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Barsinghausen Interkulturelle Woche beginnt mit der Geschichte einer Rettung von Flüchtlingen
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Barsinghausen: Interkulturelle Woche beginnt mit der Geschichte einer Rettung von Flüchtlingen

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06:02 25.09.2019
Willi Schlüter hat den 65 Zuschauern in der Mariengemeinde die Geschichte von Vito nähergebracht. Quelle: privat
Barsinghausen

„Das Stück ging unter die Haut“, sagte Pastorin Uta Junginger, nachdem sie den Theatermonolog „Das Boot ist voll“ gemeinsam mit rund 65 weiteren Zuschauern im Gemeindehaus der Mariengemeinde verfolgt hatte. Der Schauspieler Willi Schlüter habe die Besucher in seinen Bann gezogen. Und tatsächlich entwickelt Schlüter alias Vito mit seinem Monolog eine unglaubliche Nähe und nimmt die Gäste mit zu den dramatischen Ereignissen des 3. Oktober 2013.

An diesem Schicksalstag versinkt ein mit 545 Flüchtlingen völlig überladener Kutter vor der Küste Italiens. Viele ertrinken. Vito Florino, Besitzer eines Eiscafés auf Lampedusa, wird Zeuge des Dramas – er rettet 47 der Gekenterten, obwohl er selbst früher „Ressentiments gegenüber Schwarzen“ hatte. Plötzlich wird er, der ehemalige Wähler der Liga Nord, zum Lebensretter und stellt diejenigen infrage, die sich weigern, die ertrinkenden Menschen aus dem Wasser zu ziehen.

Schauspieler besucht echten Vito jährlich

Zum Auftakt der interkulturellen Woche hatte der Willkommenskreis der Mariengemeinde „Willkommen in Basche“ zu der eindrucksvollen Inszenierung eingeladen. „Das Stück war brillant inszeniert und nahm ein hochbrisantes Thema auf“, sagte Junginger und bedankte sich für die eindrucksvolle Vorstellung. Der Schauspieler selbst besucht jedes Jahr den „echten Vito“ auf Lampedusa und trifft die damals Geretteten, die jedes Jahr am 3. Oktober ihre „Neugeburt“ feiern.

Willi Schlüter hat den 65 Zuschauern in der Mariengemeinde die Geschichte von Vito nähergebracht. Quelle: privat

Nach dem Theaterstück konnten die Gäste noch das Gespräch mit dem Schauspieler suchen. Zudem hatten die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen von „Willkommen in Basche“ ein Büfett vorbereitet, dessen Speisen von Bewohnerinnen der Flüchtlingswohnheime zubereitet wurden.

Gudrun Chopin lädt zur Lesung ein

Spenden gingen sowohl an die Organisation „Jugend rettet“ als auch an „Willkommen in Basche“. Junginger bedankte sich auch für die gute Integrationsarbeit, die die Ehrenamtlichen leisteten. Als Nächstes lädt der Willkommenskreis für Dienstag, 5. November, zu einer Lesung mit Gudrun Chopin ein. Beginn ist um 19.30 Uhr. Das nächste Treffen ist für Dienstag, 12. November, um 19 Uhr im Gemeindehaus geplant. Neue Interessierte sind willkommen.

Das gesamte Programm der interkulturellen Woche in Barsinghausen finden Sie hier.

Von Lisa Malecha

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