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Barsinghausen Bessere Anbindung und Infrastruktur für Wanderer: Deister soll noch attraktiver werden
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Barsinghausen: Bessere Anbindung und Infrastruktur für Wanderer: Deister soll noch attraktiver werden

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19:13 31.01.2020
So schön ist der Blick über den Deister aus 90 Metern Höhe. Quelle: Mirko Haendel
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Barsinghausen

Der Deister ist ein beliebtes Naherholungsgebiet: mit vielen attraktiven Bauwerken wie etwa den Rittergütern, mit kulturellen Publikumsmagneten aus der Zeit des Bergbaus sowie historischen Zeugnissen ehemaliger Industrie. Trotzdem soll das Gebiet künftig noch viel attraktiver für Touristen und Ausflügler werden. Bei einem Workshop mit Experten der Ostfalia-Hochschule haben jetzt im Zechensaal rund 30 Vertreter der Deister-Kommunen und ihrer Tourismus-Gesellschaften mit Mitgliedern von Vereinen und Verbänden über Verbesserungs- und Weiterentwicklungsmöglichkeiten diskutiert. Dabei seien von den Teilnehmern eine mangelhafte Infrastruktur für Wanderer und eine schlechte Anbindung in den Deister hinein kritisiert worden, berichtete Barsinghausens Wirtschaftsförderer Thomas Müller.

Deister soll als Produkt weiterentwickelt werden

Heinz-Dieter Quack spricht mit den Teilnehmern des Workshops über Verbesserungsansätze für den Deister. Quelle: Stadt Barsinghausen

Organisiert hatten den Workshop das Management der ILE-Region Calenberger Land und die Wirtschaftsförderung der Stadt Barsinghausen. Um den Deister als Wander- und Naherholungsregion, aber auch als Produkt weiterzuentwickeln, waren die Experten Heinz-Dieter Quack und Thorsten Koppenhagen von der Ostfalia-Hochschule mit neuen Ideen in den Zechensaal gekommen. Das Ziel der Veranstaltung: Stärken des Erholungsgebietes hervorheben, aber auch Schwachstellen erkennen und Verbesserungsansätze diskutieren. Der Workshop wurde laut Stadt Barsinghausen von der Region Hannover gefördert: Demnach übernimmt das Team Regionale Naherholung 60 Prozent der Kosten.

Thorsten Koppenhagen von der Ostfalia-Hochschule spricht über Verbesserungsansätze für das Wander- und Naherholungsgebiet. Quelle: Stadt Barsinghausen

Zentrale Vermarktung und Vernetzung der Kommunen fehlt

Zum Auftakt hatte der Wander- und Tourismusexperte Quack auf das Potenzial von Freizeitaktivitäten für die Deisterregion verwiesen. Quack hob die Bedeutung einer interkommunalen Zusammenarbeit hervor: „Touristen und Wanderer seien an Gemeindegrenzen wenig interessiert, betonte er. Ziel müsse es sein, eine gemeinsame Identität zu schaffen. Untersuchungen haben laut Quack gezeigt, dass Gäste Wert auf eine überzeugende Marke legen. Eine fehlende Vernetzung und das Fehlen einer zentralen Vermarktung führen dazu, dass Angebote nicht gefunden werden, sagte auch Barsinghausens Wirtschaftsförderer Müller.

Der Deister im vergangenen Oktober. Quelle: Stephan Hartung

Infrastruktur soll ausgebaut werden

In dem Workshop wurden auch Stärken des Deisters benannt: wie etwa die attraktiven Bauwerke, das kulturelle Erbe des Bergbaus oder der Charme aufgegebener Industriestandorte. Kritisiert wurden laut Müller die mangelhafte Wanderinfrastruktur sowie das Fehlen einer öffentlicher Anbindungen in den Deister hinein am Wochenende. Nur die Deisterkommunen Bad Münder, Bad Nenndorf, Barsinghausen, Springe und Wennigsen seien mit der S-Bahn gut zu erreichen. Müller kündigte weitere Workshops an: Die ersten Ideen seien aber gute Voraussetzungen für den weiteren Prozess.

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