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Barsinghausen Amphibienwanderung beginnt – Straßensperrung steht bevor
Umland Barsinghausen Amphibienwanderung beginnt – Straßensperrung steht bevor
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15:29 19.02.2019
Mitarbeiter der Barsinghäuser Beschäftigungsinitiative (BBI) montieren an der Max-Planck-Straße die Krötenschutzzäune. Quelle: Andreas Kannegießer
Barsinghausen

 Die Nächte sind in diesen Tagen noch überwiegend kühl. Dennoch stellt sich die Barsinghäuser Stadtverwaltung darauf ein, dass die Amphibienwanderung am Deisterrand bald beginnen dürfte, sofern das frühlingshafte Wetter anhält. Verwaltung und Naturschützer sind gerüstet: Mitarbeiter der Barsinghäuser Beschäftigungsinitiative (BBI) haben zum Wochenstart damit begonnen, die mobilen Krötenschutzzäune entlang des Egestorfer Kirchweges und der Max-Planck-Straße sowie an weiteren Stellen im Stadtgebiet zu montieren. Sobald eine größere Zahl wandernder Tiere zu beobachten ist, wird der Egestorfer Kirchweg dann nachts mit Schranken gesperrt.

Erdkröten, Grasfrösche und verschiedene Molcharten machen sich nach den Worten des städtischen Umweltsachbearbeiters Michael Barth nach dem Ende des Winterschlafs im Deister wieder auf den Weg zu ihren angestammten Laichgewässern. Etliche dieser Tümpel liegen auf dem Gelände des Zechenparks, sodass die Tiere bei ihrer Wanderung den Egestorfer Kirchweg oder die Max-Planck-Straße überqueren müssen. Besonders früh dran sind laut Barth stets die Bergmolche: „Die gehören zu den Frühaufstehern.“

Wegen der hohen Zahl der wandernden Tiere gilt der Bereich am Egestorfer Kirchweg als eines der bedeutendsten Amphibienvorkommen in der Region. Weitere Amphibienwanderstrecken liegen zwischen Hohenbostel und der ehemaligen Waldgaststätte Walhalla, an der Kreisstraße 239 nach Eckerde, rund um das Regenrückhaltebecken an der Röntgenstraße, an der Wasserlöse in Hohenbostel sowie am Luttringhäuser Weg zwischen Bantorfer Höhe und Friedhof.

Die mobilen Schutzzäune sollen die Tiere aufhalten und vor dem Überqueren der Fahrbahnen in Fangeimer weiterleiten. Dort werden die Tiere regelmäßig von ehrenamtlichen Helfern eingesammelt, gezählt und über die Straße zu ihren Laichgewässern getragen.

Die Schranken am Egestorfer Kirchweg werden während der Amphibienwanderung abends um 18 Uhr geschlossen und morgens um 9 Uhr wieder geöffnet. Umweltsachbearbeiter Barth kann sich beim Einsatz für die Amphibien auf die Unterstützung des bewährten Helferteams verlassen. Die Ehrenamtlichen sind es auch, die die Situation vor Ort in den nächsten Tagen beurteilen müssen und gegebenenfalls das Signal geben zum Start der nächtlichen Sperrungen. Darüber hinaus sind die Helfer – gemeinsam mit der BBI – auch in den Dienst zum Öffnen und Schließen der Schranken eingebunden.

Barth bittet um Verständnis bei den Autofahrern für die Sperrung und wünscht sich gleichzeitig, dass Verkehrsteilnehmer auch außerhalb der abgesicherten Bereiche auf wandernde Amphibien Rücksicht nehmen und auf abendliche Autofahrten durch die Wanderungszonen möglichst verzichten sollten.

Noch ist die Schranke am Egestorfer Kirchweg geöffnet. Sobald die Amphibien in größerer Zahl zu wandern beginnen, wird die Fahrbahn in den Abend- und Nachtstunden gesperrt. Quelle: Andreas Kannegießer

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Von Andreas Kannegießer

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