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Tag der Norddeutschen Wahl zum „Der Tag der Norddeutschen“ startet
Thema Specials Tag der Norddeutschen Wahl zum „Der Tag der Norddeutschen“ startet
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17:14 20.02.2012
Von Christiane Eickmann
Täglich von 6 bis 13 Uhr arbeitet Michael Ruhsert bei der Polizeidirektion Hannover. Quelle: Martin Steiner
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Hannover

Im September 2009 präsentierten das rbb Fernsehen und arte mit „24 Stunden Berlin – Ein Tag im Leben“ ein ungewöhnliches Experiment: Ganz normale Berliner und eine wenige Prominente wurden 24 Stunden lang mit der Kamera in ihrem Alltag begleitet. Das Ergebnis – sowohl in einer stark gekürzten als auch in der Echtzeitversion – wurde von Kritik und Publikum gleichermaßen gefeiert. In diesem Jahr nun zieht der NDR nach. Beim „Tag der Norddeutschen“ soll Wesen und Eigenart der Norddeutschen nachgespürt werden.

Insgesamt 100 Kandidaten wurden und werden zurzeit ausgewählt, die sich am 11. Mai dieses Jahres von 6 Uhr morgens bis 24 Uhr nachts, also 18 Stunden lang, von Kamerateams begleiten lassen. Das Material wird von der hannoverschen Regisseurin Franziska Stünkel für den Sendetag im November montiert und soll zeigen, wie vielfältig das Leben von Rügen über Bremen bis Papenburg, von Flensburg bis Göttingen ist.

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Auch aus der Region Hannover hatten sich zahlreiche Bewerber bei der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung und beim NDR gemeldet, die bei dem Projekt dabei sein wollten. Vier von ihnen stehen von Montag an zur Wahl. Wer beim Internetvoting für seinen Bewerbungsfilm die meisten Stimmen bekommt, ist beim Dreh am 11. Mai dabei. Elisabeth Stupp hat sich als „Wahlhannoveranerin“ dafür entschieden, sich für die Dokumentation zu melden. Die gebürtige Kölnerin lebt seit 1977 in der Region und will zeigen, dass sie sich mittlerweile auch als Norddeutsche fühlt. Meistens zumindest. „Im Karneval, da leide ich schon“, sagt die 55-Jährige. Stupp arbeitet im Langenhagener Alten- und Pflegeheim City Park Residenz als Hauswirtschafterin und Hygienebeauftragte. Privat ist sie leidenschaftliche Sportlerin. Sie schwimmt, läuft – beispielsweise beim Hannover-Marathon – und tanzt mit ihrem Mann im Tanzverein.

Bald startet die Produktion der NDR-Langzeitdokumentation „Der Tag der Norddeutschen“: Vier Hannoveraner sind beim Casting mit von der Partie.

Ein ganz besonderer Tag ist der Drehtag am 11. Mai für Burkhardt Hennicke ohnehin, denn es ist sein Geburtstag. Hennicke spielt gemeinsam mit Clemens Damerau, Michaela Knoll, Jan Neumann, Riad Kapetanovic, Raphael Jaspert und Jonas Feldmann in der Gehrdener Coverband „Get Set“, die im Calenberger Land inzwischen sehr bekannt ist. Zurzeit arbeiten die Musiker an einer CD – bis zum 11. Mai soll sie fertig sein, sodass nicht nur Hennickes Geburtstag, sondern auch das Album gefeiert werden kann.

Auf richtig schönes Wetter im Mai hofft Michael Ruhsert. Denn der 51-Jährige ist Fluglehrer und -prüfer im Aero Club Hannover-Hildesheim. Bereits seit 1974 ist Ruhsert Segelflieger, die Leidenschaft für das Schweben über den Wolken hat er von seinem Großvater geerbt. Täglich von 6 bis 13 Uhr arbeitet Ruhsert bei der Polizeidirektion Hannover. Für den „Tag der Norddeutschen“ hat er sich ganz spontan beworben. „Mir gefiel die Aktion“, sagt Ruhsert, der auch selbst gern Dokumentationen sieht.

Auch Gabriele Hoins aus Lehrte reizt der Wechsel von der Doku-Zuschauerin hin zur Teilnehmerin. Die 47-Jährige arbeitet mit Patienten des Klinikums Wahrendorff an deren Sinneswahrnehmung. Privat hat sie vor zwei Jahren mit ihrem Mann das Mittelalter für sich entdeckt. Entsprechende Mottomärkte und Feste besuchen die beiden mittlerweile regelmäßig – im Kostüm. Hoins ist dabei weniger die historische Genauigkeit wichtig als die Abwechslung vom Berufsalltag. „Da ist schon ein Tag wie Urlaub“.

Welche Personen in „Der Tag der Norddeutschen – Zeig uns, wie du lebst!“ porträtiert werden, können HAZ-Leser und NDR-Zuschauer mitbestimmen. Bis zum 26. Februar stellen sich die Kandidaten auf der Internetseite des NDR vor. Dort finden Sie auch weitere Informationen zu den Teilnehmern.

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