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Barsinghausen Alte Zeche plant neue Angebote für Gäste am Deister
Umland Barsinghausen

Barsinghausen: Alte Zeche plant neue Angebote für Gäste am Deister

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00:20 26.05.2019
Das neue Tourismusbüro ist in der Waschkaue I im Zechengebäude eingerichtet. Thomas Schmidt, Nicole Klingebiel (sitzend) und Angelika Porsch kümmern sich dort um die Anliegen von Besuchern. Quelle: Andreas Kannegießer
Barsinghausen

Touristen und Besucher der Stadt Barsinghausen haben seit Monatsbeginn einen neuen Anlaufpunkt: Die gemeinnützige Alte Zeche hat die Aufgabe der Gästeinformation vom Tourismusverein übernommen. Die Betreibergesellschaft des Besucherbergwerks hat aus diesem Grund zusätzliches Personal eingestellt und im Zechengebäude weitere Arbeitsplätze eingerichtet.

Um die Aufgaben des Tourismusbüros vom ASB-Bahnhof auf das Zechengelände zu verlagern, gewährt die Stadt der Alten Zeche einen höheren Betriebskostenzuschuss als bisher. Die Summe ist von knapp 16.000 Euro jährlich auf nun 33.600 Euro gewachsen, wie Alte Zeche-Geschäftsführer Thomas Schmidt erläutert.

Besucher werden ins Museum gelenkt

Die ursprüngliche Idee, das Tourismusbüro in das Büro des Besucherbergwerks im Zechengebäude zu integrieren, konnte aus Platzgründen doch nicht umgesetzt werden, weil es darin an Platz fehlt. „So mussten wir einiges verändern“, sagt Schmidt. Zwei neue Computerarbeitsplätze sind im Eingangsbereich des Bergbaumuseums in der früheren Waschkaue I eingerichtet worden – inmitten der Ausstellungsstücke, sodass Besucher gleich einen authentischen Eindruck von der Barsinghäuser Bergbauvergangenheit vermittelt bekommen. Die alltägliche Arbeit könne ungestört im Büro weiterlaufen, sagt Schmidt. „Und der Publikumsverkehr wird ins Museum gelenkt.“

Um die Belange von Gästen und Touristen kümmern sich die beiden Alte-Zeche-Mitarbeiterinnen Angelika Porsch und Nicole Klingebiel. Porsch hat bereits im vergangenen Sommer bei der Alten Zeche angefangen. Die 66-Jährige ist Bürokauffrau im Ruhestand und arbeitet nun auf 450-Euro-Basis im Tourismusbüro mit. „Das Nichtstun hat mir nicht gefallen“, sagt Porsch. „Ich will mich noch einbringen.“ Klingebiel hat umfangreiche Erfahrungen in der Büroarbeit, zuletzt war sie bei einem Steuerberatungsunternehmen beschäftigt. Die 48-Jährige arbeitet seit Anfang Mai 25 Stunden wöchentlich für die Alte Zeche. Von der neuen Aufgabe ist sie begeistert: „Ich könnte mir vorstellen, bis zur Rente zu bleiben“, sagt sie.

Zusätzliche Öffnungszeiten des Tourismusbüros

Die Arbeit am Sonnabend teilen sich Schmidt, Porsch und Klingebiel auf, außerdem werden die ehrenamtlichen Grubenführer einen Sonnabend pro Monat übernehmen. Zusätzlich zu den regulären Öffnungszeiten soll das Tourismusbüro stets dann geöffnet sein, wenn Gruppen in den Klosterstollen einfahren, wie Schmidt betont. „Diese Gäste wollen wir für unsere Anliegen begeistern und ihnen zeigen, dass sie in Barsinghausen mehr machen können als ins Bergwerk einzufahren“, sagt der Geschäftsführer.

Die Alte Zeche plant neue Angebote für Besucher, etwa Natur- und Tierfotografieexkursionen, Pilzsammeltouren oder Kräuterwanderungen. „Die Zielgruppe dafür sitzt in Hannover“, sagt Schmidt.

Das neue Tourismusbüro ist an Werktagen durchgehend mindestens von 9 bis 15 Uhr und sonnabends von 9 bis 12 Uhr geöffnet. Das Büro ist unter der neuen Telefonnummer (0 51 05) 7 73 39 99 erreichbar. Anfragen zu Übernachtungsquartieren am Deister werden weiterhin an den Tourismusverein weitergeleitet.

Von Andreas Kannegießer

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