parteifreunden im Vereinshaus des Fußballklubs SV 06 Lehrte. In dem Verein war der Christdemokrat einst selbst als Kicker aktiv. Denke-Jöhrens gewinnt mit 40,8 Prozent vor Hans-Jürgen Licht von der SPD, der auf 40,2 Prozent kommt. Der Abstand: Ganze 277 Stimmen.

21.04 Uhr: Immer mehr SPD-Politiker verlassen den Landtag, um auf der benachbarten Wahlparty im Alten Rathaus mit den Genossen zu feiern, berichtet HAZ-Reporterin Anne Grüneberg. "Wir haben Wilhelmshaven und Wittmund zurückgewonnen", sagt der Landrat im Landkreis Friesland Sven Ambrosy. "Bei dem Ergebnis könnte das das Zünglein an der Waage sein."

21.02 Uhr: Im Wahlkreis 27 (Hannover-Ricklingen) geht SPD-Kandidat Stefan Politze als Sieger hervor. Für ihn stimmen 44,8 Prozent der Wähler. Mady Beißner von der CDU kommt nur auf 32,6 Prozent. Damit haben alle SPD-Kandidaten in der Stadt Hannover ihre Wahlkreise gewonnen – bis auf Doris Schröder-Köpf.

20.59 Uhr: Passend dazu wird Stephan Weil auf der SPD-Wahlparty gefeiert. Der steht auf der Bühne und sagt: "Wir haben heute einen super spannenden Abend und keiner weiß, wer am Ende die Nase vorn haben wird."  "Wir!", brüllen die Parteifreunde zurück und Stephan Weil lacht: "Wenn ihr das sagt, soll das so sein." Tosender Applaus.

20.57 Uhr: Der SPD-Spitzenkandidat Stephan Weil gewinnt seinen Wahlkreis 25 (Hannover-Buchholz) mit 44,8 Prozent, Jens-Michael Emmelmann (CDU) kommt auf 39,9 Prozent der Stimmen. Belit Onay (Grüne) verbucht 6,7 Prozent für sich, Maren Kaminski (Die Linke) 2,8 Prozent und Andreas Bingemer (FDP) 2,4 Prozent.

Stephan Weil (SPD) bei der Wahlparty im Neuen Rathaus in Hannover.

20.55 Uhr: Und noch mal das Ganze: Im Seelzer Ortsteil Harenberg müssen alle Stimmen noch einmal ausgezählt werden.

20.53 Uhr: Jetzt sind auch die restlichen Wahlkreise in der Stadt Hannover ausgezählt. Im Wahlkreis 24 (Hannover-Döhren) gewinnt CDU-Stadtchef Dirk Toepffer klar mit 31,8 Porzent vor Doris Schröder-Köpf. Ein starkes Ergebnis holt Eva-Maria Hartmann von den Grünen mit 16,2 Prozent. Bei den Zweitstimmen ist das Bild übrigens ein anders: 31,3 Prozent für die SPD, 30,4 Prozent für die CDU, 17 Prozent für die Grünen und 14,1 Prozent für die FDP.

20.50 Uhr: Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder und seine Frau Doris Schröder-Köpf kommen zusammen auf die Wahlparty der SPD. "Das war spannend ohne Ende", sagt Schröder-Köpf der HAZ. "Leider habe ich, wie es aussieht, meinen Wahlkreis nicht gewonnen", bedauert sie.

20.46 Uhr: Bitteres Ergebnis für die CDU im Wahlkreis 28 (Hannover-Mitte): Aygül Özkan holt hier nur 26 Prozent der Erstimmen, der Wahlkreis geht mit 43,7 Prozent klar an SPD-Kandidat Michael Höntsch. Noch schlechter ist das Ergebnis bei den Zweitstimmen: Nur 20,1 der Wähler stimmen für die CDU.

20.43 Uhr: Jetzt geht es Schlag auf Schlag: Im Wahlkreis 33 (Neustadt/Wunstorf) kann Sebastian Lechner (CDU) feiern: Er gewinnt mit 346 Stimmen Vorsprung vor Mustafa Erkan (SPD). 

20.40 Uhr: Das vorläufige Endergebnis bei der Bürgermeisterwahl in Barsinghausen liegt vor: Marc Lahmann (CDU) gewinnt mit 40,9 Prozent vor Peter Messing (SPD) mit 37,7 Prozent. Oliver Reich (parteilos) erhält 21,3 Prozent der Stimmen.

20.38 Uhr: Dieses Ergebnis kommt wenig überraschend: Thela Wernstedt gewinnt für die SPD den Wahlkreis Hannover-Linden (26). Sie holt 46,9 Prozent der Ersttimmen, Georgia Jeschke (CDU) kommt auf 23,4 Porzent, Katrin Langesiepen (Grüne) auf 18,1 Prozent. Besonders dürften sich die Grünen über das Zweitstimmenergebnis freuen: 22,6 Prozent der Wähler stimmten hier für die Grünen – 2008 waren es 16,0 Prozent.

20.28 Uhr: Gemischte Gefühle gibt es bei den Liberalen in Hannover, nachdem Rot-Grün laut Hochrechnung wieder mit einem Sitz vorn ist. "Dann machen wir Jamaika mit den Grünen'' sagt ein Anhänger. "Nur wenn die ihre Schulpolitik ändern", antwortet ein anderer. Und wenn es zu einer großen Koalition kommt? Das mache David nicht, meint ein Liberaler. Und wenn es einen Patt gibt? Dann muss er. "Dann gehen wir auf Konfrontationskurs zur CDU." 

20.26 Uhr: Der hannoversche CDU-Chef Dirk Toepffer betritt die Bühne der Wahlkampfparty. Fröhlichere Gesichter könnten die Gäste ruhig haben. "Wir können auch noch ganz andere Wahlen gewinnen", sagt er. Auf der Wahlparty im Alten Rathaus ruft derweil die SPD die Direktkandidaten auf die Bühne, die ihren Wahlkreis in Hannover gewonnen haben. Die Parteifreunde jubeln.

20.23 Uhr: Im Wahlkreis 31 (Langenhagen) fehlt noch ein Bezirk. Der klare Gewinner steht aber bereits fest: Es ist Rainer Fredermann von der CDU, der klar vor Marco Brunotte liegt. Der strahlende Fredermann zeigt sich versöhnlich: Er freut sich, dass es auch SPD-Kontrahent Marco Brunotte über die Landesliste geschafft habe. „Es ist doch schön, dass wir zwei AbgeordneteKandidaten aus unserem Wahlkreis im Landtag haben.“ Marco Brunotte gibt sich ebenfalls zufrieden: „Ich habe im Wahlkreis zugelegt, damit hat sich die Arbeit der vergangenen fünf Jahre ausgezahlt“, sagt Brunotte und gratuliert zugleich seinem politischen Gegenspieler Fredermann. Gleichwohl beginne nun eine Analyse der Ergebnisse: „Unser Prgramm war gut, die Frage aber ist, ob wir die Themen richtig vermitteln konnten.“ Insgesamt wäre Rückenwind aus Berlin hilfreich gewesen. „Ich bin völlig geplättet“, sagt die Neuwarmbüchener FDP-Kandidatin Christiane Hinze über das gute Abschneiden ihrer Partei im Land und im Wahlkreis. „Herr Rösler hat uns im Wahlkampf wunderbar unterstützt."

20.20 Uhr: Jetzt ist auch der Wahlkreis 32 (Garbsen/Wedemark) ausgezählt. Die klare Gewinnerin ist Editha Lorberg (CDU), die ihren Wahlkreis mit 41,5 Prozent vor Rüdiger Kauroff (SPD / 38,7 Prozent) gewonnen hat. FDP-Landeschef Stefan Birkner holte nur 4,5 Prozent.

20.14 Uhr: "Ich glaube, dass angesichts der knappen Hochrechnungen viele in den Wahlkreisen auch zweimal auszählen", sagte die niedersächsische Landeswahlleiterin Ulrike Sachs. Sie stellt sich auf eine "lange Nacht" in Hannover ein. Wir auch!

Die Frau des Abends: Landeswahlleiterin Ulrike Sachs.

20.07 Uhr: Das wird eng: Die ARD-Hochrechnung sieht Rot-Grün mit 0,1 Prozent und einem Mandat vorn. Laut dem ZDF, dessen Hochrechnung eine Viertelstunde älter ist, ist hingegen weiter Schwarz-Gelb mit einem Mandat vorn.

20.06 Uhr: Die Stimmung auf der CDU-Wahlparty in Hannover-Wülfel ist gut. Gisela Werner hält ein CDU-Plakat in die Höhe. "Wir schaffen das", sagt das Parteimitglied. Werner ist mit einem Bekannten aus Paderborn angereist, um hier dabei zu sein. Das Endergebnis der Wahl wird sie aber wohl nicht in Hannover mitbekommen. "Wir müssen bald los", sagt sie. Sie hofft aber, dass Schwarz-Gelb als Sieger feststeht, wenn sie in Nordrhein-Westfalen ankommt.

20.02 Uhr: Zwischenstand aus der Region Hannover: Knappes Rennen um ein Direktmandat im Wahlkreis 33 (Neustadt/Wunstorf): Sebastian Lechner (CDU) führt nach 91 ausgezählten Wahlbezirken (von 97) mit 582 Stimmen vor Mustafa Erkan (SPD). Noch enger ist es im Wahlkreis 34 (Barsinghausen, Gehrden, Seelze): Max Matthiesen (CDU) liegt nach 84 von 88 Wahlbezirken mit 424 Stimmen vor Claudia Schüßler (SPD).

19.55 Uhr: Der Parteivorsitzende der Piraten, Bernd Schlömer, gibt den Kampf um den Einzug in den Bundestag noch nicht verloren. "Wir sind enttäuscht, doch sehen wir jetzt auch nicht dem Ende der Welt entgegen", sagt er. Fehler müssten analysiert und Kräfte neu aufgestellt werden. Die Piraten seien die einzige Partei, die authentisch für Bürgerrechte und Datenschutz sowie für Transparenz, mehr Demokratie und mehr Bürgerbeteiligung in der Politik eintrete.

19.49 Uhr: Der erste Wahlkreis in der Region Hannover ist ausgezählt. SPD-Direktkandidatin Silke Lesemann gewinnt den Wahlkreis 29 (Laatzen) mit 42,9 Prozent vor Christoph Dreyer (41,5 Prozent). Die Wahlbeteiligung lag bei 63,1 Prozent.

19.44 Uhr: Die Kollegen aus der Region berichten, dass Wunstorfs Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt, der Erste Stadtrat Felix Becker und Markus Saars, Leiter des Bürgerbüros, heute Mittag alle 30 Wahllokale der Stadt besucht und sich bei den freiwilligen Wahlhelfern mit einer Schachtel Merci bedankt haben. „Ich bin stolz auf meine motivierte Mannschaft“, sagte das Stadtoberhaupt. Und noch einen Nachricht aus der Region: In Barsinghausen zeichnet sich bei der Bürgermeisterwahl noch kein klarer Sieger ab: Nach 15 von 37 ausgezählten Bezirken liegt Marc Lahmann (CDU) 0,4 Prozentpunkte vor Peter Messing (SPD). Der parteilose Kandidat Oliver Reich hat 20,6 Prozent. Das wird spannend.

19.40 Uhr: David McAllister ist da. Er spricht kurz zu seinen Anhängern: "Was für ein Herzschlagfinale! Wir haben hart gekämpft  und die Aufholjagd hat sich gelohnt: Wir sind die Nummer 1 in Niedersachsen. Wir sind die Super-Partei." Auch McAllister scheint zu wissen: Noch ist dieser Wahlabend nicht entschieden.

19.37 Uhr: Derzeit sehen beide großen Fernsehanstalten CDU und FDP mit einem Mandat im Landtag vorn. Dass man mit einer so knappen Mehrheit regieren kann, hat Ministerpräsident Ernst Albrecht (CDU) bereits in den 80ern gezeigt.

19.35 Uhr: Wo steckt eigentlich David McAllister? Bislang gab es noch kein öffentliches Statement des Ministerpräsidenten. Er berät sich derzeit mit engen Getreuen der CDU-Fraktion in einem Nebenraum. Er wartet solange ab, bis die Hochrechnungen so eindeutig sind, dass das Ergebnis klar ist. Vorher wird er sicht nicht äußern, meldet HAZ-Redakteur Klaus Wallbaum aus dem Landtag.

19.33 Uhr: Im Wahlkreis 24 (Hannover-Döhren) sind zwar erst 54 von 91 Wahlbezirke ausgezählt, doch SPD-Kandidatin Doris Schröder-Köpf liegt hier mit 34,8 Prozent derzeit deutlich hinter dem CDU-Kandidaten Dirk Toepffer, der auf 40,4 Prozent kommt.

19.30 Uhr: Bisher sieht es gut aus für die SPD-Direktkandidatin Silke Lesemann im Wahlkreis 29 (Laatzen). Es sind noch nicht alle Wahlbezirke in Laatzen, Pattensen und Sehnde ausgezählt, aber sie liegt vor Christoph Dreyer von der CDU. 82 von 86 Bezirken sind ausgezählt. Lesemann hält 43,3 Prozent und Dreyer 41.

19.28 Uhr: In der Region Hannover wird es spannend: Bei 50 von 64 ausgezählten Wahlbezirken in Neustadt liegt Direktkandidat Sebastian Lechner (CDU) mit 41 Prozent nur 0,9 Prozentpunkten vor Mustafa Erkan (SPD) mit 40,1 Prozent.

19.24 Uhr: Nach ersten Schätzungen lag die Wahlbeteiligung in Niedersachsen bei mehr als 60 Prozent. Eine konkrete Zahl hat die Landeswahlleitung aber noch nicht genannt. Bis 16.30 Uhr hatten 53,3 Prozent der Wahlberechtigten abgestimmt, dabei waren die Briefwähler noch nicht berücksichtigt. Vor fünf Jahren hatte die Wahlbeteiligung mit 57,1 Prozent einen historischen Tiefststand bei einer Landtagswahl in Niedersachsen erreicht.

19.22 Uhr: ARD und ZDF haben bei der Sitzverteilungen stark abweichende Zahlen. Der Grund: Das ZDF rechnet mögliche Überhangmandate bereits mit ein, die ARD noch nicht.

19.18 Uhr: Das ist an so einem Abend mehr als ärgerlich: Die Internetseite des Landeswahlleiters ist abgestürzt. Bleibt zu hoffen, dass die bald wieder läuft.

19.16 Uhr: SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat eine Mitverantwortung für das Wahlergebnis seiner Partei in Niedersachsen übernommen. "Wenn das Ergebnis heute Abend noch nicht so klar zu unseren Gunsten ist", habe das sicher nicht am niedersächsischen Spitzenkandidaten Stephan Weil gelegen, räumte Steinbrück ein. "Will sagen, dass mir sehr bewusst ist, dass es aus der Berliner Richtung keinen Rückenwind gegeben hat. Es ist mir auch bewusst, dass ich maßgeblich dafür eine gewisse Mitverantwortung trage", fügte er hinzu.

19.10 Uhr: Erstes Zwischenergebnis aus Burgwedel: Nach 12 von 26 ausgezählten Bezirken liegt Dirketkandidat Rainer Fredermann (CDU) mit 52,1 Prozent deutlich vor Marco Brunotte (SPD) mit 28,8 Prozent.

19.07 Uhr: Auf der Wahlparty der SPD in Hannover bleibt die Stimmung gespannt. Der Stellvertreter des Oberbürgermeisters von Hannover, Bernd Strauch, sagt der HAZ: "Eine Demokratie birgt immer Überraschungen und die FDP ist für mich so eine Überraschung. Als Sozialdemokrat hätte ich mir natürlich ein anderes Ergebnis gewünscht." Sigmar Gabriel, Bundesvorsitzender der SPD und gebürtiger Niedersachse, zeigt sich kampfeslustiger: "Die FDP gibt es eigentlich nur noch, wenn sie eine Fremdblutzufuhr bekommt. Es zeigt sich: Wer der Linken oder den Piraten eine Stimme gibt, der verschenkt seine Stimme und ändert nichts im Land", sagt er im TV-Interview.

19.04 Uhr: Wir das der neue FDP-Slogan? "Heute Abend sind wir alle Niedersachsen!", sagt Patrick Döring, Generalsekretär der Bundes-FDP. "Wenn man die Nerven behält und überzeugende Programme, Konzepte und Persönlichkeiten anbietet, dann kann die FDP herausragende Ergebnisse erzielen. So soll es bis zur Bundestagswahl weitergehen."

19.02 Uhr: "Es ist eine gute Nachricht, dass Schwarz-Gelb als Modell funktioniert", sagt Maximilian Oppelt, Ratsherr und stellvertretender Vorsitzer der Stadt-CDU. Oppelt steht mit seinen Parteifreunden bei der Wahlparty der CDU in Hannover-Wülfel und blickt auf die große Leinwand. Er hofft jetzt auf gute Zahlen bei den Briefwählern und auf Überhangmandate für seine Partei. Er hatte auf ein gutes FDP-Ergebnis gehofft. Aber ein bisschen schmerzt es ihn, dass wohl so viele CDU-Stammwähler der FDP ihre Stimme gegeben haben. "Das hätten auch ein paar weniger sein können", sagt Oppelt. Oppelts Kollege aus dem Rat, Felix Blaschzyk, blickt auf die Kommunale Politik und auf die kommende Wahl des Oberbürgermeisters: "Das Ergebnis ist auch eine Klatsche für die Hannover-SPD." Einig sind sich die beiden beim Blick auf den SPD-Kandidaten. Stefan Schostok sei "schlagbar".

18.59 Uhr: Hannover hat wieder ein FDP-Mitglied mit Landtagsmandat: Sylvia Bruns, 43, zieht dank des überraschenden Ergebnisses ihrer Partei in den Niedersächsischen Landtag ein. "Bombastisch, ich bin glücklich", lautet ihre erste Reaktion bei der Wahlparty in der Bar Celona (Altstadt). Ihr Mandat im Rat will sie behalten – das hat sie ihrem Ratsfraktionschef noch einmal bestätigt. FDP-Regionschef Gerhard Kier und Claudia Winterstein werten das Ergebnis als Ergebnis der guten Koalitionsarbeit im Land. Dass die meisten Stimmen faktisch Leihstimmen der CDU sein dürften, sei am Ende egal. Der stellvertretende Landeschef der Jungen Liberalen, der Hannoveraner Thomas Möhle, sagt selbstbewusst: "Viele FDP-Anhänger geben der CDU die Erststimme, dafür bekommt die FDp manche Zweitstimme von CDU-Anhängern."

18.51 Uhr: Das gute Abschneiden der FDP überrascht. Einer einer ersten Analyse der Forschungsgruppe Wahlen zufolge haben sie massiv von Leihstimmen der CDU-Wähler profitiert. 80 Prozent der aktuellen FDP-Wähler wählten eigentlich CDU. Der SPD machen den Angaben zufolge Bundestrend und Kanzlerkandidat zu schaffen. 44 Prozent sagen, Kanzlerkandidat Peer Steinbrück habe seiner Partei in Niedersachsen geschadet. Allerdings profitiert die SPD von der Renaissance des rot-grünen Koalitionsmodells – 46 Prozent fänden das gut. 

18.44 Uhr: Das Ergebnis dürfte die Debatten in der FDP vorerst beruhigen: FDP-Vorstandsmitglied Wolfgang Kubicki stärkt dem dem umstrittenen Parteichef Philipp Rösler den Rücken: "Ich hoffe und wünsche mir, dass die Debatte um meinen Parteivorsitzenden etwas mehr an Ruhe gewinnt", sagt er im ZDF. "Wir müssen nicht heute Abend bereits Entscheidungen treffen." Kubicki hält es nicht für nötig, den für Mai geplanten Bundesparteitag vorzuziehen, um die Parteispitze neu aufzustellen. "Nach dem heutigen Wahltag bin ich sicher, dass es keinen Sinn macht, vorher Entscheidungen zu treffen."

18.41 Uhr: "Die FDP ist der totgesagt Sieger", schreibt HAZ-Chefredakteur Hendrik Brandt in seinem Kommentar zu den ersten Hochrechnungen.

18.39 Uhr: Info von den Kollegen aus der Region. Auch in der Wedemark haben Mitarbeiter der Forschungsgruppe Wahlen in zwei Wahllokalen (Bissendorf und Mellendorf ) jeden dritten Wähler schriftlich und anonym nach seinem Wahlverhalten befragt. Das Ergebnis ist in die 18-Uhr-Prognose des ZDF eingeflossen.

18.35 Uhr: Eine Übersicht zu allen Hochrechnungen inklusive Sitzverteilung und Koalitionsrechner gibt es in unserer interaktiven Wahlgrafik.

18.32 Uhr: Für die Piraten und die Linken ist der Wahlabend bitter. Beide sind nicht im Landtag. "Wir wurden mit diesem Wahlergebnis zurückgeworfen auf das Jahr 2009. Die Selbstfindungsprozesse müssen nun schnell beendet und die Vermittlung unserer Ziele muss besser werden", sagt Bernd Schlömer, Bundesvorsitzender der Piraten. Auch Bernd Riexinger, Bundesvorsitzender der Linken, zeigt sich zerknirscht: "Das Ergebnis ist schmerzhaft. Wir haben entschlossen gekämpft. Wir hätten einen Wiedereinzug in den Landtag erhofft, zumal die Partei in Niedersachsen im Parlamt eine gute Arbeit gemacht hat."

18.30 Uhr: Die Liberalen interpretieren das Wahlergebnis natürlich anders: "Es ist Bestätigung für zehn Jahre Arbeit in der Regierung in Niedersachsen. Da bin ich zuversichtlich, dass es uns gelingt, das auch weiter fortzusetzen", sagt Stefan Birkner, FDP-Landeschef.

18.27 Uhr: Grünen-Politiker Jürgen Trittin zeigt sich beflügelt von den ersten Hochrechungen und keilt gegen die Liberalen: "Die FDP hat aufgehört, als eigenständige Partei in Niedersachsen zu existieren", erklärt er. Weiter sagt er: "Das ist ein tolles Ergebnis. Wir haben so viel gewonnen wie CDU und FDP verloren haben. Die Botschaft ist: Wenn uns das zur Bundestagswahl gelingt, dann ist das das Ende der Kanzlerschaft Merkels."

18.24 Uhr: Stephan Weil tritt in Hannover vor seine Anhänger – und sieht sichtlich bewegt aus. Langer, anhaltender Applaus bei der SPD. "Es war spannend, und es bleibt ein Kopf-an-Kopf-Rennen." Weil streicht die gute Wahlbeteiligung heraus – und zollt seinem Gegner David McAllister Respekt. "Sie haben der Demokratie mit einem fairen Wahlkampf einen guten Dienst erwiesen."

18.23 Uhr: Herbert Schmalstieg, ehemaliger Oberbürgermeister von Hannover, sagt der HAZ auf der SPD-Wahlparty: "Ich hatte so einen Patt schon erwartet. Insbesondere weil die CDU und die FDP ihren Block besser herausgestellt haben. Das ist der SPD und den Grünen nicht so gut gelungen, wie ich mir das gewünscht hätte."

18.20 Uhr: Die erste Hochrechnung des ZDF zeigt leicht abweichende Zahlen: CDU: 36,8 Prozent, SPD: 32,9 Prozent, FDP: 9,6 Prozent, Grüne: 13,5 Prozent, Linke: 3,0 Prozent, Sonstige mit Piraten: 4,2 Prozent.

18.18 Uhr: SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles ist zufrieden mit dem Abschneiden ihrer Partei bei der Landtagswahl, sie übt aber Kritik an der Bundespartei. Der Landesverband habe sich gut gehalten, "obwohl es keinen Rückenwind aus Berlin geben hat", sagt sie in der ARD mit Blick auf die Querelen um Kanzlerkandidat Peer Steinbrück. Es sei monatelang klar gewesen, dass es ein enges Rennen werden würde. Selbstkritisch fügte sie mit Blick auf die Bundespolitik an: "Wir hätten mehr Rückenwind liefern müssen. Das haben wir nicht geschafft." Steinbrück bleibe aber "selbstverständlich" Kanzlerkandidat.

18.16 Uhr: Die erste Hochrechnung der ARD ist da: CDU: 36,2 Prozent, SPD: 32,4 Prozent, FDP: 10,0 Prozent, Grüne: 13,4 Prozent, Linke: 3,5 Prozent, Piraten: 1,1 Prozent.

18.15 Uhr: "Es war einer der kuriosesten Wahltage, den es je gab", sagt ARD-Kommentator Jörg Schönenborn. Besonders augenfällig war, dass nach Umfragen am Wahltag etwa ein Drittel der Wähler erst sehr kurzfristig entschieden hatte, welcher Partei sie ihre Stimme geben.

18.13 Uhr: Hier nochmal der erste Überblick: Laut den Prognosen ist die FDP überraschend stark, doch es gibt keine klaren Mehrheitsverhältnisse im Landtag. Der ARD-Prognose zufolge kommt die CDU auf 54 Mandate, die SPD auf 48, die Grünen haben 19 Sitze und die Liberalen 14. Linke und Piraten sind demnach nicht im Landtag.

18.07 Uhr: Und was sagt die FDP? HAZ-Redakteurin Saskia Döhner berichtet von Riesenjubel, als die Prognose 10 bzw. 9,5 verkündet wird. Zuvor gab es noch versteinerte Gesichter, als die CDU-Verluste vorhergesagt wurden.

18.05 Uhr: Was bedeutet das Wahlergebnis für Niedersachsen? Die Prognose deutet eine Richtung an: Dem Landtag droht ein Patt, und wir stehen vor einem sehr langen Wahlabend.

18.03 Uhr: Auf der SPD-Wahlparty geht erst ein Jubeln durch die Menge, laut Prognose nur 37 Prozent für die CDU. Das Publikum klatscht, auch als das eigene Ergebnis ausgerufen wird. Dann geht ein Raunen durch die Menge. Das Gute Ergebnis der FDP sorgt für Ernüchterung.

18.02 Uhr: Wie ist die Stimmung bei der CDU? Schweigen bei den 37 Prozent, Jubel bei den 9,5 Prozent der FDP. Die CDU-Freunde in Wülfel sind, sagen wir es vorsichtig, erstaunt.

18.01 Uhr: Die Prognose des ZDF: CDU: 37,0 Prozent, SPD: 33,0 Prozent, FDP: 9,5 Prozent, Grüne: 13,5 Prozent, Linke: 3 Prozent, Sonstige (mit Piraten): 4 Prozent.

18.00 Uhr: Die erste ARD-Prognose ist da: CDU: 36,0 Prozent, SPD: 32,5 Prozent, FDP: 10,0 Prozent, Grüne: 13,5 Prozent, Linke: 3,5 Prozent, Piraten: 2,0 Prozent, Sonstige: 2,5 Prozent.

17.58 Uhr: Noch zwei Minuten. Gleich gibt es die ersten Prognosen ...

17.56 Uhr: Passend dazu ist das CDU-Büffet eröffnet, berichtet Gerd Schild von der Wahlparty in Wülfel. Die ersten stärken sich noch schnell, bevor in wenigen Minuten die ersten Zahlen erwartet werden. Auf zwei Leinwänden hat die Übertragung des ZDF-Programms begonnen. Noch ohne Ton. "Oh je, der Markwort", sagt einer. Er scheint ohne die Analyse des ehemaligen "Focus"-Chefs auszukommen.

17.55 Uhr: Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister rechnet fest mit einem Einzug der FDP in den Landtag. "Die ist ganz sicher im Landtag", sagt er kurz vor den ersten Prognosen im Landtag von Hannover. Auch der CDU-Fraktionsvorsitzende Björn Thümler zeigt sich überzeugt von einem Erfolg der Liberalen. "Eines ist schon jetzt sicher, die FDP wird im Landtag sitzen", sagt er.

17.49 Uhr: Auf den Tischen der CDU im Hangar No. 5 liegen blau-orangefarbene Plakate. "I'm A Mac", steht auf der einen Seite. Die Plakate lassen sich falten und zu Klatschinstrumenten formen. Es könnte laut werden bei der CDU. Dazu passt, dass ein Pärchen am Eingang den gemeinsamen Hund doch nicht mit reingenommen hat. Gute Entscheidung.

17.46 Uhr: Im Landtag muss die FDP immer wieder die Situation der Partei kommentieren. "Diese Wahl ist keine Personalentscheidung, die Menschen haben über niedersächsische Themen abgestimmt", sagt der niedersächsische FDP-Generalsekretär Gero Hocker. Noch 14 Minuten.

Interessante Farbenspiele bei der Wahlparty der Liberalen.

17.44 Uhr: Auch nicht schlecht: SPD-Europaabgeordneter und Chef des Ortsverbandes Burgdorf, Bernd Lange, bietet am Telefon die Wette an, dass in Lehrte wohnende Kandidat Hans-Jürgen Licht das Direktkandidat im Wahlkreis 30 (Burgdorf, Lehrte, Uetze) holt.

17.41 Uhr: Noch knapp 20 Minuten. Auch auf der Wahlparty der SPD im Alten Rathaus füllt es sich langsam. Die alten Gemäuer sind, passend zum Anlass, grellrot angeleuchtet. An den Stehtischen unterhalten sich die Parteimitglieder bei einem Bier über die neuesten Wahlprognosen, die langsam durchsickern. Spannung liegt in der Luft.

17.35 Uhr: So sieht es kurz vor der ersten Prognose bei den Grünen im Landtag aus. Zuversicht? Oder banges Warten? Das lässt sich durch die Sonnenbrillen nicht erkennen.

17.31 Uhr: Der Saal der CDU-Party in Hannover-Wülfel füllt sich langsam. Die Stimmung ist gut. "Ich bin sehr zuversichtlich" sagt Christopher Webb. Der 27-Jährige ist Mitglied der Jungen Union in Seelze. Er ist gespannt, sagt er, glaubt aber fest, dass es für Schwarz-Gelb reicht. "Die FDP wird reinkommen und David McAllister wird Ministerpräsident bleiben."

17.27 Uhr: Noch 33 Minuten. Wer seine Briefwahlunterlagen noch nicht abgegeben hat, der kann das noch bis 18 Uhr nachholen – am Neuen Rathaus in Hannover.

17.17 Uhr: Uns erreicht gerade die Mail eines HAZ-Lesers aus Wennigsen. Er ist ziemlich erbost über die Zuschnitte der Wahlkreise: "Wer setzt eigentlich die Wahlkreise und -büros für Wennigsen fest? Das müssen doch ortsfremde Menscheln sein (...). Wie kann es sein, dass ich 2 km laufen muss, wenn sich 100 m von meinem Haus entfernt ein Wahlbüro befindet, welches ich nicht benutzen darf? So vertreibt man die vor allem älteren Wähler. Ich jedenfalls gehe künftig nicht mehr wählen". Wir haken nach. Wenn auch Sie Fragen oder Anmerkungen haben, können Sie uns kontaktieren. Sie erreichen uns via Mail (online@haz.de), Facebook (https://www.facebook.com/HAZWahl) und Twitter (www.twitter.com/HAZ). Natürlich können Sie auch unter diesem Artikel kommentieren.

17.15 Uhr: Die Türen der CDU-Wahlparty sind geöffnet, berichtet HAZ-Reporter Gerd Schild. Die Partei feiert im Hangar No. 5 im Industriegebiet in Hannover-Wülfel. Noch ist es ruhig, Servicekräfte bereiten gerade das Büffet vor. Auf dem Speiseplan der CDU-Freunde heute Abend: Niedersächsische Kartoffelsuppe mit frischem Majoran.

17.11 Uhr: Was machen eigentlich die vielen Journalisten bis 18 Uhr? HAZ-Redakteur Karl Doeleke hat uns dieses Bild aus dem Landtag geschickt.

17.05 Uhr: Und noch ein paar Zahlen aus Hannover: Die Liberalen haben hier eine Hochburg – auch dank eines prominenten Wahlkämpfers. In Hannover-Döhren, dem Wahlkreis von Philipp Rösler, kamen sie 2008 auf 12,8 Prozent. Für die Grünen ist hingegen das Herz der Landeshauptstadt ein gutes Pflaster. 2008 stimmten 18,7 Prozent der Wähler in Hannover-Mitte für die Grünen, nur in Göttingen (21,1) waren es damals mehr. Ebenfalls sehr grün waren vor fünf Jahren Hannover-Linden (16,0) und Hannover-Ricklingen (12,2). Kein Wunder, dass in Linden und Mitte auch die Linken besonders stark waren mit 13,3 bzw. 10,3 Prozent.

17.02 Uhr: Die CDU hatte in Hannover in der Vergangenheit eher einen schweren Stand. 2008 waren gleich drei Wahlbezirke in der Liste mit dem niedrigsten Stimmenanteil für die Konservativen: Hannover-Ricklingen (33,6 Prozent), Hannover-Mitte (26,9 Prozent) und Hannover-Linden (24,9 Prozent). Unangefochtene CDU-Hochburgen waren 2008 landesweit Cloppenburg und Vechta mit 66,6 bzw. 65,5 Prozent. Dort kam die SPD damals nur auf 15,6 bzw. 16,4 Prozent.

16.59 Uhr: Hannover hat gleich mehrere Wahlkreise mit Besonderheiten. So war Hannover-Linden im Jahr 2008 einer der Wahlkreise mit der niedrigsten Wahlbeteiligung. Hier gingen nur 52,0 Prozent der Stimmberechtigten zu Wahl – bei einem Landesdurchschnitt von 57 Prozent. Den schlechtesten Wert verzeichnete landesweit übrigens Delmenhosrt mit 49,5 Prozent.

16.57 Uhr: In gut einer Stunden beginnt das Auszählen. Für die Parteien hat das Wahlergebnis in Hannover dabei besonders hohen Symbolwert. Rein mathematisch ist der Einfluss der stadthannoverschen Wähler allerdings nicht so hoch – sie stellen etwas mehr als sechs Prozent der 6,1 Millionen Wahlberechtigten im Lande. Trotzdem lohnt sich ein Blick auf die Ergebnisse von 2008.

16.53 Uhr: Das Kopf-an-Kopf-Rennen in Niedersachsen hat die Wähler offenbar doch mobilisiert. Wie die Landeswahlleiterin eben mitgeteilt hat, lag die Wahlbeteiligung um 16.30 Uhr bei über 53 Prozent. Vor fünf Jahren waren es zu diesem Zeitpunkt etwa vier Prozent weniger.

16.35 Uhr: Der Flurfunk im Landtag sieht Schwarz-Gelb weiterhin vorn. Es könnte aber auch zu einem Patt kommen. Die Linke wird dem Vernehmen nach nicht wieder in den Landtag einziehen.

16.27 Uhr: Die Fernsehteams proben bereits für ihre Sondersendungen zur Wahl. Bei den Vorbereitungen sind auch neugierige Politiker dabei. So fotografierte Landtagsvizepräsident Hans-Werner Schwarz amüsiert eine Fernsehmoderatorin mit Lockenwicklern, berichtet HAZ-Redakteur Michael B. Berger aus dem Landtag.

16.21 Uhr: Dass heute Landtagswahl ist, lässt sich auch an den meistgenutzten Schlagworten bei Twitter ablesen. Die Hashtags #Niedersachsen, #wählen und #ltwnds sind derzeit die sogenannten Trending Topics in Deutschland.

16.07 Uhr: Die Tour der HAZ-Wahlreporter ist vorbei: Nach dem letzten Stopp im Eichsfeld geht es über die A7 wieder zurück in die Landeshauptstadt. Ab 17 Uhr berichten Anne Grüneberg und Gerd Schild von den Wahlpartys der SPD und CDU. Mal sehen, wie dieser Abend ausgeht! Hier gibt es noch etwas zum Schmunzeln, bevor es gleich ernst wird.

16.00 Uhr: Noch zwei Stunden sind die Wahllokale geöffnet. Wer noch nicht weiß, wo er seine Kreuzchen machen soll, dem legen wir den Wahl-O-Mat an Herz.

Das sind Niedersachsens bisherige Ministerpräsidenten im Überblick.

15.53 Uhr: Blick nach Hannover: Der Landtag gleicht einer belagerten Festung. Die Medienvertreter treten sich hier auf die Füße. Allein der NDR ist mit 400 Mitarbeitern da, das ZDF mit 250. In den Gängen des Landtags wird geraunt, dass Schwarz-Gelb die Wahl gewinnt – und die FDP sogar am Ende bei 7 Prozent landen könnten, berichtet HAZ-Redakteur Michael B. Berger. Doch genau weiß das noch niemand. Zwei Stunden und sieben Minuten noch.

15.45 Uhr: In Hameln hält man auch am Wahltag die Tradition hoch. Zur Stimmabgabe erschien Rüdiger Meyer als Rattenfänger – natürlich stilecht mit Flöte. Der Musiklehrer ist in Hameln als Rattenfänger angstellt und erklärt Touristen die Geschichte der Stadt

Der Rattenfänger von Hameln nach der Stimmenabgabe.

15.34 Uhr: Noch gut zweieinhalb Stunden, dann schließen die Wahllokale. Wer noch nicht gewählt hat: In Hannover laden vier Grad unter Null zu einem Spaziergang ins warme Wahllokal ein, in Norddeich sind es gar nur knapp unter Null. Die Parteien versuchen derweil, über das Internet die Wähler zu mobilisieren. Ministerpräsident David McAllister forderte bereits am Sonnabend die Niedersachsen bei Twitter auf: „Bitte nehmen Sie sich morgen die 10 Minuten Zeit: Gehen Sie zur Wahl. Und machen Sie Ihre beiden Kreuze an der richtigen Stelle! :-)“  Stephan Weil retweetet indes den SPD-Landesverband Niedersachsen: „Heute wählen gehen! Ruft eure Freunde an oder schreibt ihnen eine SMS. Es kommt auf jede Stimme an!“

15.22 Uhr: Die HAZ-Wahlreporter gönnen sich noch etwas Besinnliches vor diesem spannenden Abend. In der St. Laurentius-Kirche in Gieboldehausen im Eichsfeld (Landkreis Göttingen) füllt eine imposante Krippe fast den gesamten Altarraum aus. Dutzende Nadelbäume schmücken die Rückwand, fast lebensgroße Figuren und zahlreiche ausgestopfte und nachgebildete Tiere bebildern hier Jesu Geburt. Viele Gieboldehäuser, die im nahen Pfarrhaus gewählt haben, schauen an diesem Sonntag noch mal hier vorbei. Der örtliche Bestattungsunternehmer Werner Grobecker kümmert seit vielen Jahren um die Ausgestaltung, er wird im Ort "der Krippenvater" genannt. Wird die Krippe abgebaut, lagern die Figuren in Särgen – das erzählen jedenfalls die Alten im Dorf.

Nach dem Wählen ins Gotteshaus: Gieboldehausen im Eichsfeld.

15.12 Uhr: Wahltage sind immer auch Tage für Zahlenspiele: Heute Abend wird entschieden, welche der insgesamt 16 angetretenen Parteien in den Landtag einziehen werden. Insgesamt haben sich 659 Kandidaten um ein Mandat beworben, aus den Wahlkreisen kommen davon 584. Die übrigen haben sich nur über die Landeslisten beworben. Jüngster Bewerber ist der 18-jährige Torben Franz, der sich in Nienburg für die Linke um ein Direktmandat bewirbt. Die ebenfalls 18 Jahre alte Katharina Wienken von der Piratenpartei aus Cloppenburg ist nur wenige Monate älter. Ältester Kandidat ist mit 86 Jahren der von Bündnis 21/Rentnerinnen- und Rentnerpartei aufgestellte Walter Mehring aus Laatzen. Älteste weibliche Bewerberin ist die 76-jährige Hildesheimerin Regina Ruberg von den Freien Wählern. 

15.03 Uhr: Ein Wahllokal in Laatzen: Eine Mutter will ihre sechsjährige Tochter mit in die Wahlkabine nehmen – doch ein Wahlhelfer geht dazwischen. "Das ist eine geheime Wahl", sagt er. Das Kind könne so ja in der Schule erzählen, was zuhause gewählt wird. "Das kann sie gerne machen – ich kann Ihnen auch sagen, was ich wähle", sagt die Mutter. Doch der Wahlhelfer lässt sich nicht erweichen, es gebe da strikte Anweisungen. "Aber die Kinder sollen doch lernen, was Demokratie bedeutet", sagt die Mutter.

14.51 Uhr: Kleine Geschichtsstunde am heutigen Wahlsonntag: Wie heißen die zehn bisherigen Ministerpräsidenten des Landes Niedersachsen? Die Antwort gibt es hier.

14.35 Uhr: Die Suche nach einem Wahllokal in Göttingen führt die HAZ-Wahleporter ins Neue Rathaus am Hiroshimaplatz. Aber dort finden sie keine Wahlurnen sondern das Briefwahlzentrum der Stadt. Knapp zehn Prozent der Göttinger haben schon vor dem Wahltag ihre Stimme abgegeben. Ein paar Meter weiter im Seniorenzentrum Göttingen können die Wähler des Bezirks 501 ihr Kreuz machen. Viele Bewohner des Altenheimes haben schon gleich am frühen Morgen gewählt, berichten die Wahlhelfer. In der Zeit nach dem Mittagessen und vor dem Kaffee sei aber besonders viel los, dann kämen auch die vielen Studenten der Stadt.

Hier geht's rein: Der Wahlbezirk 501 in Göttingen.

14.26 Uhr: Eine Landtagswahl ist ein logistischer Meisterakt – bei dem auch das ehrenamtliche Engagement wichtig ist. Für die mehr als 9000 Urnen- und Briefwahlbezirke im ganzen Bundesland sind rund 83.000 Wahlhelfer eingeplant. Einer von ihnen ist Markus Wike, den HAZ-Reporterin Stefanie Nickel in der Fahrschule Heger an der Schierholzstraße getroffen hat. Bereits zum 15. Mal verteilt er dort als Wahlhelfer Stimmzettel. Jahr für Jahr meldet sich Wike freiwillig – egal ob Kommunal-, Landtags- oder Bundestagswahl. „Es ist eine gute Gelegenheit die Nachbarschaft kennenzulernen“, sagt er. Und die Nachbarn, die er kennt, brauchen eine gute Ausrede, wenn sie nicht in die Fahrschule kommen, um ihre Stimme abzugeben. „Ich mache hier schon eine kleine Gesichtskontrolle“, scherzt Wike.

14.14 Uhr: Bei der Wahl zum niedersächsischen Landtag geht es heute natürlich auch um die Mehrheitsverhältnisse im Bundesrat. Geht Niedersachsen für Schwarz-Gelb verloren, hat die Regierung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nur noch 15 der 69 Stimmen in der Länderkammer. Das Lager der Opposition käme nach einem Machtwechsel zu Rot-Grün auf 36 Stimmen und könnte damit mehr Druck ausüben.

13.58 Uhr: Wer vergessen hat, seine Briefwahlunterlagen abzugeben: Der Wahlbrief muss spätestens um 18 Uhr im Neuen Rathaus, Trammplatz 2 vorliegen. Bis dahin kann ihn man in den Postkasten einstecken.

13.39 Uhr: Eine alte Dame stützt sich auf ihren Rollator, schnauft kurz durch. Und schiebt ihn dann weiter über den vereisten Gehweg. Vorsichtig setzt sie einen Fuß vor den anderen. Ihr Ziel ist das Gasthaus "Zur Eiche" im Stadtteil Groß-Buchholz. Es ist der Wahlbezirk 2506. "Wenn ich nicht wählen gehe, dann macht doch die gegnerische Partei das Rennen", sagt die 93-Jährige. "Das Wetter hält mich nicht davon ab, meine Stimme abzugeben.“

13.31 Uhr: Die HAZ-Wahlreporter machen Halt in Dahlheim. Im Gasthaus "Zum Grünen Tal" ist das südlichste Wahllokal Niedersachsens untergebracht. "Da hinten ist Hessen", sagt Wahlhelfer Timo Rinke und zeigt aus dem Fenster in den Garten des Gasthauses. Rinke sitzt hier seit 8 Uhr mit seiner Frau Ute und Erika Michel. "Ich bin neu hier im Ort und habe mich bei der Gemeinde beworben", sagt sie. Es geht ruhig zu in diesem Wahllokal. 152 Wahlberechtigte gibt es in Dahlheim, um 13 Uhr hatten 31 ihre Stimme abgegeben. Gertrud Müller war eine der ersten. Die 80-Jährige hat vor 60 Jahren die Gaststätte von ihrem Großvater geerbt. "100-Jähriges feiern wir noch", sagt sie, und meint das Jubiläum des Lokals. Müller sitzt auf einem rustikalen Holzstuhl, hinter ihr wärmt ein Ofen den großen Raum mit der Theke. Hier ist es sehr gemütlich, aber die Wahlreise ist noch nicht zu Ende. Der Wahlbus fährt also weiter, langsam in Richtung Hannover.

Gertrud Müller war eine der ersten, die in Dahlheim ihre Stimme abgegeben hat.

13.17 Uhr: Die Wahlbeteiligung bei den HAZ-Wahlreportern liegt übrigens nur bei 50 Prozent. Gerd Schild konnte heute Morgen trotz fehlender Wahlbenachrichtigung seine zwei Kreuze machen. Anne Grüneberg durfte das nicht, sie ist erst vor Kurzem nach Hannover gezogen. Wählen darf aber nur, wer mindestens drei Monate in Niedersachsen gemeldet ist. Ein bisschen gemein ist das schon. Gut vorbereitet wäre sie gewesen. 

13.14 Uhr: Er ist auf jeden Fall schon wählen gewesen: Stefan Birkner, Spitzenkandidat der FDP in Niedersachsen. Birkners Wahllokal lag in Osterwald.

13.09 Uhr: Und jetzt gibt es auch Zahlen zur Wahlbeteiligung in Niedersachsen. Bis 12.30 Uhr lag die Wahlbeteiligung bei rund 23 Prozent und damit etwa auf dem gleichen Niveau wie vor fünf Jahren.  2008 waren zu dieser Zeit 22,7 Prozent der Wahlberechtigten bereits an die Urnen getreten.

12.57 Uhr: Die SPitzenkandidaten haben ihre Stimmen abgegeben – jetzt geht's es ab in die Landeshauptstadt. Auch der Spitzenkandidat der Linken, Manfred Sohn, hat in Edemissen gewählt.

Der Spitzenkandidat der Linken, Manfred Sohn.

12.51 Uhr: Uns liegen jetzt erste Zahlen zur Wahlbeteiligung in Hannover vor. Bis 12 Uhr haben 16 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Im Vergleich zur Wahl von 2008 hat die Wahlbeteiligung damit zugenommen, seinerzeit hatten gegen 12 Uhr erst 15 Prozent der Wähler ihre Stimme abgegeben.

12.39 Uhr: Unsere Mitarbeiterin Stefanie Nickel berichtet von einem Wahldrama in Linden. Sie ist an der Haltestelle der Linie 9 am Lindener Marktplatz einem reichlich bedröppelten jungen Mann begegnet. Der wollte unbedingt wählen gehen - nur konnte er sein Wahllokal nicht finden. Er sei in der Eiseskälte hin- und hergeirrt, niemand habe ihm weiterhelfen können. Nun ist es zu spät. Er muss seinen Zug nach Mannheim bekommen. Wählen kann er jetzt nicht mehr. „Das schlechte Gewissen nagt“, sagt er. Wer vor einem ähnlichen Problem steht, kann sich im Internet informieren. Für alle Wähler im Stadtgebiet gibt es online eine Wahlraumsuche. Wer in der Region wohnt, kann sich auf der Internetseite seiner Kommune informieren, wo die Wahllokale liegen und in welchen Wahlraum er muss.

12.30 Uhr: „Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen.“ Das verkündet SPD-Spitzenkandidat Stephan Weil heute Vormittag. Er erwartet ein ganz enges Rennen bei der Landtagswahl in Niedersachsen.

12.20 Uhr: Der FDP-Bundesvorsitzende Philipp Rösler wählt mit seiner Frau Wiebke in einer Grundschule in Isernhagen. Irritiert reagiert der Bundeswirtschaftsminister auf ein Schild, das im Klassenraum hängt. Darauf steht: "Regeln für Gespräche: 1. Vor dem Sprechen melden. 2. Wir hören zu. 3. Wir rufen nicht dazwischen. 4. Wir machen keinen Quatsch." Er versucht es zu vermeiden, dass ihn Fotografen mit dem Schild im Hintergrund ablichten.

Stimmenabgabe in Isernhagen: FDP-Chef Philipp Rösler mit seiner Frau Wiebke.

12.19 Uhr: Er hatte seine Wahlbenachrichtigung hoffentlich dabei: Der amtierende Ministerpräsident David McAllister (CDU) hat in seinem Heimatort Bad Bederkesa bei Cuxhaven sein Kreuz in einer zum Wahllokal umfunktionierten Grundschule gesetzt. Und gibt sich dabei siegessicher: „Ein guter Tag für die CDU“, sagt der 42-Jährige. Auch sein SPD-Herausforderer Stephan Weil ist bislang zufrieden: „Ich habe den Eindruck, ich habe mein Bestes gegeben", sagt er mit Blick auf den zurückliegenden Wahlkampf.

Heute auch als Wähler unterwegs: Ministerpräsident David McAllister (CDU).

12.11 Uhr: Der Wahltag ist da, nur die Wahlbenachrichtigung ist weg. Wer trotz eifriger Suche die Wahlbenachrichtigung nicht mehr finden kann, muss deswegen nicht darauf verzichten, seine Stimme abzugeben. Im Wahllokal wird die Wahlberechtigung überprüft, denn die ist durch die Eintragung in das Wählerverzeichnis dokumentiert. Jeder Wähler kann deshalb auch ohne Wahlbenachrichtigung wählen. Man muss lediglich den Personalausweis oder den Reisepass vorlegen.  

11.55 Uhr: Interessante Info für alle Wähler, die ins Wahllokal 103 am Schiffgraben müssen. Dort hat sich ein Mitarbeiter von Infratest dimap positioniert. Er erhebt Daten für eine erste Wahlprognose, die die ARD um 18 Uhr sendet. Wer mitmacht, bekommt einen Fragebogen, in dem die berufliche Situation, politische Interessen und natürlich die Wahlentscheidung abgefragt werden. Insgesamt werden vor rund 200 Wahllokalen Umfragen unter Wählern durchgeführt. 

11.51 Uhr: Neues von den HAZ-Wahlreportern. Die sind gleich an der hessischen Grenze. Kurz vor der Werra-Tal-Brücke zeigt der Tacho: 3000 Kilometer dauert die Wahltour durch Niedersachsen nun schon. Ohne Ticket, ohne Blitzer, ohne Schalten. So machen wir das!

11.44 Uhr: In Groß Lengden ist der Grünen-Spitzenkandidat Stefan Wenzel im Wahllokal gesichtet worden. Groß Lengden gehört übrigens zur Gemeinde Gleichen und liegt im Landkreis Göttingen.

Grünen-Spitzenkandidat Stefan Wenzel.

11.19 Uhr: Auch der SPD-Spitzenkandidat Stephan Weil hat sich bereits auf den Weg zur Wahlurne gemacht. Seine Stimme hat der hannoversche Oberbürgermeister im Birkenhof Wohnstift Kirchrode abgegeben – dort befindet sich sein Wahllokal.

Wen er wohl wählt? SPD-Spitzenkandidat Stephan Weil.

11.07 Uhr: Schröders gehen mit gutem Beispiel voran, die Lindener am frühen Morgen offenbar auch. Aber ansonsten läuft die Landtagswahl in Niedersachsen eher schleppend an. Zwei Stunden nach Öffnung der Wahllokale haben erst knapp 5,4 Prozent der Wähler ihre Stimmen abgegeben, teilt eine Mitarbeiterin der Landeswahlleitung in Hannover mit. Vor fünf Jahren waren es um diese Zeit 5,7 Prozent – allerdings hatte die Wahlbeteiligung 2008 in Niedersachsen auch ihren bisherigen Tiefpunkt erreicht. 

10.47 Uhr: Na, wen die beiden wohl gewählt haben: Die SPD-Landtagskandidatin Doris Schröder-Köpf gibt zusammen mit ihrem Mann – Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder – ihre Stimme ab.

Zusammen bei der Stimmenabgabe: Doris-Schröder Köpf und Gerhard Schröder.

10.40 Uhr: Die HAZ-Wahlreporter Anne Grüneberg und Gerd Schild machen sich auf eine letzte Reise. Die beiden waren am nördlichsten Punkt des Landes, ganz weit im Osten und sogar in den Niederlanden. Bei Nebel sind sie auf den Wurmberg gestiegen, den höchsten Berg des Landes (nachzulesen auf der Seite unserer Wahlreporter). Was sie bislang vernachlässigt haben: den Süden des Landes. Das wird heute nachgeholt. Auf geht's!

10.19 Uhr: Es geht gut los in Linden-Nord. Im Wahllokal in der Pfarrlandstraße ist die Beteiligung um 9.30 Uhr schon ungewöhnlich hoch, sagt ein Helfer und zeigt auf den Stapel mit den abgegebenen Wahlkarten.  „Und das trotz der Kälte“.  

9.47 Uhr: Übrigens: Wer akut erkrankt und deswegen nicht ins Wahllokal gehen kann, darf heute bis 15 Uhr einen Stellvertreter ins Neue Rathaus schicken, der gegen einen Nachweis die Unterlagen abholen kann. Die ausgefüllten Unterlagen müssen dann pünktlich um 18 Uhr im Briefkasten des Neuen Rathauses liegen.

9.36 Uhr: Um die 135 Sitze im Landtag bewerben sich 659 Kandidaten. Bei der Wahl vor fünf Jahren hatte die CDU 42,5 Prozent Stimmen bekommen und war damit stärkste Kraft. Die SPD kam auf 30,1 Prozent, die FDP auf 8,2 Prozent und die Grünen auf 8,0 Prozent. Die Linke schaffte 2008 mit 7,1 Prozent erstmals in Niedersachsen den Sprung ins Parlament.

9.14 Uhr: Hoffentlich machen die eisigen Temperaturen den Erwartungen auf eine hohe Wahlbeteiligung keinen Strich durch die Rechnung. Höher als vor fünf Jahren sollte sie schon sein: Damals gaben nur 57,1 Prozent der Bürger ihre Stimme ab, so wenig wie nie zuvor bei einer Landtagswahl in Niedersachsen.

8.50 Uhr: Bei der HAZ-Umfrage zur Landtagswahl gibt es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der CDU und der SPD. Rechts neben diesem Artikel finden Sie die Umfrage und können noch mit abstimmen.

8.30 Uhr: Was es bei der Wahl zu beachten gibt, hat HAZ-Redakteur Mathias Klein in diesem Artikel zusammengefasst. 

8 Uhr: Die Wahllokale in ganz Niedersachsen sind nun geöffnet. 6,1 Millionen Niedersachsen sind zur Wahl aufgerufen. Bis 18 Uhr können Sie Ihre Stimme abgeben.

7.55 Uhr: Herzlich Willkommen in unserem Liveticker auf HAZ.de. Heute ist kein gewöhnlicher Sonntag, es ist Wahltag in Niedersachsen. Wir informieren Sie hier über alles rund um die Landtagswahl: Unsere Reporter sind in Hannover, der Region und ganz Niedersachsen unterwegs, um den ganzen Tag aktuell zu berichten. Wenn Sie Fragen oder Anmerkungen haben, können Sie uns jederzeit kontaktieren - wir haken für Sie nach. Sie erreichen uns via Mail (online@haz.de), Facebook (https://www.facebook.com/HAZWahl) und Twitter (www.twitter.com/HAZ). Natürlich können Sie auch unter diesem Artikel kommentieren. Hintergründe zur Landtagswahl finden Sie auch in unserem Dossier.

st/frs/sup/dpa/jhf/sn/ges/dapd

Mehr zum Thema
Landtagswahl Regierungswechsel in Niedersachsen - Rot-Grün zittert sich zum Sieg

Nach einem stundenlangen Wahlkrimi ergibt das vorläufige amtliche Endergebnis: Schwarz-Gelb wird in Niedersachsen nach zehn Jahren abgelöst – trotz sensationeller FDP-Zahlen. Der Erfolg sichern die Grünen mit einem Spitzenergebnis.

Jörg Kallmeyer 21.01.2013

Der angehende Ministerpräsident Stephan Weil weiß es, und seine grünen Koalitionspartner wissen es auch: Erdrutschsiege gehen anders. Ein Kommentar von HAZ-Chefredakteur Matthias Koch.

23.01.2013

Die SPD hat die politische Landkarte in der Region, gemessen an den beiden vergangenen Landtagswahlen, wieder umgefärbt. Eine Verliererin unter den Sozialdemokraten gibt es aber: Doris Schröder-Köpf. Sie hat bei ihrer ersten Kandidatur für den niedersächsischen Landtag ein Direktmandat für die SPD in ihrem Wahlkreis 24 in Hannover-Döhren verpasst - doch in den Landtag zieht sie trotzdem ein.

Bernd Haase 21.01.2013
Bernd Haase 21.01.2013
Landtagswahl Landtagswahl in Niedersachsen - Spitzenkandidaten geben ihre Stimme ab
20.01.2013