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Barsinghausen Im Mardin-Integrationsladen in der City packen Flüchtlinge kräftig mit an
Umland Barsinghausen

Barsinghausen: Horizonte-Verein eröffnet Madin-Integrationsladen für Flüchtlinge in der Innenstadt

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19:06 12.06.2019
Sie kümmern sich in der Startphase um den Betrieb im Mardin-Integrationsladen: Jutta Volz (von links), Khaery Khodeda, Cajo Volz und Frank Roth. Quelle: Frank Hermann
Barsinghausen

 Flüchtlinge sollen Einblicke in die Arbeit in einem Einzelhandelsgeschäft bekommen – und dabei ihre Deutschkenntnisse verbessern: Das ist das Ziel des Ladengeschäfts „Mardin-Market & Meeting“ an der Marktstraße 3–5, des neuen Integrationsprojekts des Horizonte-Vereins. Horizonte betreibt den Laden auf eigene Kosten in der Barsinghäuser Innenstadt, seit Kurzem gibt es dort internationale Lebensmittelspezialitäten aus den Herkunftsländern vieler Zuwanderer.

Bei der Eröffnung des Mardin-Geschäftes nutzen viele Kunden das internationale Spezialitätenangebot. Quelle: Frank Hermann

Unter der Anleitung von Jutta Volz und Frank Roth vom Horizonte-Verein mit Sitz in Großgoltern erlernen die Geflüchteten im täglichen Geschäftsbetrieb die Grundlagen wirtschaftlichen Handelns: Dazu gehören Warenkunde und -einkauf ebenso wie Preiskalkulationen, Personaleinsatz, der Umgang mit einer einfachen Ladenkasse sowie die Entsorgung von Wertstoffen wie Pappe, Folien und Holzpaletten. „Zwei bis drei Leute könnten wir wohl gleichzeitig in einem dreimonatigen Praktikum betreuen“, erläutert Frank Roth als Initiator des Integrationsladens.

Flüchtlinge beraten die Kunden

Im Sortiment von Mardin, benannt nach einer Stadt im türkisch-syrisch-irakischen Grenzgebiet, gibt es zum Beispiel Sesam-Öl und Feigengelee aus dem Irak, Gurken aus Ägypten, grüne Oliven aus Marokko, Datteln aus Tunesien, Kaffee und Tee aus der Türkei. „Mit diesen leckeren Spezialitäten kennen sich die geflüchteten Menschen bestens aus und können die Kunden entsprechend beraten. Dieses Wissen trägt zu mehr Selbstbewusstsein und Motivation im Praktikum bei“, erklärt Roth.

Außerdem sollen die Praktikanten in persönlichen Kundengesprächen Kontakt zu Barsinghäusern bekommen. Mithilfe solcher Gespräche könnten die Flüchtlinge ihre Deutschkenntnisse verbessern und mehr Routine im Umgang mit der Sprache entwickeln. „Daran fehlt es den Zuwanderern vielfach. Sie lernen zwar Deutsch im Sprachunterricht, können ihre neuen Fähigkeiten aber nicht trainieren, weil der persönliche Kontakt zu Deutschen fehlt“, betont der Horizonte-Vorsitzende.

Im Mardin-Erzählcafé erklingt internationale Musik. Quelle: Frank Hermann

Zum Mardin gehört außerdem ein kleines Erzählcafé mit einer Sitzecke für rund zehn Personen. Dort können sich Kunden und Passanten bei Kaffee und Tee zu Gesprächen treffen. Darüber hinaus plant der Verein öffentliche Veranstaltungen im Erzählcafé zu unterschiedlichen Themen. Den Anfang macht am Sonnabend, 15. Juni, ab 13.30 Uhr eine Vortrags- und Gesprächsrunde über das Thema „Die Gewalt ist männlich“.

Das „Mardin-Market & Meeting“ an der Marktstraße 3–5 öffnet montags bis sonnabends jeweils von 9 bis 19 Uhr.

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Von Frank Hermann

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