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Barsinghausen Egestorferin veröffentlicht Fantasy-Debütroman – und kündigt dafür ihren Job
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Barsinghausen: Egestorferin veröffentlicht Fantasy-Debütroman – und kündigt dafür ihren Job

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07:58 11.01.2020
Silvia Aringer ist stolz, endlich ihren Debütroman in den Händen halten zu können. Quelle: Elena Everding
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Egestorf

Den sicheren Job an den Nagel hängen, nochmal komplett von vorne anfangen und das erste eigene Buch schreiben: Diesen mutigen Schritt hat die Egestorferin Sylvia Aringer gewagt – und ihn nicht bereut. Im Dezember ist ihr Debüt-Jugendroman erschienen, ein Fantasy-Abenteuer. Veröffentlicht hat sie das Buch allerdings unter einem Pseudonym.

„Am meisten gefreut habe ich mich, als ich das Buch endlich in den Händen gehalten habe“, erzählt Aringer. Das verwundert nicht, denn die frisch gebackene Buchautorin hat viel Zeit und Arbeit in „Aralina und die Schwellenwesen“ investiert und ebenfalls ein Risiko in Kauf genommen. Schon vor ein paar Jahren beschloss sie, einen Roman über eine Geschichte zu schreiben, zu der ihr die Idee schon lange durch den Kopf schwirrte. „Meine Kinder sagten mir immer: Mama, schreib das auf. Ich merkte allerdings, dass das neben meinem Job nicht funktioniert“, sagt sie. Also kündigte sie 2018 ihre Stelle als Führungskraft.

Geschichte in einem Jahr aufgeschrieben

Das Schreiben an sich sei dann relativ schnell gegangen, erzählt Aringer, innerhalb eines Jahres schrieb sie die Geschichte der 15-jährigen Aralina auf. Die wurde als Kind adoptiert und muss sich auf die Suche nach ihrer wahren Herkunft machen, als eines Tages ein geheimnisvoller Fremder ihr erklärt, dass sie ein sogenanntes Schwellenwesen sei. Daraufhin folgt die Hauptfigur dem Fremden in eine verborgene Stadt und muss sich dort verschiedenen Herausforderungen stellen, um das Rätsel zu lösen.

Inspiriert habe Aringer beim Schreiben ihre Arbeit als Coach mit Jugendlichen. „Ihnen ist die Frage nach der eigenen Identität wichtig. Sie sind kein Kind mehr, aber auch noch nicht erwachsen“, erzählt die Autorin. Wie auch Aralina müssten sie den schwierigen Prozess des Erwachsenwerdens meistern, bei dem die Frage, wo man herkommt und wer man ist, von großer Bedeutung sei. „Fantasy-Geschichten können dabei helfen, reale Probleme in einer Fantasiewelt zu lösen“, erklärt Aringer. Das Buch richtet sich an junge Leser ab 12 Jahre.

Lob für kleinen Verlag

Die Suche nach einem Verlag sei nicht leicht gewesen, denn die meisten lehnten Erstautoren kategorisch ab. Dann stieß sie auf ihren jetzigen Verlag Tredition, bei dem die Autorin direkt ein gutes Gefühl hatte. „Ich musste mir nicht in den Inhalt des Buches hineinreden lassen“, sagt sie. Das wisse sie an dem kleinen Verlag zu schätzen. Überhaupt gehe es ihr nicht in erster Linie um das Verkaufen des Buches. „Ich will jungen Menschen Lesevergnügen bereiten.“ Ihren strengsten Kritiker, ihren 15-jährigen Sohn – eigentlich ein Lesemuffel – habe sie jedenfalls schon einmal überzeugt, sagt die Autorin.

Der wird bald noch mehr Lesestoff haben, denn die Mama arbeitet bereits an einer Fortsetzung von „Aralina“; es soll eine Trilogie werden. Auch die wird unter ihrem Pseudonym „Franziska Richards“ erscheinen. „Ich habe in meinem früheren Beruf viele Fachtexte geschrieben und wollte nicht, dass der Autorenname direkt damit verbunden wird“, erklärt sie. Mit einer Fantasiewelt hatten diese nämlich so gar nichts zu tun: Es ging um Arbeitsrecht.

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Von Elena Everding

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