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Barsinghausen Stadt will 31 Fahrzeuge mit Abbiegeassistenten ausstatten
Umland Barsinghausen

Barsinghausen: 31 Fahrzeuge sollen Abbiegeassistenten bekommen

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12:15 13.08.2019
So sieht der Bildschirm eines Abbiegeassistenten aus. Dieses Modell wird von der Region Hannover genutzt, die ihre Fahrzeuge der Straßenmeistereien mit Abbiegeassistenten nachrüstet. Ulf Birger Franz Verkehrsdezernent der Region Hannover hatte den Assistenten vorgestellt. Quelle: Rainer-Droese
Barsinghausen

Die Stadt Barsinghausen wird ihre Fahrzeuge mit Abbiegeassistenten ausstatten. Das hat der Verwaltungsausschuss entschieden. Die SPD-Fraktion hatte einen entsprechenden Antrag eingereicht. Sie fordern, dass alle Nutzfahrzeuge der Stadt über 3,5 Tonnen mit einem Abbiegeassistent-System aus- beziehungsweise nachgerüstet werden. Fördermittel sollen beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur beantragt werden.

Anlass für den Antrag sind die vielen Unfälle

„Anlass für diesen Antrag sind die Unfälle in diesem und im vergangenen Jahr in der Region Hannover sowie in Oldenburg. In Deutschland sterben pro Jahr etwa 30 bis 40 Menschen durch abbiegende Lastkraftwagen. Diese Gefahr besteht nicht nur für Kinder, sondern auch für ältere Verkehrsteilnehmer“, begründet die SPD ihren Antrag.

31 Fahrzeuge bekommen Abbiegeassistenten

Die Stadt besitzt für die Bereiche des Baubetriebshofes und der Feuerwehren insgesamt 31 Fahrzeuge über 3,5 Tonnen. Für die drei Fahrzeuge im Bereich des Baubetriebshofes liegt der Verwaltung ein Angebot für die Umrüstung mit einem Abbiegeassistenten vor. Kostenpunkt insgesamt 9639 Euro. Ein Fahrzeug ist abgängig und nicht mehr in der Benutzung.  

Für den Bereich der Feuerwehren mit 28 Fahrzeugen liege der Verwaltung ein mündliches Angebot vor: 2000 Euro pro Fahrzeug. Damit wäre mit Kosten in Höhe von 56.000 Euro zu rechnen. „Dies sind jedoch nur kalkulierte Kosten, die je nach Alter des Fahrzeugs variieren können“, heißt es von Seiten der Stadt.

Für die Fahrzeuge des Bauhofes soll die Beschaffung in den nächsten Tagen beauftragt werden. Für die Feuerwehrfahrzeuge besteht noch Klärungsbedarf, da verschiedene Faktoren berücksichtigt werden sollen, damit es einen reibungsloser Ablauf gibt.

So sieht es im Rest der Region aus

Abbiegeassistenten in Lastwagen sind derzeit in der Region noch die Ausnahme. Allerdings planen unter anderem Üstra und Regiobus, aber auch die Abfallentsorger Aha und Remondis die serienmäßige Einführung oder Umrüstung ihrer Bus- und Lkw-Flotte.

Die Stadt Langenhagen rüstet ihre Fahrzeuge ab 3,5 Tonnen ebenfalls mit Assistenzsystemen aus – für zusammen 73.000 Euro. Auch der Rat der Stadt Sehnde hat beschlossen den städtischen Fuhrpark mit Abbiegeassistenten nachrüsten. Das gilt für alle 25 städtische sogenannte Großfahrzeuge mit einem Gewicht von mehr als 3,5 Tonnen. Davon sind 21 Feuerwehrautos und vier Fahrzeuge des Baubetriebshofes betroffen. Die Kosten beziffert die Verwaltung mit 87 500 Euro.

21 große Feuerwehrfahrzeuge in Lehrte sowie der Spülwagen der Stadtentwässerung und ein Gefährt des Baubetriebs werden auch so schnell es geht mit sogenannten Abbiegeassistenten ausgerüstet. Kostenpunkt: Etwa 40.000 Euro.

SPD und CDU in Isernhagen haben die Nachrüstung von Abbiegeassistenten gefordert. Dies wäre für die 18 Feuerwehrfahrzeuge und drei Unimogs des Bauhofs denkbar, die mit mehr als 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht unterwegs sind. Die Feuerwehren in Isernhagen sehen diesen Bedarf allerdings nicht.

Der Rat der Stadt Garbsen hat in seiner Sitzung auf Antrag der SPD-Fraktion ebenfalls den Einbau von Abbiegeassistenten in geeigneten Fahrzeugen – das betrifft die Garbsener Servicebetriebe und die Feuerwehr. Diskutiert wird darüber auch in Seelze, ebenfalls auf Antrag der SPD. Diese will in allen Kommunen der Region Hannover einen entsprechenden Antrag einbringen.

Von Lisa Malecha

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