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Barsinghausen Das erste Weihnachtsdorf begann 2009 mit drei Hütten
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Barsinghausen: Das erste Weihnachtsdorf begann 2009 mit drei Hütten

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12:53 07.12.2019
In einer verschneiten Winterlandschaft steht 2009 das erste Weihnachtsdorf mit drei Hütten auf dem Thie. Quelle: Frank Hermann (Archiv)
Barsinghausen

In die Barsinghäuser Innenstadt gehört mehr vorweihnachtliche Atmosphäre: Diesen Wunsch hatten viele Bürger im Winter 2008 bei einer Umfrage des damaligen FDP-Stadtverbandes geäußert. Auf Initiative einiger Parteimitglieder und deren Helfer standen dann im Advent 2009 die ersten geschmückten Holzhütten auf dem Thie – und die Idee vom Weihnachtsdorf war geboren. Zehn Jahre später hat sich das Dorf in der Trägerschaft einer privaten Interessengemeinschaft (IG) zu einer beliebten Attraktion entwickelt.

Sie gehören zu den Initiatoren des ersten Weihnachtsdorfes im Jahr 2009: Adolf Schasse, Kerstin Wölki, Norbert Wiegand und Walter Krull. Quelle: Frank Hermann

„Genauso haben wir es uns damals in unseren Vorstellungen ausgemalt, denn wir wollten ein Gefühl von Weihnachten in die Stadt holen. Es ist schön zu sehen, wie sich unser Projekt von Jahr zu Jahr mehr herausgeputzt hat“, sagt Kerstin Wölki, die zu den Initiatoren von 2009 gehört und bis vor drei Jahren die IG Weihnachtsdorf leitete.

100 Tannenbäume aufgestellt

Vor zehn Jahren gab es noch den weihnachtlichen Markt unter der Regie des damaligen Centrum-Vereins jeweils am ersten Adventswochenende zwischen Klosterkirche und Thie. „Danach war dann meistens Schluss mit Weihnachtsstimmung in der Innenstadt. Bis wir dann im Winter 2009 mit dem ersten Weihnachtsdorf begonnen haben“, erläutert Wölki. Im ersten Jahr standen drei geschmückte Verkaufshütten für Kunsthandwerk, Bratwürstchen und Glühwein auf dem verschneiten Thie. Außerdem stellten die ehrenamtlichen Helfer rund 100 Tannenbäume aus dem Deister in der Innenstadt auf.

In einer verschneiten Winterlandschaft steht 2009 das erste Weihnachtsdorf mit drei Hütten auf dem Thie. Quelle: Frank Hermann (Archiv)

Damit war der Anfang gemacht – und das Vorhaben stieß laut Wölki schnell auf großen Publikumszuspruch. Im Anschluss an den Thie-Umbau konnte das Weihnachtsdorf ab 2011 mit zusätzlichen Verkaufshütten und einem Kinderkarussell auf der Platzmitte weiter wachsen. Drei Jahre später wurde die IG zu einem eingetragenen Verein mit Kerstin Wölki als Leiterin. Vor rund drei Jahren übernahm Ulla Völkner den Vorsitz von Wölki und führt das Weihnachtsdorf mit großem Erfolg weiter – unterstützt von einem freiwilligen Helferkreis aus etwa zehn Frauen und Männern.

Viel ehrenamtliche Arbeit

Hinter dem Weihnachtsdorf, das in diesem Advent noch bis zum 20. Dezember täglich geöffnet hat, steckt viel ehrenamtliche Arbeit. Laut Walter Krull, der 2009 ebenfalls zu den Projektgründern gehörte, wächst das Dorf von Jahr zu Jahr und benötigt deshalb auch immer mehr helfende Hände. „Schließlich beginnen die Vorbereitungen und Planungen immer schon im Januar. Da hängt ’ne Menge dran“, betont Krull.

Auch Ulla Völkner wünscht sich mehr Unterstützung – nicht zuletzt von der Stadt Barsinghausen und von der Geschäftswelt aus der Innenstadt. Sie könne nicht verstehen, dass sich Stadt und Geschäftsleute nicht stärker für das Weihnachtsdorf als stimmungsvollen Publikumsmagneten in der City engagieren. „Jedes Jahr ist es für uns von der IG wie eine Bettelei, wenn wir die Geschäftsleute um einen finanzielle Beteiligung bitten. Dabei profitieren die Läden doch vom Dorf“, sagt Völkner, nach deren Einschätzung viele Gäste aus den Nachbarkommunen eigens für Besuche im Weihnachtsdorf nach Barsinghausen kommen.

Positive BBI-Hilfe

Positiv sei dagegen der Einsatz von der Barsinghäuser Beschäftigungs-Initiative (BBI), deren Mitarbeiter stets beim Auf- und Abbau sowie für handwerkliche Tätigkeiten zur Verfügung stünden. Ohne die BBI-Hilfe, darin ist sich Völkner sicher, gäbe es das Weihnachtsdorf in dieser Form nicht mehr.

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Von Frank Hermann

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