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NSU-Prozess NSU-Verteidiger aus Hannover bekommen Polizeischutz
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00:15 11.05.2013
Unter Polizeischutz: Stefan Hachmeister und Pajam Rokni-Yazdi (rechts). Quelle: Rainer Surrey
Hannover

Ab sofort haben die Behörden ein Auge auf die beiden Strafverteidiger – sowohl während ihrer Aufenthalte an den Prozesstagen in München, als auch in der niedersächsischen Landeshauptstadt. „Die bayrischen Behörden sind auf uns zu gekommen und haben uns, wie allen anderen Verteidigern in dem Verfahren auch, das Angebot gemacht und wir haben es angenommen“, sagt Jurist Rokni-Yazdi der HAZ. Auf die Art und den Umfang der polizeilichen Maßnahmen wollte der Rechtsanwalt nicht eingehen.

Die Polizei in München hatte sich zu dem Schritt entschlossen, nachdem am Montag, kurz vor Beginn des NSU-Prozesses in München, auf das Cottbusser Büro eines Verteidigers des Mitangeklagten Ralf Wohlleben ein Anschlag verübt worden war. Unbekannte schlugen in der Nacht zum Montag Fensterscheiben mit Steinen ein. Außerdem besprühten sie die Fassade mit einem elf Meter langen Schriftzug „NSU-Anwalt – Rassismus tötet!“.

Die Verhandlung um die Mordserie des NSU war bereits am ersten Verhandlungstag am Montag für eine Woche unterbrochen worden. Grund sind Befangenheitsanträge der Verteidigung der als mutmaßliche Mittäterin angeklagten Beate Zschäpe. Wegen des Streits um die Presseplätze startete der Prozess ohnehin fast drei Wochen später als geplant, nun geht es erst am 14. Mai vor dem Münchner Oberlandesgericht weiter.

tm/frs

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