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Barsinghausen So stellen sich die Grundstückseigentümer den neuen Rottkampweg vor
Umland Barsinghausen

Barsinghausen: Grundstückseigentümer stellen ihre Pläne für den Rottkampweg vor

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15:15 28.11.2019
Zum ersten Mal kommen Grundstückseigentümer des geplanten Neubaugebiets am Rottkampweg, unter anderem Andreas Zessler (rechts), und Anwohner zusammen. Quelle: Lisa Malecha
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Egestorf

Wie könnte die Bebauung auf dem geplanten Neubaugebiet am Rottkampweg aussehen? Darüber haben nun die Eigentümer der Grundstücke informiert und sich den Fragen von Interessenten und Anwohnern gestellt. Das Neubaugebiet ist umstritten. Die Ackerflächen beiderseits des Rottkampweges gelten als eines der letzten Areale in Egestorf für eine innerörtliche Bebauung. Anwohner aber befürchten eine zunehmende Verkehrsbelastung, das Verschwinden einer Naherholungsfläche und die Zerstörung einer wichtigen Frischluftschneise.

Barsinghausen braucht Zuwachs“

„Ich bin aus Hannover hergezogen, damit wir es besser haben und jetzt errichtet man hier irgendwelche Bunker vor meinem Fenster“, kritisierte etwa ein Anwohner die Pläne für das Neubaugebiet. Grundstückseigentümer Karl-Heinz Neddermeier meinte, dass eine massive Bebauung mit mehrstöckigen Gebäuden nicht geplant sei. Bei der Bebauung solle darauf geachtet werden, dass sich die neuen Häuser gut in die Umgebung einpassen.

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Barsinghausen braucht Zuwachs“, betonte Neddermeier und wies auf die gute Lage des Neubaugebiets hin – denn dort gebe es innerhalb eines Umkreises von einem Kilometer alles, was man brauche, vom Arzt über den Bahnhof bis hin zu Einkaufsmöglichkeiten. Auch aus Gründen des Umweltschutzes gebe es keine Bedenken, sagte Neddermeier.

Reihenhäuser, Bungalows und Senioren-WG geplant

Neddermeier und Lars Meier planen auf ihrem Grundstück den Bau von Bungalows und eingeschossigen Häusern mit ausgebautem Dach. Andreas Zessler, der ebenfalls Land am Rottkampweg besitzt, möchte Reihenhäuser bauen. Seine Häuser sollen maximal zweigeschossig werden, sagte er. Wichtig sei ihm vor allem, dass er generationenübergreifendes Wohnen ermögliche. Zudem wolle er jungen Familien die Chance geben, günstig an Eigentum zu kommen.

Burkhard Lango, Besitzer der Fläche, auf der sich heute die Kleingärten befinden, will in Eigenregie bauen – nach und nach. Seine Vorstellung: Auf dem Grundstück sollen Bungalows und eine Senioren-WG entstehen. Lango sagte, dass es sich bei seinem Grundstück nicht um eine Kleingartenanlage sondern um Grabeland handele, das vertraglich eigentlich nur mit einjährigen Pflanzen bestellt werden dürfe.

Bisher habe er die Kleingärtner geduldet, doch nun wolle er auf dem Grundstück seine Baupläne realisieren. Seinen Pächtern habe er schon gekündigt, allerdings bestehe kein zeitlicher Druck für sie, ihre Gärten zu verlassen. Immerhin stehe er noch ganz am Anfang der Planung und könne nicht alles auf einmal realisieren, sagte Lango. Von der Stadtverwaltung, der die Fläche neben dem Flüchtlingswohnheim gehört, war keiner bei der Versammlung anwesend.

Dieses Grundstück am Rottkampweg gehört der Stadt. Quelle: Lisa Malecha

Bedarf für Wohnraum ist groß

Das potenzielle Neubaugebiet ist insgesamt rund 47.000 Quadratmeter groß, davon könnten nach erster Einschätzung des Planungsbüros Stadtlandschaft knapp 36.000 Quadratmeter Grundstücksflächen vermarktet werden. Bereits 2016 hatte der Rat der Stadt die Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 212 für den Rottkampweg beschlossen. Im Frühjahr dieses Jahres waren die Pläne wegen der anhaltend großen Nachfrage nach Wohnraum deutlich erweitert worden.

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Von Lisa Malecha

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