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Barsinghausen Neubau Wasserwerk: CDU sieht noch zu viele offene Fragen
Umland Barsinghausen

Barsinghausen: CDU-Fraktion wünscht sich sachliche Diskussion ums Wasserwerk

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17:29 11.09.2019
Grundwasserwerk Eckerde Wasserwerk Eckerde Quelle: Andreas Kannegießer (Archiv)
Eckerde

Im Streit um das Aufbereitungsverfahren und den Verkauf von Wasser aus dem geplanten neuen Wasserwerk Eckerde meldet sich nun die CDU Fraktion zu Wort: Sie wünscht sich eine sachliche Diskussion beim Thema Wasserwerk, kritisiert das Vorgehen der SPD und wirft dem Aufsichtsrat der Stadtwerke mangelnde Kooperation vor.

Das Thema Neubau des Wasserwerks wird derzeit intensiv diskutiert – von Bürgern und Politikern. Wie es weitergeht, soll auf der Ratssitzung am Donnerstag, 19. September, entschieden werden. Im Vorfeld war der Widerstand gegen die Wünsche von Bürgermeister Marc Lahmann immer weiter gewachsen. Die Stadtverwaltung hatte vorgeschlagen, beim Neubau auf ein anderes Wasseraufbereitungsverfahren zu setzen als vom Aufsichtsrat der Stadtwerke vorgeschlagen.

Wie soll das Wasser aufbereitet werden?

Meinungsverschiedenheiten gibt es noch bei der Frage des Wasseraufbereitungsverfahren. Grundsätzlich gibt es zwei für das Rohwasser geeignete Aufbereitungsverfahren: Das Carix-Verfahren und die bisher angewendete Schnellentcarbonisierung.

Schroth gibt zu bedenken, dass beim Carix-Verfahren Restwasser entstehe, das eine hohe Konzentration von verschiedenen Salzen beinhaltet. „Ob dieses konzentrierte Restwasser in die Südaue eingeleitet werden kann, können die Fachleute heute noch nicht beantworten“, heißt es in der Stellungnahme der CDU-Fraktion

Bei der Schnellentcarbonisierung handele es sich laut Schroth hingegen um ein bewährtes Aufbereitungsverfahren, welches „unser Wasser seit Jahren in einer besten Qualität liefert.“ Schroth schreibt weiterhin: „Eine Entscheidung für das patentierte Carix-Verfahren zwingt die Stadtwerke, sich an einen Anbieter fest zu binden, da das Verfahren aufgrund des Patents nur von diesem angeboten wird.“

Die Technik im Grundwasserwerk Eckerde ist marode, die Aufbereitungskapazität reicht nicht aus. Im Rat gehen die Meinungen darüber auseinander, wer für Verzögerungen bei der Neubauplanung verantwortlich ist. Quelle: Andreas Kannegießer (Archiv)

Fraktionsvorsitzender kritisiert Stadtwerke-Aufsichtsrat

Schroth kritisiert zudem, dass der Aufsichtsratsvorsitzende Dirk Hädrich (SPD), eine vereinbarte Zusammenarbeit und intensive Information der Ratsmitglieder nicht durchgeführt habe. „Fragen und Informationen hätten im Vorfeld ausgetauscht werden können. Stattdessen bekommen die Ratsmitglieder nun verschiedene komplizierte Gutachten und Stellungnahmen auf den Tisch, auf dessen Grundlage eine wichtige Entscheidung getroffen werden muss. Zeit wäre in die letzten zwei Jahren genug gewesen“, schreibt der Fraktionsvorsitzende.

Fragen müssen geklärt werden

Es gebe zum Einsatz der beiden Wasseraufbereitungsverfahren Fragen, die für die CDU-Fraktion noch nicht hinreichten beantwortet wurden. Unter anderem fragt Schroth, was passiert, wenn die Region Hannover keine Genehmigung zur Einleitung des Wassers in die Südaue erteilt und welche Kosten auf die Stadtwerke zukommen, wenn dieses Restwasser in das Klärwerk Nordgoltern eingeleitet werden müsste. Auch müsse geklärt werden welche zusätzlichen Kosten das Carix-Verfahren für die Bürger hätte.

Die meisten der Pumpen in der Pumpenhalle des Grundwasserwerks werden benötigt, um Wasser von Eckerde aus in die Hochbehälter im Deister und auf dem Stemmer Berg zu befördern. Quelle: Andreas Kannegießer (Archiv)

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