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Barsinghausen Familie lässt Fachwerkhaus von 1820 sanieren
Umland Barsinghausen

Barrigsen: Familie lässt Fachwerkhaus von 1820 sanieren

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17:04 08.09.2019
Familie Wieder aus Barrigsen lässt das rund 200 Jahre alte Fachwerkhaus von Grund auf sanieren und für Wohnzwecke neu herrichten. Quelle: Frank Hermann
Barrigsen

In direkter Nachbarschaft zum Backfest haben Sybille und Harald Wieder am Sonntag ihre Baustelle zur Grundsanierung eines rund 200 Jahre alten Fachwerkhauses für Interessenten geöffnet. „Als unseren Beitrag zum Tag des offenen Denkmals und außerdem als zusätzliche Attraktion für das Backfest“, sagte Harald Wieder, Vorsitzender des Backhaus-Vereins.

Besucher schauen sich am Tag des Denkmals die Baustelle des denkmalgeschützten Vierständerhauses von 1820 an. Quelle: Frank Hermann

Das denkmalgeschützte Vierständerhaus stammt aus dem Jahr 1820 und diente früher als sogenanntes Altenteilergebäude auf dem Hof Barrigsen Nummer sieben. Zuletzt stand das Haus an der Straße Am Hänken rund 20 Jahre leer. Vor wenigen Wochen hat die Eigentümerfamilie Wieder damit begonnen, das Haus mit großem Aufwand zu sanieren und für Wohnzwecke herzurichten.

Besucher schauen sich am Tag des Denkmals die Baustelle des denkmalgeschützten Vierständer-Fachwerkhauses von 1820 an. Quelle: Frank Hermann

Handwerker erklärten den Besuchern ihre Arbeit beim Wiederaufbau des Baudenkmals. Aufgabe von Zimmer- und Dachdeckermeister Christoph Häusgen aus Wunstorf zum Beispiel ist, beschädigte Eichenbalken in der Holzkonstruktion auszutauschen und das Dach zu sanieren. Rechtzeitig bis zum Winter sollen die Arbeiten am Dach und am Außenbereich des Hauses abgeschlossen sein, damit die Gebäudehülle dicht ist.

Arne Seebode von einer Fachfirma aus Ostermunzel mauert die Gefache auf der Ostseite mit Lehmleichtsteinen aus. Quelle: Frank Hermann

Unter den Augen der Besucher setzte Maurer und Betonbaumeister Arne Seebode aus Ostermunzel sogenannte Lehmleichtsteine in die Gefache auf der Ostseite des Hauses. „Die Außenseiten im Osten und Süden werden mit diesen Lehmsteinen aufgemauert und dann mit Kalkputz versehen. Für die Mauern im Westen und Norden sind Ziegelsteine vorgesehen“, erläuterte Seebode, der ebenso wie Häusgen einen besonderen Reiz beim Erhalt historischer Bausubstanz verspürt: „Das ist immer wieder spannend und in vielen Bereichen eine echte Herausforderung für unser Handwerk“, betonte der Maurer.

Voraussichtlich im November 2020 soll die aufwendige Sanierung des Baudenkmals abgeschlossen sein. „So sieht zumindest unsere Zeitplanung aus“, sagte Harald Wieder, der gemeinsam mit seiner Ehefrau Sybille bereits vor 20 Jahren ein Vierständerhaus aus dem Jahr 1794 in Barrigsen zum eigenen Wohnhaus umbauen ließ.

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Von Frank Hermann

Beim elften Backfest in Barrigsen haben viele Besucher am Sonntag die frisch gebackenen Brote und Platenkuchen aus dem Lehmofen des Vereins für Brauchtumspflege genossen. Auch die süßen und deftigen Spezialitäten aus den Holzbacköfen kamen bei den Gästen gut an. Kinder durften ihre eigenen Brötchenteiglinge herstellen.

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