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Barsinghausen Im Fuchsbau sammeln die Kinder neue Kraft
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Barsinghausen: Im Fuchsbau sammeln die Kinder neue Kraft

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12:11 25.06.2019
Wolfgang Urban vom Kampfkunstcenter aus Nordgoltern zeigt den Kindern einige Positionen zur Selbstverteidigung. Quelle: Frank Hermann
Barsinghausen

Trauernde Kinder wieder stark machen – darauf konzentrieren sich die Fuchsbau-Gruppen im Ambulanten Hospizdienst Aufgefangen. Im Mittelpunkt steht dabei das Bemühen, den Jungen und Mädchen neue emotionale Kraft zu geben. Zum ersten Mal hat der Fuchsbau jetzt einen Versuch gestartet, die Kinder und Jugendlichen auch körperlich wieder nach vorne zu bringen: Wolfgang Urban vom Kampfkunst-Center aus Nordgoltern zeigte im Fuchsbau einige Handgriffe und Formationen zur Selbstverteidigung.

„In der Trauerphase hängen viele junge Menschen richtig durch. Unsere Aufgabe ist es, sie auf sozialer und emotionaler Ebene wieder aufzubauen, sie zu stärken“, erläutert Jörn Döhnert, hauptamtlicher Fuchsbau-Mitarbeiter. Neu ist nun die Idee, den Kindern und Jugendlichen auch körperlich wieder neue Kraft zu vermitteln.

Wolfgang Urban vom Kampfkunstcenter aus Nordgoltern zeigt den Kindern einige Positionen zur Selbstverteidigung. Quelle: Frank Hermann

Laut Döhnert habe bei vielen Kindern in der Trauerphase das Selbstbewusstsein sehr gelitten. Mithilfe einer neuen körperlichen Herausforderung könne es gelingen, die innere Anspannung bei den jungen Leuten zu lösen. „Sie sollen gezielt etwas Wut und Frust ablassen können“, beschreibt Döhnert den neuen Ansatz für die Trauerbewältigung in den Kinder- und Jugendgruppen.

Training zum ersten Mal

In Kooperation mit dem Kampfkunst-Center aus Nordgoltern hat der Hospizdienst zum ersten Mal eine Trainingseinheit im Lebenshaus für zehn- bis 15-jährige Jungen aus den Trauergruppen angeboten. Als Fachmann leitete Wolfgang Urban den Einsteigerunterricht. Urban betreibt seit 25 Jahren Kampfsport und gibt seit etwa zwölf Jahren regelmäßig Trainingsstunden für Kinder.

„Hier können die Kinder ihren inneren Stress richtig auspowern. Übungen zur Selbstbehauptung helfen, das Selbstwertgefühl wieder zu steigern“, erläutert Urban beim Trainingsauftakt.

Etwas Neues ausprobieren

Weitere Übungsstunden mit Kinder und Jugendlichen aus den Fuchsbau-Gruppen sollen folgen. „Es geht darum, etwas Neues auszuprobieren. Nach den ersten Stunden wollen wir dann sehen, wie die Reaktionen ausfallen. Und dann schauen wir, ob wir dieses Projekt weiterführen“, kündigt Jörn Döhnert an.

Derzeit besuchen etwa 45 Kinder und Jugendliche die vier Trauergruppen im Fuchsbau oder erhalten auf Wunsch auch eine Einzelbetreuung. Fuchsbau-Leiterin Erika Maluck und Jörn Döhnert koordinieren als hauptamtliche Kräfte den Einsatz von rund 25 ehrenamtlichen Helfern.

Auskünfte über den Ambulanten Hospizdienst und über die Fuchsbau-Trauergruppen für Kinder und Jugendliche gibt es auf der Internetseite www.aufgefangen.de.

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Von Frank Hermann

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