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Barsinghausen Goetheschüler müssen ihr kreatives Talent beweisen
Umland Barsinghausen Goetheschüler müssen ihr kreatives Talent beweisen
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14:45 08.03.2019
Zur Kunst gehören auch Fotos, dank einer Drohne von oben: Liam (15, von links), Nicolaas (14) und Hauke (15) lassen die Drohne fliegen.
Zur Kunst gehören auch Fotos, dank einer Drohne von oben: Liam (15, von links), Nicolaas (14) und Hauke (15) lassen die Drohne fliegen. Quelle: Stephan Hartung
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Barsinghausen

Das war mal Kunst-Unterricht der anderen Art: „Wir hatten keine Ahnung, was uns erwartet. So etwas macht man eben nicht jeden Tag“, sagte Carolin. Sie ist Neuntklässlerin der KGS Goetheschule. Für diesen Jahrgang galt von Mittwoch bis Freitag das Projekt Thementage. In dieser Zeit standen Kreativität, Bewegung und Neugier im Mittelpunkt. Carolin war mit ihrer Gruppe zu Gast in Hannover-Ahlem und erstellte Kunstwerke in den Rosebusch Verlassenschaften (siehe Kasten).

„Dort lagen so viele Materialien rum – wir durften alles benutzen und haben uns einfach inspirieren lassen“, berichtete die Neuntklässlerin. Die Ergebnisse präsentierte das Team „Plastische Kunst und Fotografie“ auf einer Stellwand – die Bilder zeigen die Werke, von einem Scherben auffegenden Roboter bis zur künstlerisch verzierten Blumenvase.

Das ist die Rosebusch Verlassenschaft

Viele Schüler der KGS Goetheschule verbrachten in dieser Woche die Thementage im hannoverschen Stadtteil Ahlem. Dort haben die Künstler Almut und Hans-Jürgen Breuste vor rund 20 Jahren ein ehemaliges Umspannwerk zu einem Ort des Erinnerns gemacht und es „Rosebusch Verlassenschaften“ getauft: Lazarettliegen, Gasmasken und Listen von Todesopfern gehören genauso zum Inventar wie Reifen, Schrott, rostige Stahlteile, alte Maschinen und jede Menge Staub. Aus all diesen Hinterlassenschaften, die an dunkle Zeiten deutscher Geschichte erinnern, durften die Schüler Kunstwerke erstellen – aber natürlich nicht mit in die Schule nehmen, von daher zeugen in der KGS Fotos auf Stellwänden vom Workshop in Ahlem.

Ebenfalls in Ahlem erlebte Greta den Workshop. Die Aufgabe von ihrem Team „Klang der Natur“: Musik machen. „Wir haben von zu Hause Materialien mitgebracht und festgestellt, wie gut doch alte Tassen klingen“, berichtete die 15-Jährige. Das Produkt stellte sie mit Mitschülerinnen in der Aula vor – wohlwollend registriert von Zehntklässlern, die interessiert zuhörten.

Der Jahrgang neun, während der Thementage komplett vom regulären Unterricht befreit, war aber nicht nur in Ahlem aktiv. Einige Schüler führten in der KGS Theaterstücke auf, andere gaben im Besucherbergwerk Barsinghausen kleine Konzerte inklusive des Einsatzes von Trommeln. Insgesamt gab es zehn verschiedene Workshops. Und wenn in der Schule schon Kreativität gefragt ist, dann gehören auch ungewöhnliche Bilder dazu. Liam, Nicolaas und Hauke ließen eine Drohne fliegen und sorgten für eindrucksvolle Fotos des Geländes an der Goethestraße aus der Vogelperspektive.

„Die Schüler haben sehr engagiert gearbeitet und in den Workshops tolle Ergebnisse erzielt“, sagte Thomas Mayer. Der Lehrer der KGS, Obmann für darstellendes Spiel und Koordinator für Kultur, war Mitorganisator der Thementage. „Die Schüler sollten zwar auch lernen, wie man sich und seine Arbeit präsentiert. Im Mittelpunkt stand bei den Thementagen aber die Kreativität“, sagte Mayer. Und davon zeigten die Schüler reichlich.

An Stellwänden zeigen die Schüler die Ergebnisse ihrer Workshops. Quelle: Stephan Hartung

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Von Stephan Hartung