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Barsinghausen Laverana plant die nächsten Expansionsschritte
Umland Barsinghausen Laverana plant die nächsten Expansionsschritte
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00:22 26.11.2018
Laverana-Projektleiter Andreas Berg (Mitte) erläutert den Gästen technische Details des Logistikzentrums. Dabei sind auch Ronnenbergs Bürgermeisterin Stephanie Harms (rechts daneben) und Barsinghausens Bürgermeister Marc Lahmann (Zweiter von rechts). Quelle: Andreas Kannegießer
Bantorf

Der Naturkosmetikhersteller Laverana drückt bei seiner raschen Expansion aufs Tempo: Das neue Bantorfer Logistikzentrum ist am Freitag zwei Monate früher als ursprünglich geplant vom Generalunternehmen an Laverana übergeben worden. Parallel zum Innenausbau sollen 2019 bereits die Arbeiten für den zweiten Bauabschnitt starten, der Produktions- und Abfüllanlagen sowie ein Verwaltungsgebäude umfasst. Laverana investiert auf seinem Areal in Bantorf in unmittelbarer Autobahnnähe rund 30 Millionen Euro für die beiden Bauabschnitte. Platz für spätere Erweiterungen ist vorhanden: Nach Unternehmensangaben ist das Grundstück groß genug, um die Logistik- und Lagerflächen zu verdreifachen.

Laverana entwickelt sich so dynamisch, dass auch im laufenden Bauprozess immer wieder Änderungen umgesetzt werden. So soll nun entgegen ursprünglicher Planungen auch das Obergeschoss des Hallenkomplexes im neuen Logistikzentrum für die Produktion von Naturkosmetikartikeln genutzt werden.

Laverana-Chef Thomas Haase erinnerte in seiner Ansprache am Freitag an die Anfänge des Unternehmens auf den Tag genau 31 Jahre zuvor. Was damals mit fünf Personen in Pattensen begonnen hatte, habe sich nun zu einem Unternehmen mit mehr als 500 Köpfen entwickelt. Statt drei oder vier Läden zu Beginn würden nun rund 30.000 Geschäfte beliefert. Das neue Bantorfer Logistikzentrum sei das größte Erweiterungsprojekt in der Firmengeschichte, betonte Haase und versprach zugleich: „Wir halten Niedersachsen die Treue.“

Mittelfristig wird sich Laverana auf drei Standorte konzentrieren: Neben Bantorf verbleibt der derzeitige Stammsitz in Wennigsen, wo künftig vor allem die Entwicklungsabteilung arbeiten soll. Zudem hat Laverana ein Bürogebäude in der hannoverschen Innenstadt erworben. Dort werde, nahe an den Kunden, der Vertrieb konzentriert, sagte Unternehmenssprecherin Sabine Kästner. Den derzeitigen Standort in Ronnenberg-Empelde gibt Laverana auf.

Das Hochregallager hat gewaltige Dimensionen: Die Paletten können in 19 Fächern übereinander gelagert werden. Quelle: Andreas Kannegießer

Beim Bau des Bantorfer Logistikzentrums, dessen Grundstein vor einem Jahr gelegt worden war, haben bisher 34 Firmen sowie 21 Ingenieurbüros und Gutachter zusammengearbeitet, wie Hubertus Schwanebeck vom Generalunternehmen Bremer Hamburg berichtete. Schwierigkeiten gab es auch: So mussten 1100 Betonpfähle in den unerwartet schwammigen Baugrund getrieben werden, um die Gebäude zu tragen. Der Hallenkomplex ist aus rund 800 vorproduzierten Fertigteilen zusammengebaut worden, die auf 400 Spezialtransporten zumeist von Paderborn aus nach Bantorf gebracht wurden. Nach Schwanebecks Worten wog das massivste Bauteil 37 Tonnen, das längste war 32 Meter lang.

Schneller als geplant ist das neue Bantorfer Logistikzentrum von Laverana fertiggestellt worden. Das Hochragallager (im Hintergrund) wird gerade montiert. Quelle: Andreas Kannegießer

Die beiden Laverana-Projektleiter Andreas Berg und Wilfried Ludolph erläuterten den Gästen der Übergabefeier weitere Details des Bauvorhabens. Das gewaltige Hochregallager, das derzeit von Monteuren einer österreichischen Firma aufgebaut wird, ist 120 Meter lang und 36 Meter hoch. Das Lager bietet Platz für 21.400 Palettenstellplätze in 19 Stockwerken übereinander. Hinzu kommt ein automatisches Kleinmengenlager, in dem bis zu 20.000 Behälter oder auch Versandkartons eingelagert werden können.

Laverana ist stolz darauf, dass der Logistikkomplex besonders energieeffizient arbeiten wird. Dafür sorgen unter anderem ein Wärmepumpensystem, Deckenstrahl- und Fußbodenheizungen und eine zwölf Zentimeter dicke Mineralwolldämmung an Decken und Außenwänden. Firmenchef Haase lobte zudem die reibungslose Zusammenarbeit nicht nur mit den Baufirmen, sondern auch mit der Stadt Barsinghausen als Baugenehmigungsbehörde.

Gruppenbild mit Gästen im neuen Warenein- und Ausgangslager: In der Mitte stehen Laverana-Chef Thomas Haase und seine Frau Claudia. Quelle: Andreas Kannegießer

 

Die Marke Lavera soll noch internationaler werden

Mit den Produkten seiner Handelsmarke Lavera hat das Familienunternehmen Laverana in dem rasch wachsenden Markt der Naturkosmetikprodukte mit zumeist rein biologischen Inhaltsstoffen großen Erfolg. Im Jahr 2017 hatte Laverana bereits einen Marktanteil von 31,4 Prozent in Deutschland erkämpft. Nahezu alle großen Handelsketten und Drogerie-Fachmärkte haben die Produkte in ihrem Sortiment gelistet. Die Marke ist vor allem seit dem Start der Fernsehwerbung vor fünf Jahren weithin bekannt. Dafür sorgen auch bekannte Werbegesichter wie etwa Markenbotschafterin Yvonne Catterfeld. Schon jetzt ist Laverana mit seinen Produkten auch international gut vertreten und vertreibt diese in mehr als 40 Ländern. Das Logistik- und Produktionszentrum in Bantorf soll den nächsten Entwicklungsschritt einleiten. Erklärtes Ziel von Firmenchef Thomas Haase und seiner Mannschaft ist die „weitere Internationalisierung“ der Marke Lavera Naturkosmetik.

 

Von Andreas Kannegießer

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