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Barsinghausen Barsinghäuser an Corona gestorben
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Barsinghausen: Erster Barsinghäuser an Corona gestorben

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15:54 22.03.2020
Quelle: Robert Michael/dpa
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Barsinghausen

In der Region Hannover hat es am vergangenen Freitag erstmals zwei Todesfälle infolge einer Erkrankung durch das Coronavirus gegeben. Es handelt sich dabei um einen 70- und einen 84 Jahre alten Mann. Wie sich jetzt herausstellte, stammt der 70-Jährige aus Barsinghausen. Bei dem Mann, der in einer Klinik der Region Hannover verstarb, soll es sich um einen stadtbekannten Anwalt und Notar handeln.

„Es macht mich tief betroffen“

Bürgermeister Marc Lahmann drückt auf der stadteigenen Homepage sein Mitgefühl aus.„Unsere Anteilnahme gehört der Ehefrau, den Angehörigen und Freunden des Verstorbenen. Es macht mich tief betroffen, dass die Krise in unserer Heimatstadt das erste Opfer gefordert hat“, sagt Lahmann. Der Todesfall solle alle Barsinghäuser mahnen, sich an die Schutzmaßnahmen zu halten und alles Erdenkliche dazu beizutragen, dass sich das Virus nicht weiter ausbreitet.

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Grund zur Hoffnung gibt es nach den ersten gemeinsamen Streifengängen von Ordnungsamt und Polizei: Am Freitagabend und Sonnabendvormittag hatten die Beamten in der Innenstadt überprüft, ob sich die Gewerbetreibenden an die Regelungen der Allgemeinverfügung halten – und eine positive Bilanz gezogen. „Wir haben nur zwei Verstöße gegen die Geschäftsschließungen festgestellt. Die Inhaber haben auf unsere Ansprache hin Verständnis gezeigt und ihre Läden geschlossen“, sagt Ordnungsamtsleiterin Julia Manegold.

Bevölkerung erkennt Ernst der Lage

Nach Angaben des Barsinghäuser Polizei-Chefs, Ludger Westermann, haben auch die Händler des Wochenmarkts reagiert und die Stände in größerem Abstand aufgebaut. „Die Kundinnen und Kunden haben im Gegensatz zu Donnerstag ebenfalls sehr stark auf die einzuhaltende Distanz geachtet“, sagt Westermann. Es zeige sich, dass mittlerweile der Großteil der Bevölkerung den Ernst der Lage erkannt habe. Weiterhin regelmäßig überprüft werden sollen auch Spiel- und Bolzplätze, Grünflächen und Skaterparks.

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Von Sarah Istrefaj

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