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Barsinghausen Aufzug am Bahnhof: Reparatur kostet rund 100.000 Euro
Umland Barsinghausen Aufzug am Bahnhof: Reparatur kostet rund 100.000 Euro
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13:35 26.07.2018
Der Aufzug am Bahnhof steht derzeit still. Alle Türen müssen ausgetauscht werden. Quelle: Frank Hermann
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Barsinghausen

Die Barsinghäuser Ratsgremien sollen im August über die Reparatur des Aufzuges am Bahnhof entscheiden. Nach Mitteilung der Verwaltung müssen insgesamt fünf Türen auf den drei Halteebenen des Aufzuges ausgetauscht werden. Es gebe ein Angebot der Aufzugsfirma Kone, diese Arbeiten für rund 100.000 Euro auszuführen, sagt Bürgermeister Marc Lahmann. „Das soll gemacht werden“, bekräftigt Tiefbau-Fachdienstleiter Michael Dettmann. Die Planung und die Ausführung der Arbeiten müssten aber ausgeschrieben werden.

Die Stadtverwaltung hat am Donnerstag eigene Angaben konkretisiert, nach denen der Aufzug bereits seit acht Monaten defekt sei. Seit Dezember 2017 sei zwar eine defekte Tür gesperrt gewesen, die Tür auf der anderen Aufzugseite und damit die gesamte Anlage seien jedoch weiterhin nutzbar gewesen. Erst im Mai dieses Jahres habe der Aufzug auf Empfehlung des Wartungsunternehmens Kone vollständig stillgelegt werden müssen, betont die Verwaltung.

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Die Verantwortlichen im Rathaus haben angesichts der häufigen Probleme mit dem Aufzug in den vergangenen Jahren auch über den Bau einer Rampe nachgedacht, die den Aufzug ersetzen könnte. Die Verhältnisse auf der Südseite des Bahnhofes ließen eine Rampe jedoch kaum zu, betont Lahmann. „Der Platz dafür fehlt.“

Unterdessen hat die Barsinghäuser SPD eine rasche Lösung der Probleme gefordert. Mit Verwunderung habe die SPD zur Kenntnis genommen, dass der Aufzug bereits so lange Zeit defekt sei, sagt Reinhard Dobelmann, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins. Für Menschen mit Gehbehinderungen oder für Eltern mit Kinderwagen bedeute dieser Stillstand, größere Umwege über den Bahnübergang Am Buchhorn in Kauf nehmen zu müssen. Allerdings steht der Übergang wegen der Gleisbauarbeiten derzeit nicht zur Verfügung, der Bereich ist voraussichtlich bis zum 31. Juli gesperrt. Folge: Für Gehbehinderte ist die Verbindung zwischen Teilen der Nordstadt und dem Zentrum quasi abgeschnitten.

„Die Situation ist nicht länger hinnehmbar. Es ist dringend für Abhilfe zu sorgen“, fordert der SPD-Vorsitzende. Zudem sei es nicht verständlich, dass der Rat bislang noch nicht umfassend informiert worden sei.

Von Frank Hermann und Andreas Kannegießer