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Barsinghausen Die Astrid-Lindgren-Schule in Kirchdorf bleibt ein Sorgenkind
Umland Barsinghausen Die Astrid-Lindgren-Schule in Kirchdorf bleibt ein Sorgenkind
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17:10 26.03.2019
Schulleiter Erik Dederding (links) überzeugt Bürgermeister Marc Lahmann von der mangelhaften Standfestigkeit einer gerade erst auf dem Schulgelände aufgestellten Sitzgruppe. Quelle: Mirko Haendel
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Kirchdorf

Barsinghausens Bürgermeister hat nach der Winterpause seine Reihe der Dorfrundgänge wieder aufgenommen. Am Montag besuchte Marc Lahmann Kirchdorf, wo es offenbar nur ein größeres Problem gibt: der Zustand der Astrid-Lindgren-Grundschule (ALS).

Erik Dederding nutzte den Ortstermin des Bürgermeisters, um erneut auf die Mängel an der Schule aufmerksam zu machen. Gemeinsam mit etwa zehn Schülern besuchte der Schulleiter die Bürgerversammlung im Vorfeld des Rundgangs. Sie überreichten im Gerätehaus der Ortswehr dem Verwaltungschef mehrere Plakate, auf die sie ihre Wünsche hinsichtlich einer Neugestaltung des Außengeländes zu Papier gemalt hatten. Seitdem die Stadt im August 2017 marode Spielgeräte abbauen musste, besteht der Schulhof nur noch aus einer tristen Betonfläche.

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Schule braucht Duschräume

Den ersten Halt des Rundgangs legten die etwa 20 Teilnehmer daher auf dem Schulgelände ein, auf dem es noch mehr Probleme gibt, als den tristen Schulhof: Beide Dusch- und Sanitärräume der Turnhalle sind bereits seit längerem nur eingeschränkt zu benutzen. Im Raum für die Jungen und Männer sind die Wasserhähne defekt und die Abläufe der Duschen verstopft. Zudem werden mangels Alternativen Tische und Stühle im Sanitärbereich gelagert, wo sie viel Platz rauben. Der Wasch- und Duschraum für die Mädchen und Frauen ist komplett vollgestellt mit Tischtennisplatten und Schränken. „Wir brauchen Duschen für beide Geschlechter“, sagte der Bürgermeister einsichtig und versprach eine Lösung.

ALS-Schulleiter Erik Dederding erläutert Bürgermeister Marc Lahmann die problematische Raumsituation der Aula. Quelle: Mirko Haendel

Mit der Situation im Aulaanbau ist Dederding ebenfalls nicht zufrieden. Dieser werde auch als Mensa und Musikraum genutzt. „Obwohl wir hier eigentlich nur eine Ausgabeküche haben, kocht der Caterer hier. Dann riecht es natürlich extrem nach Essen.“ Der Raum werde darüber hinaus von zahlreichen Vereinen genutzt und nicht immer ausreichend gesäubert, beklagte der Schulleiter. Nach Angaben Lahmanns sei der Vertrag mit dem Caterer bereits im vergangenen Sommer ausgelaufen. Man hoffe, mit Beginn des nächsten Schuljahrs einen Nachfolger gefunden zu haben. Dann werde in Kirchdorf zumindest nicht mehr gekocht.

Einsturzgefahr: Sitzgruppe ist unsicher

Auf dem Außengelände steht hinter der Schulturnhalle seit wenigen Wochen eine hölzerne Sitzgruppe. Wie Dederding mit minimalem Muskelaufwand verdeutlichte, ist die wacklige Sitzgruppe einsturzgefährdet. Der Auftrag wurde von einem Barsinghäuser Bauunternehmen in einer Weise ausgeführt, dass auch Bürgermeister Lahmann sein Unverständnis zum Ausdruck brachte, wie ein Mitarbeiter seiner Verwaltung das Ergebnis abnehmen konnte. Hier müsse das Unternehmen nachbessern, so Lahmann.

Bürgermeister Marc Lahmann (links) als ehemaliger Kirchdorfer weiß von der gefährlichen Verkehrssituation an der Landstraße vor der Kirche. Im Gespräch mit Bürgern versucht er eine Lösung zu finden, diese zu entschärfen. Quelle: Mirko Haendel

Ansonsten hatten die Kirchdorfer in ihrem Dorf wenig zu bemängeln. Der Bürgermeister versprach, prüfen zu lassen, ob ein bereits vorhandenes Halte- und Parkverbotsschild wenige Meter in Richtung der Einmündung der Angerstraße umgesetzt werden könne, um die Verkehrssituation zu entschärfen. In der Wemelstraße wolle sich die Stadt um eine ansehnlichere Gestaltung einer kleinen Fläche links und rechts der Einfahrt zum Haus Nummer zwei kümmern, die Bushaltestelle Kirchdorfer Schule säubern und zudem die Durchlässe des Kirchdorfer Mühlbachs im Unterdorf prüfen, um bei Starkregen Überflutungen vorzubeugen.

Von Mirko Haendel