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Schulpolitik in Niedersachsen FDP und Grüne streiten über Schulpolitik
Thema Specials Schulpolitik in Niedersachsen FDP und Grüne streiten über Schulpolitik
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14:53 21.11.2010
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Die Opposition habe sich in der Schuldebatte als nicht konsensfähig erwiesen, teilte der bildungspolitische Sprecher der FDP-Fraktion Björn Försterling am Sonntag mit. Sie beiße sich an der Drei- oder Vierzügigkeit des IGS-Modells fest. Damit wollten SPD, Grüne und Linke die Gymnasien mittelfristig abschaffen. Der Schulfrieden würde dafür instrumentalisiert, durch die Hintertür eine Einheitsschule einzuführen. FDP und CDU stellten dagegen mit dem Modell der Oberschule die Weichen in Richtung Zukunft, sagte Försterling.

Die schulpolitische Sprecherin der Landtagsgrünen, Ina Korter, kritisierte die Äußerungen von Försterling. „Wer sieben Jahre lang die Schulpolitik in Niedersachsen aus ideologischer Verbohrtheit derart gegen die Wand fährt, dass er drei Kultusminister und vier Staatssekretäre braucht, um dann das, was man gerade abgeschafft hat, unter dem Namen Oberschule wieder einzuführen, sollte den Mund nicht so voll nehmen“, entgegnete Korter. Die Grünen hätten sich gemeinsam mit den meisten Bildungsverbänden, den kommunalen Spitzenverbänden und den anderen Oppositionsfraktionen auf Eckpunkte für eine Schulstruktur verständigt. Dadurch würde die Existenz der Gymnasien in keiner Weise in Frage gestellt. Den Regierungsfraktionen käme für ihr Oberschulmodell selbst von ihrem Lieblingsverband ein Proteststurm entgegen.

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dpa