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Barsinghausen Frauke Voskuhl gibt die Leitung der Volkshochschule ab
Umland Barsinghausen

Barsinghausen: Frauke Voskuhl gibt die VHS-Leitung ab

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13:01 12.07.2019
Der Verbandsvorsitzende Torsten Kölle verabschiedet VHS-Geschäftsführerin Frauke Voskuhl, die zum 1. September in den Ruhestand geht. Quelle: Frank Hermann
Barsinghausen

Für Frauke Voskuhl rückt nach 32 Jahren bei der Volkshochschule (VHS) Calenberger Land der Abschied aus dem Berufsleben näher: Zum 1. September geht die Geschäftsführerin in den Ruhestand. In der Sitzung des Zweckverbandes mit Vertretern aller sechs VHS-Kommunen bedankte sich der Vorsitzende Torsten Kölle für den Einsatz Voskuhls in der Erwachsenenbildung. Als neuer Geschäftsführer übernimmt Kersten Prasuhn aus Loccum am 1. September die VHS-Leitung.

Seit 1987 bei der VHS

Als pädagogische Mitarbeiterin begann Frauke Voskuhl im Jahr 1987 bei der damaligen Deister-Volkshochschule in Wennigsen und leitete anschließend die örtliche Geschäftsstelle bis 2004. „Ich habe die Arbeit in der Volkshochschule sozusagen von der Pike auf gelernt“, sagte Voskuhl. Nach der Fusion von Deister-VHS und der VHS Seelze-Ronnenberg zur neuen Volkshochschule Calenberger Land übernahm sie 2006 zunächst die stellvertretende Leitung und rückte schließlich 2011 zur Geschäftsführerin auf.

„Zuletzt waren es harte Jahre, weil wir ab 2015 innerhalb kurzer Zeit viele zusätzliche Aufgaben in der Integrationsarbeit für Flüchtlinge übernehmen mussten. Aber es hat mir immer viel Spaß gemacht, die Entwicklung unserer VHS voranzutreiben und neue Ideen in Zusammenarbeit mit dem Leitungsteam einzubringen“, erklärte die scheidende Geschäftsführerin.

Blumen zum Abschied

Nach Einschätzung des VHS-Verbandsvorsitzenden Torsten Kölle hat Frauke Voskuhl in leitender Funktion erheblich zur finanziellen Konsolidierung und zur Umstrukturierung der Volkshochschule beigetragen. Zudem sei es „aller Ehren wert, wie sie mit dem Flüchtlingsthema umgegangen ist“, betonte Kölle in der Sitzung und überreichte zum Abschied einen Blumenstrauß sowie Literatur – begleitet vom Applaus der Verbandsvertreter aus den VHS-Kommunen Barsinghausen, Wennigsen, Gehrden, Ronnenberg, Springe und Seelze.

Als Nachfolger tritt Kersten Prasuhn am 1. September seinen Dienst in der VHS-Geschäftsführung an. Bislang leitet Prasuhn den pädagogischen Bereich an der Evangelischen Heimvolkshochschule in Loccum.

Weniger Kursteilnehmer

Laut Frauke Voskuhl muss sich die VHS erneut auf einen inhaltlichen Umbruch einstellen – insbesondere wegen erheblicher Einschnitte bei den Integrations- und Sprachkursen für Flüchtlinge. „Die Anmeldezahlen nehmen ab. Daher sind die Kurse nicht mehr mit 24, sondern allenfalls mit 16 bis 18 Teilnehmern belegt“, erklärte Voskuhl in ihrem letzten Halbjahresbericht. Mit weniger Teilnehmern seien auch weniger Einnahmen verbunden.

Diese Entwicklung sei wegen sinkender Flüchtlingszahlen zwar vorhersehbar gewesen, werde sich in Zukunft aber noch drastischer fortsetzen – zumal das Land Niedersachsen seinen Etat für Sprachkurse deutlich von rund 20 auf nunmehr knapp 6 Millionen Euro reduziert habe. „Für unsere VHS bedeutet dies ein Minus bei den Einnahmen um etwa 160.000 Euro“, betonte die scheidende Geschäftsführerin.

Insgesamt verzeichnete die VHS im ersten Halbjahr 2019 einen Rückgang bei den Unterrichtsstunden um 6,5 Prozent. In Zahlen: 6047 Teilnehmer absolvierten 20022 Unterrichtsstunden in 638 Kursen.

Kernbereich stärken

Gegensteuern wolle die Volkshochschule mit einer Stärkung des pädagogischen Kernbereichs zum Beispiel mit Kultur, Gesundheit, Fremdsprachen und EDV sowie einer Intensivierung der beruflichen Bildungsangebote. Ziel sei zudem, verstärkt junge Menschen für VHS-Kurse zu interessieren – unter anderem mit einem Ausbau der digitalen Bildungsangebote.

Für die digitale Ausstattung ihrer Geschäftsstellen hat die VHS bereits mehr als 60.000 Euro investiert. Bis Ende 2020 sollen weitere rund 90.000 Euro folgen.

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Von Frank Hermann

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