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Barsinghausen Hunderte Überstunden geleistet: Schulsekretärinnen warten vergeblich auf Geld
Umland Barsinghausen

Barsinghausen: Hunderte Überstunden geleistet: Schulsekretärinnen warten vergeblich auf Geld

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16:11 09.09.2019
Im Hannah-Arendt-Gymnasium im Schulzentrum Am Spalterhals haben die Sekretärinnen derzeit viel mehr Arbeit, als sie schaffen können. Über die Abgeltung der Überstunden gibt es Streit. Quelle: Andreas Kannegießer
Barsinghausen

Zwischen der Schulleitung des Hannah-Arendt-Gymnasiums (HAG) und der Stadtverwaltung gibt es Differenzen wegen der hohen Zahl von Überstunden, die im Sekretariat der Schule anfallen. Besonders ärgerlich ist HAG-Schulleiterin Silvia Bethe darüber, dass sich die Verwaltung bisher weigert, den Sekretärinnen die Überstunden zu bezahlen.

In der jüngsten Sitzung des Schulausschusses berichtete Bethe, dass im vergangenen Schuljahr im Sekretariat des HAG insgesamt 480 Überstunden geleistet worden seien. Grund dafür ist offenbar die zu geringe Personalausstattung des Gymnasiums mit Sekretärinnen. Das HAG hat bei 1017 Schülern wöchentlich 82 Sekretariatsstunden zur Verfügung. Zum Vergleich: In der Goetheschule (KGS) sind es dagegen bei 940 Schülern 94 Stunden.

Unterschiedliche Arbeitgeber in Schulen

„Unsere Sekretärinnen können ihre Arbeit nur im Wege regelmäßig anfallender Überstunden bewältigen“, sagte Bethe. Seit mindestens zwei Jahren versuche die Schule bereits, eine Aufstockung der Sekretariatsstunden zu erreichen. Die Stadtverwaltung habe eine Neuberechnung des Personalschlüssels angekündigt, sagte Bethe. „Es passiert aber nichts.“

Die Bediensteten an den Schulen haben unterschiedliche Arbeitgeber: Während die Lehrkräfte Landesbedienstete sind, sind die Sekretärinnen und Hausmeister beim Schulträger angestellt, in diesem Fall bei der Stadt Barsinghausen. Im HAG führe der Mangel an Sekretariatsstunden mittlerweile dazu, dass Mitglieder der Schulleitung Aufgaben wie die Girokontenführung oder statistische Arbeiten übernähmen, sagte Bethe. „Das sind Schulträgeraufgaben.“

Neuberechnung schwierig

Die Schulleiterin mahnte energisch an, dass den Sekretärinnen die angefallenen Überstunden endlich ausgezahlt werden müssten. Die Überstunden seien schließlich angeordnet und erbracht worden. Eine weitere Verzögerung sei auch aus arbeitsrechtlicher Sicht höchst bedenklich, betonte Bethe. „So kann das nicht weitergehen.“

Die Stadtverwaltung erkennt die Schieflage beim Personalschlüssel zulasten des Gymnasiums offenbar grundsätzlich an. „Ja, da kann was nicht stimmen“, sagte der Erste Stadtrat Thomas Wolf. Er verwies aber auch darauf, dass die Neuberechnung überaus schwierig sei und das Ergebnis nicht kurzfristig vorliegen werde. Der Auftrag dazu sei im Sommer erteilt worden, sagte Wolf.

Kritik aus der Politik

Die Weigerung der Stadtverwaltung, den HAG-Sekretärinnen die Überstunden zeitnah auszuzahlen, begründete der Erste Stadtrat mit Unklarheiten über deren Aufgabenverteilung. „Wir müssen sehen, welche Aufgaben die Sekretärinnen für das Land und für die Stadt leisten“, sagte Wolf.

In der Politik kommt die Strategie der Verwaltung nicht gut an. Peter Messing (SPD) plädierte für eine rasche Bezahlung der Überstunden, Markus Neugebauer (UWG) wies auf drohende Motivationsprobleme der Sekretärinnen bei weiteren Verzögerungen hin. Ulrike Westphal (Grüne) sprach von einem „Armutszeugnis“ für die Stadt Barsinghausen – auch weil das eigenverantwortliche Handeln der Schulen erklärtes Ziel sei.

Die Stadtverwaltung erbat sich Zeit bis zur nächsten Sitzung des Schulausschusses. „Dann werden wir Vorschläge machen, wie wir im Übergangszeitraum verfahren können“, kündigte Wolf an.

Von Andreas Kannegießer

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