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Barsinghausen Dorferneuerung: Stadt hat mehr Zeit, um drei Ortsteile aufzuwerten
Umland Barsinghausen

Barsinghausen: Dorferneuerung: Stadt hat mehr Zeit, um drei Ortsteile aufzuwerten

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15:29 10.07.2019
Der nördliche Ortsausgang von Ostermunzel verändert sein Gesicht. Die Fahrbahn der Landstraße wird verengt und neu gestaltet, um das Tempo der Fahrzeuge zu bremsen. Quelle: Andreas Kannegießer
Ostermunzel/Holtensen/Barrigsen

Das Dorferneuerungsprogramm für die drei Ortsteile Ostermunzel, Holtensen und Barrigsen ist bis Ende 2021 verlängert worden. Ein entsprechender Bescheid des Amtes für regionale Landesentwicklung Leine-Weser ist jetzt im Barsinghäuser Rathaus eingegangen. Damit gibt es für die Stadt Barsinghausen die Chance, weitere Entwicklungsprojekte mit erheblichen Landeszuschüssen in den drei Dörfern umzusetzen. Auch private Grundstückseigentümer haben noch die Möglichkeit, Investitionen an ihren Gebäuden aus dem Dorfentwicklungsprogramm bezuschussen zu lassen. Allerdings ist Eile geboten: Für private Eigentümer endet die Antragsfrist am 15. September. Bis zu diesem Tag müssen die Förderanträge beim Amt für Landentwicklung eingegangen sein.

Neuer Ortseingang für Ostermunzel

Mit dem Verlängerungsbescheid für das Programm hat die Stadtverwaltung zugleich auch Bewilligungsbescheide für die im vergangenen Jahr gestellten Zuschussanträge erhalten. Nach Mitteilung des Fachdienstes Planen und Bauen gibt es damit für jedes der drei Dörfer ein Gestaltungsprojekt, das kurzfristig umgesetzt werden kann.

In Holtensen ist die Erneuerung des Gehweges entlang der Von-Holthusen-Straße vorgesehen. Nach den Worten von Stadtplaner Vincent Gogol sehen die Pläne „eine dorfgerechte Pflasterung“ vor. Zudem sollen die Übergänge zu den einmündenden Straßen jeweils barrierefrei gestaltet werden.

In der Von-Holthusen-Straße in Holtensen gibt es zwar schon eine barrierefreie Bushaltestelle. Der Rest der Straße soll im Zuge eines Dorfentwicklungsprojektes aufgewertet und der Gehweg neu gestaltet werden. Quelle: Andreas Kannegießer

In Barrigsen möchte die Verwaltung die Straße Im Wieh gestalterisch aufwerten. Auch dort soll Pflaster verwendet werden, das gut ins dörfliche Gesamtbild passt. Mit einer Begrünung der Straßenseitenräume soll die Straßenfläche optisch gegliedert werden.

In Ostermunzel soll der nördliche Ortseingang ganz neu gestaltet werden. Verkehrsberuhigende Elemente sollen das Tempo der Autos bremsen, die ins Dorf hinein- oder in Richtung Seelze hinausfahren. Laut Stadtverwaltung wird dabei auch der Einmündungsbereich der Straße Am Saalfeld mit in die Planung einbezogen. Vorgesehen sei auch dort eine ins Dorfbild passende Pflasterung, um den Bereich aufzuwerten.

Arbeitskreise in Dörfern diskutieren mit

In allen drei Ortschaften im Dorfentwicklungsprogramm gibt es örtliche Arbeitskreise, mit denen die Stadtverwaltung die geplanten Baumaßnahmen diskutiert und abstimmt. „Derzeit werden die Pläne durch ein Ingenieurbüro ausgearbeitet“, sagt Gogol. Im Anschluss würden die Bauprojekte ausgeschrieben und umgesetzt. Die Gesamtfördersumme der drei Vorhaben liegt laut Stadtverwaltung bei rund 680.000 Euro.

Auch für den Verlängerungszeitraum des Dorfentwicklungsprogramms gibt es in der Stadtverwaltung bereits Pläne. „Zwei oder drei öffentliche Projekte sollten noch umgesetzt werden“, sagt Gogol. Die Stadt als öffentliche Institution hat letztmalig 2020 die Möglichkeit, Förderanträge zu stellen. Sehr konkret ist bereits die Umgestaltung der Straße Am Kampe in Holtensen, der auch der Rat der Stadt bereits zugestimmt hat. Diese nach den Worten von Gogol „kleinteilige Maßnahme“ soll rund 900.000 Euro kosten.

Förderquote für Straßenbau wird gesenkt

Einziges Problem aus Sicht der Stadt: Die übliche Förderquote von etwa 73 Prozent wird für das Projekt Am Kampe wohl nicht erreicht, weil das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium eine geänderte Förderrichtlinie angekündigt hat. Demnach sollen Straßenbauprojekte und Vorhaben „zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität von Straßen, Wegen und dörflichen Plätzen“ künftig nur noch mit maximal 500.000 Euro gefördert werden. Angesichts der prognostizierten Kosten von 900.000 Euro würde die Stadt für den Umbau der Straße Am Kampe 160.000 Euro weniger an Zuschüssen kassieren als nach der alten Regelung. Politik und Verwaltung sind sich allerdings einig: Auch mit einer geringeren Förderquote lohnt sich das Vorhaben für die Stadt immer noch und soll unbedingt in Angriff genommen werden.

Die Straße Am Kampe in Holtensen soll im Zuge der Dorfentwicklung umgebaut und aufgewertet werden. Die Stadt möchte dafür 900.000 Euro investieren. Quelle: Andreas Kannegießer

Von Andreas Kannegießer

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