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Barsinghausen Faszinierendes Lichtspiel in der Klosterkirche
Umland Barsinghausen

Barsinghausen: Faszinierendes Lichtspiel in der Klosterkirche

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16:08 19.07.2019
Eine Hommage an die Bergbautradition Barsinghausens: Kurt Sohns gestaltete die Fenster der Taufkapelle mit einem Bergmann-Motiv (links) und mit einer Szene aus Daniel in der Löwengrube (rechts): Daniel war Schutzpatron der Bergleute. Quelle: Foto: Frank Hermann (Archiv)
Barsinghausen

In zahlreichen Farbtönen fügen sich acht Glasfenster in die Barsinghäuser Klosterkirche ein. Geschaffen hat sie der aus Barsinghausen stammende Kunstprofessor Kurt Sohns. Die Gästeführerin Ellen Hölscher erzählt am Freitag, 26. Juli, allerlei Wissenswertes über den Künstler und sein Werk bei einer Führung durch die Kirche im Rahmen der Reihe Calenberger Landsommer.

Ein faszinierendes Farbenspiel, welches sich je nach Lichteinfall anders gestaltet, können die Besucher der Klosterkirche dank der Fenster erleben. So erscheint die Kirche immer wieder in einer anderen, außergewöhnlichen Atmosphäre und Lichtstimmung. Sohns hat somit seiner Heimatstadt ein Werk von großer künstlerischer Bedeutung geschenkt.

Während einer Kirchenrenovierung fertigte der Künstler ab dem Jahr 1958 drei sogenannte Apsis-Fenster an, welche hinter dem Altar ihren Platz gefunden haben. Zu sehen sind darauf die Hauptsymbole des christlichen Glaubens. Die Seitenfenster des Chores mit Szenen aus dem Alten und dem Neuen Testament kamen erst später hinzu. Der Künstler vollendete sein Werk schließlich mit den beiden Bleiglasfenstern der Taufkapelle im Jahr 1968, welche auf die Bergbaugeschichte Barsinghausens anspielen. Abgebildet sind darin ein arbeitender Bergmann und Daniel, der Schutzpatron der Bergleute, in der Löwengrube.

„Rot steht immer am Anfang ...“ lautet das Motto der Führung, denn die Farbe ist in ihren verschiedenen Facetten in den Arbeiten immer wieder prominent zu finden. Weil die Fenster selbst den Barsinghäusern oft nicht bekannt sind, bietet Hölscher die Führung mittlerweile seit einigen Jahren an. Nicht nur der Künstler selbst, auch die Macht der Farbe und der Kontrast zwischen Tradition und Moderne werden im Zentrum der Veranstaltung stehen.

Kurt Sohns wurde am 9. Januar 1907 in Barsinghausen geboren. Nach einer Ausbildung zum Bau- und Kunstschlosser an der Altenhofstraße studierte Sohns an der Kunstgewerbeschule Hannover sowie an der Kunstakademie Stuttgart. Bereits 1932 erhielt der Barsinghäuser eine Dozentur für Farbenlehre an der Kunstgewerbeschule Hannover. Nach dem Zweiten Weltkrieg trat er 1948 einen Lehrauftrag an der Technischen Hochschule Hannover an und lehrte bis 1972 als Professor. In dieser Zeit widmete sich Kurt Sohns auch dem künstlerischen Schaffen – mit Öl- und Acrylbildern, Radierungen, Lithografien und mit Kirchenfenstern. Sohns gilt als einer der bedeutenden Künstler Niedersachsens.

Führung „Rot steht immer am Anfang ...“, Freitag, 26. Juli, 14 Uhr. Klosterkirche, Mont-Saint-Aignan-Platz, Barsinghausen. Die Führung dauert zwischen einer und eineinhalb Stunden. Die Kosten pro Person betragen 4 Euro. Eine Anmeldung ist bei Ellen Hölscher unter Telefon (0 51 05) 6 20 13 möglich.

Von Elena Everding

Sie sind ein künstlerischer Schatz mitten in der Heimat: Die acht Kirchenfenster in der Klosterkirche Barsinghausen, angefertigt vom Künstler Kurt Sohns, sind Thema einer Führung am 26. Juli.

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