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Barsinghausen Barsinghäuser engagieren sich gegen die Vereinsamung älterer Menschen
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Barsinghausen: Barsinghäuser engagieren sich gegen die Vereinsamung älterer Menschen

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15:52 09.01.2020
Sie stellen das Seniorenprogramm für 2020 vor: Dieter Hungerecker (von links), Marc Lahmann, Brunhilde Hering, Günter Kapper und Susanne Zeitz. Quelle: Frank Hermann
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Barsinghausen

Vier ehrenamtliche Helfer haben sich im Seniorenbüro der Stadt Barsinghausen zum Ziel gesetzt, für die älteren Einwohner ein attraktives Freizeitangebot zu organisieren. Im neuen Jahresprogramm 2020 stehen 84 Veranstaltungen zur Auswahl – von Wanderungen und Theaterbesuchen bis zu Kaffeenachmittagen und Städtereisen. Dieses vielfältige Angebot soll dazu beitragen, die Menschen im fortgeschrittenen Alter am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu lassen.

Viele Senioren haben kaum soziale Kontakte

„Unser Hauptanliegen ist es, einer Vereinsamung der Senioren vorzubeugen. Immer mehr ältere Menschen leben allein und zurückgezogen in ihrer Wohnung, haben kaum noch soziale Kontakte zur Außenwelt. Da wollen wir gegensteuern“, erläutert Brunhilde Hering, die sich seit 14 Jahren ehrenamtlich im Seniorenbüro engagiert.

Dabei sei es wichtig, möglichst frühzeitig den Weg zu Freizeit- und Gruppenangeboten zu ebnen. „Im hohen Seniorenalter wird es für die Menschen deutlich schwieriger, sich einer neuen Gruppe anzuschließen“, weiß Hering. Sie koordiniert gemeinsam mit Ingrid Wollenhaupt, Günter Kapper und Dieter Hungerecker die Hilfs- und Freizeitangebote des Büros.

84 Veranstaltungen für 2020

Zu den 84 Veranstaltungen im Jahresprogramm 2020 gehören unter anderem die regelmäßigen Wanderungen für körperlich fitte Senioren unter der Leitung von Günter Kapper. Zweimal im Monat absolviert die Gruppe eine zehn bis zwölf Kilometer lange Wanderstrecke durch den Deister oder durch andere Ausflugsregionen. An den Touren nehmen laut Kapper durchschnittlich 22 Frauen und Männer im Alter von 62 bis 84 Jahren teil.

Neue Paare durch Wandertreff

„Bei der ersten Wanderung im neuen Jahr haben wir drei neue Teilnehmer begrüßen können“, sagt Kapper. Während seiner bislang sechsjährigen Tätigkeit für das Seniorenbüro haben sich bislang schon zwei neue Paarbeziehungen während der Wanderungen entwickelt. „Und ein drittes Paar findet sich gerade“, sagt der Wanderführer.

Aber auch für ältere Senioren ab 80 Jahren gibt es regelmäßige Treffen und Freizeitangebote – zum Beispiel die monatlichen Rommé-Nachmittage mit Ingrid Wollenhaupt in Hohenbostel, die Frühstücksrunden im Kursana-Domizil oder kleinere Spaziergänge mit Kaffeetreffs zum Abschluss. Beliebt seien zudem die Besuche im Neuen Theater Hannover sowie die Tagesausflüge per Bus zu Städte- oder Firmenbesichtigungen.

Schmale Rente: Seniorenbüro versucht, Preise gering zu halten

„Grundsätzlich gilt für alle Angebote mit Kostenbeiträgen, dass wir die Preise so gering wie möglich halten. Schließlich sollen Senioren mit einer schmalen Rente nicht ausgeschlossen werden“, sagt Brunhilde Hering, die auf einen weiteren Service des Seniorenbüros im Kampf gegen die Vereinsamung älterer Menschen verweist: Dieter Hungerecker betreut einen Besuchsdienst mit mehr als 22 Helfern, die regelmäßig Bewohner in den sechs großen Barsinghäuser Senioreneinrichtungen besuchen. „Wir würden sehr gern auch mehr Senioren in ihren privaten Wohnungen besuchen, aber da gibt es leider nur wenig Nachfrage“, betont Hungerecker.

Bürgermeister Marc Lahmann würdigte am Donnerstag das ehrenamtliche Engagement der vier Frauen und Männer im Seniorenbüro. Dort werde eine wichtige Arbeit für die älteren Menschen in unserer Stadt geleistet. Weitere freiwillige Helfer für das Team seien jederzeit willkommen.

Auskünfte gibt es während der Sprechzeiten des Seniorenbüros dienstags von 14 bis 15.30 Uhr sowie donnerstags von 10 bis 12 Uhr im Rathaus II am Deisterplatz sowie unter der Telefonnummer (05105) 7742301.

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Von Frank Hermann

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