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Barsinghausen Grüne dringen auf mehr Einsatz für den Schutz der Natur
Umland Barsinghausen

Barsinghausen: Grüne dringen auf mehr Einsatz für den Schutz der Natur

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18:12 04.12.2019
Blühende Wiesen wie auf diesem Bild – die wünschen sich die Grünen im Rat von Barsinghausen. Quelle: Archiv (Symbolbild)
Barsinghausen

Die Stadt Barsinghausen soll dem Bündnis Kommunen für biologische Vielfalt beitreten, ein Konzept für Baumpflanzungen erstellen und weitere Blühflächen anlegen. Das fordert die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in ihren Anträgen zum Doppelhaushalt.

Bedeutung von Natur stärken

Im Februar 2012 haben sich 60 Gemeinden, Städte und Landkreise zum Bündnis Kommunen für biologische Vielfalt zusammengeschlossen. Das neue Bündnis stärkt die Bedeutung der Natur im unmittelbaren Lebensumfeld des Menschen und rückt den Schutz der biologischen Vielfalt in den Blickpunkt. Bereits vor 19 Jahren hatten die Kommunen einen ersten Schritt in die Richtung einer gemeinsamen Initiative mit der Deklaration „Biologische Vielfalt in den Kommunen“ getan. Die Grünen beantragen nun, dass die Stadt diese Deklaration unterzeichnet und dem Bündnis beitritt.

„Eine Mitgliedschaft der Stadt Barsinghausen verspricht zusätzliche Impulse und wertvolle Unterstützungsleistungen für die Naturschutzarbeit vor Ort. Voraussetzung für die Mitgliedschaft im Bündnis ist die Unterzeichnung der oben genannten Deklaration sowie die Zahlung eines jährlichen Mitgliedsbeitrags in Höhe von 165 Euro“, sagt Fraktionsvorsitzender Christian Röver.

Bäume pflanzen mit Konzept

Der Klimawandel mache sich auch in Barsinghausen immer mehr bemerkbar, sagen die Grünen. Als Beispiel nennen sie die vielen kranken Bäume, über deren notwendige Fällung die Verwaltung in der Oktobersitzung des Bau- und Planungsausschusses berichtet hatte. Die gefällten Bäume sollen möglichst schon im kommenden Frühjahr von neuen ersetzt werden, die für Trockenheit und Hitze besser geeignet sind. Die Grünen fordern daher, dass die Verwaltung ein Konzept für Ersatzpflanzungen und vorsorglich auch für die Pflanzung weiterer Bäume erstellt. Nach dem Wunsch der Grünen-Fraktion sollen dafür in den Jahren 2020 und 2021 jeweils 10.000 Euro bereitgestellt werden. „Diese Summe reicht für jeweils 25 bis 40 hochstämmige Laubbäume.“

Mehr Blühflächen für die Stadt

Zudem beantragen die Grünen, dass die Verwaltung auf städtischen Grünflächen blühende Blumen pflanzt und ergänzend dazu ein Konzept zum Schutz von Insekten erstellt. Für die Anlage von Blühflächen schlägt die Fraktion Flächen auf Kreisverkehren, an Straßenrändern, an den Ortseingängen, auf ökologischen Ausgleichsflächen sowie auf Ackerrändern vor.

Insekten anlocken

Auch soll die Stadt insektenfreundlich gestaltet werden – etwa mit der Schaffung von Nistmöglichkeiten in Totholz, der Auswahl regionaler Wildsaatgutmischungen und Kräuter, der Pflanzung von Büschen und Bäumen, die den Tieren als Nahrungsquelle dienen. Für das Mähen der Flächen sollten Jahreszeiten ausgewählt werden, in denen sich keine Insekten in den Pflanzen aufhalten.

Grüne fordern WLAN für Flüchtlingsunterkünfte

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hat beantragt, die Flüchtlingsheime in Barsinghausen mit WLAN auszustatten und möchte dafür jeweils 3000 Euro pro Jahr in den Haushalt einstellen. Einen kabellosen Zugang zum Internet gibt es bisher in den Unterkünften an der Einsteinstraße, am Rottkampweg sowie an der Hannoverschen Straßen nicht. Die Flüchtlinge benötigten das Internet aber, um ihren Verpflichtungen nachkommen zu können, begründeten die Grünen ihren Antrag. Unter anderem müssten sie Formulare herunterladen und ausfüllen, E-Mails schreiben und sich informieren. Zudem könnten sie auf diesem Weg Internetsprachkurse belegen, um Deutsch zu lernen. Sie nutzten das Internet auch, um Kontakt mit ihren Familien in den Terrorländern wie Irak, Iran und Syrien herzustellen, aus denen sie geflüchtet seien, argumentieren die Grünen und ergänzen: „Der Internetzugang ist heutzutage ein Menschenrecht. In Zeiten von Freifunk kann es kein Problem sein, auch denen, die Schutz bei uns gesucht haben, die Nutzung des Internets zu ermöglichen.“

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