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Schulpolitik in Niedersachsen Althusmann: Doppelter Abiturjahrgang startklar
Thema Specials Schulpolitik in Niedersachsen Althusmann: Doppelter Abiturjahrgang startklar
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16:36 21.02.2011
Niedersachsens Kultusminister Bernd Althusmann (CDU) spricht zum doppelten Abiturjahrgang 2011 bei einer Pressekonferenz in Hannover. Quelle: dpa

Keine Kompromisse in der Schulpolitik: Während Niedersachsens Kultusminister Bernd Althusmann (CDU) sich die Gründung von 100 bis 150 Oberschulen zum Ziel gesetzt hat, lehnt er niedrigere Hürden für die konkurrierenden Gesamtschulen kategorisch ab. Bisher lägen die Anträge für Oberschulen für das kommende Schuljahr im zweistelligen Bereich, sagte Althusmann am Montag in Hannover. Bei der Frage Integrierter Gesamtschulen (IGS) habe ein Gespräch mit dem Vorsitzenden des Landeselternrats, Pascal Zimmer, keine Annäherung gebracht. „Wir bleiben bei der Fünfzügigkeit für Integrierte Gesamtschulen“, betonte Althusmann erneut. Die Oberschule und nicht die IGS sei das Modell der Zukunft.

Der Landeselternrat hatte als Kompromisslösung gefordert, zumindest die Klassenstärke der IGS von 5 mal 26 auf 5 mal 24 Schüler wie bei der Oberschule anzupassen. Solche Zugeständnisse wollte der Kultusminister bisher nicht machen, es gebe aber Ausnahmeregeln für ganz spezielle Fälle. Ein ursprünglich für Montag geplantes „geheimes“ Treffen von Bildungsexperten zur neuen Oberschule wurde abgesagt. Ein neuer Termin ist noch nicht bekannt.

Unterdessen rücken die Abschlussprüfungen des doppelten Abiturjahrgangs in Niedersachsen näher. Einmalig verlassen zwei Jahrgänge und damit rund 50.000 Abiturienten gleichzeitig die Schulen. Das sind nach Angaben des Kultusministeriums etwa doppelt so viele wie in den vergangenen Jahren. Für das Lehrerkollegium bedeute dies, dass sie mindestens 200.000 schriftliche Klausuren korrigieren müssten. Er gehe davon aus, dass Schulen und Schüler die Herausforderung erfolgreich meistern werden, sagte Althusmann.

Seit dem 1. Januar steht Althusmann als Präsident an der Spitze der Kultusministerkonferenz (KMK) der Bundesländer und zieht nach knapp zwei Monaten im Amt eine positive Bilanz: „Es macht überaus viel Spaß auch mal über den niedersächsischen Tellerrand hinauszusehen.“

dpa

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