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Barsinghausen Droht dem Europaverein die Auflösung?
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Barsinghausen: Droht dem Europaverein die Auflösung?

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00:18 16.06.2019
Der Rumpfvorstand des Europavereins schlägt Alarm: Wenn sich nun auch noch Tony O'Brien (hinten links) und Vorsitzender Thorsten Franz wie angekündigt zurückziehen, blieben fast nur noch Petra Becker (vorn links) und Lilli Bischoff übrig. Quelle: Frank Hermann (Archiv)
Barsinghausen

Der Barsinghäuser Verein für Städtepartnerschaften und europäische Kontakte hat große personelle Probleme und fürchtet um seine Zukunft: Vereinsvorsitzender Thorsten Franz und der Koordinator für die Städtepartnerschaft mit Mont-Saint-Aignan, Tony O’Brien, haben für die nächste Jahresversammlung im September ihren Rücktritt angekündigt – aus persönlichen Gründen, wie Franz in einem Schreiben an alle Vereinsmitglieder mitteilt.

Der Rückzug der beiden engagierten Vorstandsmitglieder droht die ohnehin bestehenden Personalprobleme drastisch zu verschärfen: Bereits während der zurückliegenden Jahresversammlungen war es nicht gelungen, alle Vorstandsposten zu besetzen. Nach Mitteilung von Franz sind bereits seit einigen Jahren die Ämter der stellvertretenden Vorsitzenden und des Schriftführers vakant. „Auch der Beirat, der die Arbeit des Vorstands in der Vergangenheit unterstützt hat, ist nicht mehr existent“, teilt Franz den Mitgliedern mit. Ein weiteres Problem stelle die sinkende Bereitschaft unter den Vereinsmitgliedern dar, die Aktivitäten und Veranstaltungen des Vereins aktiv zu unterstützen, schreibt Franz. Der Verein hatte zuletzt rund 260 Mitglieder. Auch deren Zahl war in den vergangenen Jahren bereits deutlich gesunken.

Gruppenbild mit der offiziellen Delegation: Mont-Saint-Aignans Bürgermeisterin Cathérine Flavigny (Dritte von links) begrüßt Vertreter des Barsinghäuser Rates, des Europavereins und weiterer Vereine. Quelle: privat

Vorstand bittet Mitglieder um Hilfe

Während der vergangenen Vorstandssitzungen habe sich der Vorstand intensiv mit der Problematik auseinandergesetzt und verschiedene Szenarien in Erwägung gezogen. „An dieser Stelle schien es uns unabdingbar, alle Mitglieder über den Stand der Dinge in Kenntnis zu setzen und um ihre Mithilfe zu bitten“, heißt es in dem Schreiben weiter. Die Situation ist offenbar eindeutig: Es drohe „eine Auflösung des Vereins, sollten wir nicht in der Lage sein, die vakanten und frei werdenden Vorstandsposten zu besetzen“. Das solle verhindert werden. „Wir brauchen Ihre Hilfe“, beschwört der Vorstand die Mitglieder.

In einem ersten Schritt hat der Vereinsvorstand eine Onlineumfrage organisiert, um unter anderem die Bereitschaft der Mitglieder zur Mitarbeit im Verein abzufragen. Die Vereinsführung will unter anderem wissen, ob die Mitglieder private Kontakte in eine der vier Partnerstädte unterhielten, ob diese Kontakte auch im Falle einer Vereinsauflösung erhalten blieben, ob eine aktive Mitarbeit im Verein für die Befragten vorstellbar sei und welche Bedingungen dafür erfüllt sein müssten.

Onlinebefragung auch offen für Nichtmitglieder

Der weitere Appell an die Mitglieder ist eindeutig formuliert. „Wir möchten Sie bitten, darüber nachzudenken, ob Sie sich eine aktive Mitarbeit an verantwortlicher Stelle vorstellen könnten“, schreibt der Vorstand. Allerdings gebe es auch andere Möglichkeiten der Unterstützung. Der Verein benötige auch Dolmetscher für verschiedene Aktivitäten, die Bereitstellung von Unterkünften und die Mithilfe bei Veranstaltungen.

Die Umfrage richtet sich ausdrücklich auch an Nichtmitglieder. Wer an der anonymen Befragung teilnehmen möchte oder weitere Informationen über den Verein sucht, wird auf der Homepage des Vereins unter der Adresse europaverein.net fündig.

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Von Andreas Kannegießer

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