Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Barsinghausen Barsinghausen: AfD-Abend mit Björn Höcke im Zechensaal wird Fall fürs Gericht
Umland Barsinghausen

Barsinghausen: AfD-Abend mit Björn Höcke im Zechensaal wird Fall fürs Gericht

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
13:44 12.03.2020
Ja oder nein: Das Amtsgericht Wennigsen entscheidet kommende Woche darüber, ob der sogenannte Niedersachsen-Abend mit Thüringens AfD-Fraktionschef Björn Höcke in Barsinghausens Zechensaal stattfinden wird. Quelle: Martin Schutt/dpa
Anzeige
Barsinghausen

Der Zechensaal in Barsinghausen steht nicht für den umstrittenen „Niedersachsen-Abend“ der Alternative für Deutschland (AfD) zur Verfügung. Zur Veranstaltung sollte auch der rechtsradikale AfD-Fraktionschef Björn Höcke aus Thüringen kommen. Weil der Betreiber den bereits geschlossenen Vertrag einseitig kündigte, hat die Entscheidung nun ein juristisches Nachspiel. Der Betreiber sah sich hingegen getäuscht, weil ihm der Inhalt des Abends bewusst verschwiegen worden sein soll.

AfD-Landespolitiker Peer Lilienthal, der den Abend organisiert, geht nun gerichtlich gegen den Betreiber des Zechensaals vor. Das Eilverfahren wird kommende Woche Donnerstag am Amtsgericht Wennigsen verhandelt. Es geht laut Gerichtssprecher Dominik Thalmann um den „Erlass einer einstweiligen Verfügung zur Durchführung einer AfD-Parteiveranstaltung“. Übersetzt: Lilienthal will die Betreiber des Zechensaals gerichtlich dazu zwingen, den geschlossenen Vertrag doch einzuhalten und den „Niedersachsen-Abend“ am 15. April wie geplant stattfinden zu lassen.

Anzeige

„Niedersachsen-Abend“ mit 350 Gästen

Der Betreiber vertritt dagegen den Standpunkt, der AfD-Politiker habe Höckes Erscheinen absichtlich nicht erwähnt. „Der Antragsteller soll angegeben haben, die Räumlichkeiten für eine Privatveranstaltung mieten zu wollen“, sagt Thalmann. Die Partei hatte bis zuletzt ein Geheimnis daraus gemacht, wo der „Niedersachsen-Abend“ stattfinden soll. Es werden wohl bis zu 350 Gäste erwartet. Im Zechensaal fand bereits im November 2018 der Bundeskongress der Jungen Alternative statt, der AfD-Nachwuchsorganisation. Damals gab es Gegenproteste mit 1300 Teilnehmern.

Höcke ist Anführer des völkisch-nationalen Flügels der AfD, Lilienthal und dessen Landtagskollege Stephan Bothe haben den Thüringer nach Barsinghausen eingeladen. Sie zahlen den Abend aus eigener Tasche. Höckes Auftritt kann auch als offene Kampfansage an seine parteiinterne Kritikerin und hiesige Landeschefin Dana Guth gewertet werden. Sie muss sich dieses Jahr zur Wiederwahl stellen, Konkurrenz bekommt sie dabei von Jens Kestner. Er gilt als Gefolgsmann Höckes und kündigte am Mittwoch offiziell seine Kandidatur an.

Lesen Sie auch

Von Peer Hellerling

Seit Anfang des Jahres ist Frauke Blase die neue Klimaschutzmanagerin der Stadt Barsinghausen. Die 52-Jährige will Bürgern und Bürgerinnen ermöglichen, sich an der Energiewende zu beteiligen.

11.03.2020

Die Veranstalter der Konzerte im Barsinghäuser ASB-Bahnhof ziehen wegen der Corona-Gefahr die Notbremse: Die laufende Konzertsaison wird vorzeitig beendet, drei Veranstaltungen sind abgesagt.

11.03.2020

Mit Schaum und Wasser haben Feuerwehrleute aus Großgoltern am Dienstagabend auf einem Supermarktparkplatz an der Hauptstraße einen brennenden Altkleidercontainer gelöscht.

11.03.2020