Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Niedersachsens Atommülllager Gasvorkommen könnten Endlagerplan in Gorleben stoppen
Thema Specials Niedersachsens Atommülllager Gasvorkommen könnten Endlagerplan in Gorleben stoppen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:14 21.12.2010
Quelle: dpa (Archiv)
Anzeige

Gasvorkommen in Gorleben könnten die Pläne für ein mögliches Atommüllendlager durchkreuzen. „Sollten kritische Mengen Gas im unterirdischen Salzstock gefunden werden, könne das zum „K.O-Kriterium“ für den Standort werden“, sagte der Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) in Salzgitter, Wolfram König, dem Magazin „Stern“. Das Bergwerk wird auf seine Eignung als Atomendlager untersucht. Der Behördenchef wolle nun mit hoher Dringlichkeit klären lassen, wie viel Gas im Salzstock in Gorleben existiere, berichtete die Zeitschrift.

Die Gasvorkommen seien eine wichtige zu klärende Frage für die spätere Sicherheitsbewertung von Gorleben, betonte am Dienstag auch ein Sprecher des Strahlenschutz-Amtes. „Die Thematik der Kohlenwasserstoff- und Gasvorkommen in Gorleben ist nicht neu.“

Anzeige

Beim Besuch von Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) in Gorleben Anfang Dezember hatte BfS-Präsident König bereits berichtet, das Kohlenwasserstoff- und Gasvorkommen Sorgen machten. Wenn diese großflächig vorhanden seien, könnte das ein Ausschluss-Kriterium sein, hatte er gesagt.

Greenpeace und andere Atomkraftgegner warnen wegen der Gasvorkommen bereits seit längerem vor einem Endlager in Gorleben. Unter Verweis auf bisher weitgehend unbeachtete Bohrberichte aus den 80er Jahren hieß es, dass von über 200 Grad heißen Atommüllbehältern die Gefahr von Explosionen und Wassereinbrüchen ausgehen könnte.

dpa