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Barsinghausen Fuchsbau-Gruppen helfen trauernden Kindern
Umland Barsinghausen

Barsinghausen: Fuchsbau-Trauergruppe betreut 50 junge Menschen

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17:23 06.12.2019
Fuchsbau-Leiterin Erika Maluck (rechts) und Koordinatorin Cornelia Manke (von links) freuen sich über die Spendenübergabe von Katharina Schulz und Gerhard Kaatz von der Firma Pirtek Interflexx. Quelle: Frank Hermann
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Barsinghausen

Die Fuchsbau-Trauergruppe für Kinder und Jugendliche feiert im September 2020 ihr zehnjähriges Bestehen. Dazu plant der Fuchsbau unter anderem eine Ausstellung mit Bildern, die in den vergangenen Jahren von trauernden Kindern gemalt wurden. Zur Finanzierung der Zehn-Jahres-Feier und weiterer Fuchsbauangebote trägt unter anderem eine 1000-Euro-Spende der Firma Pirtek Interflexx aus Laatzen bei.

Neue Gruppe für Fünfjährige

Immer mehr trauernde Kinder und Jugendliche, die einen lieben Menschen verloren haben, nutzen die Hilfe im Fuchsbau des Ambulanten Hospizdienstes Aufgefangen. „Mittlerweile betreuen wir rund 50 Jungen und Mädchen im Alter von fünf bis 19 Jahren“, sagt Leiterin Erika Maluck. Für die Trauerbegleitung der Fünfjährigen hat das Team aus nahezu 30 ehrenamtlichen Helfern zuletzt eine neue Mini-Gruppe eingerichtet. „Die jüngsten benötigen eine Eins-zu-Eins-Betreuung, darauf haben wir mit der neuen Gruppe reagiert“, erläutert Maluck, die gemeinsam mit Jörn Döhnert die Trauergruppen für junge Menschen hauptamtlich koordiniert.

Kinder und Jugendliche trauern anders als Erwachsene – von dieser Erfahrung lassen sich die Fuchsbau-Helfer in ihrer Arbeit leiten. „Hier im Lebenshaus dürfen die Kinder lachen und weinen, ihren Emotionen freien Lauf lassen. Wir wollen ihnen das Schwere von der Seele nehmen und neue Kraft geben“, betont Erika Maluck.

Gefühlswelt in Bildern

Viele Kinder und Jugendliche haben ihre Gefühlswelt während der Trauerphase in ausdrucksstarken Bildern festgehalten. Darin bringen die Jungen und Mädchen ihre Emotionen mit großer Offenheit zur Geltung. „Da sitzt der verstorbene Bruder mit einer Trompete direkt neben Gott im Himmel, oder auf einem anderen Bild sitzen die Verstorbenen auf einer Insel“, berichtet die Fuchsbau-Leiterin.

Aus Anlass des zehnjährigen Fuchsbau-Bestehens im September 2020 soll eine Ausstellung in der Stadtsparkasse mehrere dieser Bilder präsentieren. Außerdem will die Trauerbegleitung eine Rückschau auf die Entwicklung seit 2010 halten. „In dieser Zeit haben wir unsere Angebote stetig ausgebaut und unser Helferteam erweitert“, betont Erika Maluck. Zuletzt seien zehn neu ausgebildete Helfer hinzugekommen. „Nur mit dieser Unterstützung können wir die wachsenden Aufgaben bewältigen. Fast 50 Kinder und Jugendliche zeigen, dass wir dringend gebraucht werden.“

Auf Spenden angewiesen

Für diese Hilfe ist der Fuchsbau komplett auf Spenden angewiesen – denn anders als die Sterbebegleitung wird die Trauerarbeit nicht von den Krankenkassen mitfinanziert. Eine Spende von 1000 Euro haben Katharina Schulz und Gerhard Kaatz von der Firma Pirtek Interflexx aus Laatzen am Freitag an Erika Maluck und an Koordinatorin Cornelia Manke überreicht. Anstelle von Weihnachtskarten und Kundengeschenken hat sich die Firma dazu entschlossen, soziale Einrichtungen zu unterstützen.

„Der Fuchsbau leitet eine wichtige und wertvolle Arbeit, die wir mit unserer Spende fördern wollen“, betont Gerhard Kaatz, der gemeinsam mit Mitarbeiterin Katharina Schulz die 1000 Euro an den Fuchsbau überreichte.

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Von Frank Hermann

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