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Niedersachsens Atommülllager Röttgen macht Hannover wenig Hoffnung auf Castor-Stopp
Thema Specials Niedersachsens Atommülllager Röttgen macht Hannover wenig Hoffnung auf Castor-Stopp
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13:34 08.02.2011
Atomfass
Im vergangenen November war der langwierigste und wohl teuerste Castor-Transport ins Zwischenlager Gorleben gerollt. Quelle: Nancy Heusel (Archiv)
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Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) hat Niedersachsens Landesregierung wenig Hoffnung auf einen Stopp des nächsten Castor-Transports ins Zwischenlager Gorleben gemacht. Für diese Art des Atommüll-Transports aus dem französischen La Hague gebe es in Deutschland nur ein genehmigtes Zwischenlager, das sei in Gorleben, sagte Röttgen am Dienstag nach einem Gespräch mit dem Kabinett in Hannover. „Es gibt auch keine Alternative für den Aufbewahrungsort.“ Es müsse auch gesehen werden, „dass es der letzte Tansport aus La Hague ist“. Er verwies auf die rechtliche Verpflichtung Deutschlands, den Müll aus deutschen Atomkraftwerken aus Frankreich zurückzunehmen.

Im vergangenen November war der langwierigste und wohl teuerste Castor-Transport ins Zwischenlager Gorleben gerollt. Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU) hatte sich an die Bundeskanzlerin gewandt und sich für einen Stopp der Castor-Transporte nach Gorleben eingesetzt. McAllister sagte am Dienstag, die Bundesregierung prüfe mögliche Alternativen zum Zwischenlager im niedersächsischen Wendland. Diese Prüfungen seien weitestgehend abgeschlossen, über ein Ergebnis werde er unterrichten.

dpa