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Barsinghausen Drei Sportvereine erwarten Geldsegen nach Weydandt-Transfer
Umland Barsinghausen Drei Sportvereine erwarten Geldsegen nach Weydandt-Transfer
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18:39 21.09.2018
Die Sportfreunde Landringhausen verfügen nur über ein kleines Vereinsheim. Ein Teil des ehemals gepachteten Sportgeländes ist mittlerweile eine Pferdewiese. Quelle: Mirko Haendel
Barsinghausen

Der Wechsel von Fußballer Hendrik Weydandt in der Sommerpause vom Regionalligisten 1. FC Germania Egestorf/Langreder zu den Profis von Hannover 96 beschert seinen drei Ausbildungsvereinen einen beträchtlichen Geldsegen. Basierend auf dem Verteilungsschlüssel für dieses Jahr sind es insgesamt fast 80.000 Euro, die vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) und der Deutschen Fußballliga (DFL) aus einem gemeinsamen Topf zur Ausbildungsentschädigung im kommenden Jahr an den 1. FC Germania, den TSV Groß Munzel und die Sportfreunde Landringhausen ausgezahlt werden.

Mit etwa 57.000 Euro wird der größte Betrag ausgerechnet an die Sportfreunde (SFL) als kleinsten der drei Vereine ausgezahlt. Mit gut 16.000 Euro kann die Germania rechnen, dem TSV Groß Munzel, wo Weydandt erstmals im Herrenbereich kickte, stehen etwa 5.400 Euro zu.

Nach der Beförderung Weydandts zum Profi wurden nach eigenen Angaben insbesondere die zwei Vereine aus dem Norden des Stadtgebiets von Anfragen der Presse aus ganz Deutschland geradezu überrannt. Anschließend war oft von Summen zu lesen, die nur selten der Realität entsprachen. „Das hat zu vielen Gerüchten geführt“, sagt Manja von Hugo. Aufgrund der zahlreichen Anfragen ist auf der Homepage des TSV Groß Munzel seit Kurzem zu lesen, dass diese nur noch an Pressesprecherin von Hugo zu richten seien.

Entsprechend vorsichtig wollen sich die Vertreter der Vereine zu der Frage äußern, für was sie denn das zu erwartende Geld einsetzen wollen. Beschränkt in ihren Möglichkeiten sind sie ohnehin. Die Richtlinien von DFB und DFL besagen, dass die zugewendeten Beträge von den Vereinen vorrangig für Zwecke der Nachwuchsarbeit im Fußball verwendet werden sollen. „Wir haben noch nicht einmal eine Ahnung, ob die Auszahlung ein Automatismus ist oder ob wir uns selbst darum kümmern müssen“, sagt Ralf Dismer, Präsident des 1. FC Germania. Sein Verein sei nicht nur stolz darauf, dass Hendrik Weydandt den Sprung von der Germania zu den Profis geschafft habe. Die zu erwartende Summe von über 16.000 Euro sei wirtschaftlich durchaus wichtig für den Verein. „Ein Dorfverein wie wir, der in der Regionalliga spielt, muss sehr gut haushalten. Da war Hendriks Transfer schon ein Glücksfall für uns“, sagt Dismer. Der Präsident betont aber auch: „Wir rechnen und planen erst mit dem Geld, wenn es auf unserem Konto ist.“

Von Hugo sagt hingegen: „Der TSV Groß Munzel ist nicht auf das Geld angewiesen. Wir haben uns noch keine Gedanken über die Verwendung gemacht und freuen uns jetzt erst einmal, dass Hendrik den Sprung zu den Profis geschafft hat.“

Peter Wolfram, Vorsitzender der Sportfreunde aus Landringhausen, ist sich nicht sicher, wie viel Geld sein Verein, bei dem Weydandt laut Niedersächsischem Fußballverband immerhin zwölf Jahre gespielt hat, zu erwarten hat. „Schließlich haben wir ja immer noch eine Jugendspielgemeinschaft mit dem TSV Groß Munzel. Wie die Ausbildungsentschädigung aufgeteilt wird, müssen wir erstmal sehen“, gibt Wolfram zu bedenken. Der Vorsitzende gibt zu, dass die im Raum stehende Summe von über 57.000 Euro „eine Menge Holz“ sei. Ob das Geld die Probleme des SFL lösen kann, ist er sich aber nicht sicher. Der Verein hat aktuell noch 222 Mitglieder, lediglich eine Altherrenfußballmannschaft und noch ein wenig Turnen und Fitness im Angebot. Das Vereinsheim ist eher eine Hütte, und nur ein kleiner Teil des einen noch genutzten Fußballfeldes gehört auch wirklich den Sportfreunden. Ein zweiter Platz wurde vor drei Jahren aufgegeben – er wurde nicht mehr gebraucht. „Der Verein hat in der Tat derzeit nicht viel zu bieten, und er ist überaltert“, gibt Wolfram zu. Aktuell stelle sich der Vorstand eher der Frage, wie das Überleben des Traditionsvereins gesichert werden könne. Erst dann komme die Frage, wie man das Weydandt-Geld einsetzen könnte.

Von Mirko Haendel

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