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Barsinghausen Mitarbeiterinnen im Ruhestand – wer übernimmt Bibliothek in Goetheschule?
Umland Barsinghausen

Barsinghausen: KGS-Bibliothek schickt Mitarbeiterinnen in Ruhestand – und hat keine Nachfolger

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07:00 30.10.2019
Marion Sauer (links) und Petra Bildau haben ihren letzten Tag an der KGS. Quelle: Sarah Istrefaj
Barsinghausen

Sie waren zwölf und 28 Jahre an der Kooperativen Gesamtschule (KGS) und kümmerten sich hingebungsvoll um die Schulbücherei: Petra Bildau und Marion Sauer lassen die Bibliothek nun hinter sich und gehen zum 1. November in den verdienten Ruhestand. Am Dienstag sind die beiden KGS-Mitarbeiterinnen von Schulleitung, Personalrat und Bürgermeister Marc Lahmann feierlich verabschiedet worden. Die Schule steht nun vor einem Problem: Es gibt noch keine Nachfolger.

Marion Sauer erlebte vier Schulleiter

„Dass Sie beide uns verlassen, ist ein Verlust. Ich habe Sie als kompetent und flexibel erlebt. Vor allem aber haben Sie sich bei schulischen Projekten immer wieder mit eingebracht – das ist nicht die Regel“, lobte Schulleiter René Ehrhardt die Arbeit von Bildau und Sauer. Vier Schulleiter hat Sauer in den 28 Jahren an der Goetheschule erlebt, für die Stadt arbeitet sie aber schon länger. „Sie haben vor 45 Jahren bei uns ihre Ausbildung gemacht“, wusste Bürgermeister Lahmann zu berichten und überreichte beiden Frauen Präsente zum Abschied.

Die Freude über den Ruhestand wird jedoch von dem Umstand geschmälert, dass es derzeit noch keine Nachfolger für die Bibliotheksarbeit gibt. „Für uns ist es unbefriedigend, unsere Stellen zu hinterlassen, ohne jemanden einzuarbeiten“, sagte Sauer. Seit April wisse die Stadt von ihrem Ausscheiden, um neue Mitarbeiter habe sie sich bislang aber nicht gekümmert. Auch KGS-Leiter Ehrhardt äußerte seinen Unmut über die Situation: „Wir mussten die Schüler darüber informieren, dass die Bibliothek vier Wochen oder länger schließen muss. Zwar richten wir einen Notdienst für Standardwerke wie Atlanten und Schulbücher ein, aber die Bibliothek als Rückzugsort für Pausen wird es nicht geben.“

Vorstellungsgespräche laufen nächste Woche

Warum die Stadt die Ausschreibung nicht rechtzeitig veranlasst habe, konnte Lahmann auf Nachfrage nicht im Detail beantworten. Natürlich sei dies aber eine Situation, die man so nicht wolle, sagte er. Mittlerweile sei die Ausschreibung aber erfolgt. Laut der Personalratsvorsitzenden Jennifer Preusker sind für die kommende Woche einige Vorstellungsgespräche vorgesehen. Zwar suche man zu sofort, eilig habe man es jetzt aber auch nicht mehr. „Wir wollen die bestmöglichen Bewerber auswählen, da warten wir am Ende lieber noch zwei Monate, dafür haben wir dann aber die richtigen“, sagte sie.

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Von Sarah Istrefaj

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