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Barsinghausen Kitas: SPD und Grüne sehen Versäumnisse bei der Stadtverwaltung
Umland Barsinghausen

Barsinghausen: Kinderbetreuung: SPD und Grüne sehen Versäumnisse bei der Stadtverwaltung

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16:05 05.06.2019
Die Ratsfraktionen von SPD und Grünen werfen der Stadtverwaltung beim Thema Kinderbetreuung erhebliche Versäumnisse vor. Quelle: Caroline Seidel/dpa
Barsinghausen

Die Barsinghäuser SPD und die Bündnisgrünen sind wegen der Engpässe bei der Kinderbetreuung nicht gut auf die Stadtverwaltung zu sprechen. Die SPD fordert umgehend „einen realistischen Plan“ von der Verwaltung, wie der Notstand beseitigt werden könne. Die Grünen fordern, dass alle Prioritäten der Verwaltung „eindeutig im Kitabau“ zu setzen seien.

„Verwaltung hat Ziel verfehlt“

„Die betroffenen Eltern sind zu Recht sauer auf die Verwaltung“, schreibt SPD-Ortsvereinsvorsitzender Reinhard Dobelmann in einer Stellungnahme. Trotz vollmundiger Ankündigungen im Jahr 2017 sei es der Verwaltungsspitze seitdem nicht gelungen, ausreichend Betreuungsplätze zu schaffen. Der Rat habe der Verwaltung das Ziel vorgegeben, den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz zu gewährleisten. „Dieses Ziel hat die Verwaltung deutlich verfehlt“, kritisiert Dobelmann. Der Erste Stadtrat Thomas Wolf mache es sich zu einfach, wenn er die Verantwortung für die Misswirtschaft beim Land suche.

Dass infolge der Gebührenfreiheit die Nachfrage nach Betreuungsplätzen steigen würde, sei vorhersehbar gewesen und in anderen Kommunen auch bewältigt worden. „Erschreckend ist, dass die Realisierung geplanter Projekte in der Stadt nicht vorankommt“, meint Dobelmann und verweist unter anderem auf die geplante Kindertagesstätte Gänsefüßchen, die vor fast zwei Jahren in einer Sondersitzung des Rates beschlossen worden sei. „Der Bebauungsplan ist noch in weiter Ferne“, kritisiert der Sozialdemokrat und kündigt eine Aktuelle Stunde zum Thema Kinderbetreuung für den nächsten Sozialausschuss an. „Dann wird die Verwaltung Rede und Antwort zu stehen haben.“

Grüne wollen Container als Notlösung

Ähnlich argumentieren auch die Barsinghäuser Grünen. Ihre Planung zur Bedarfsdeckung fliege der Stadtverwaltung jetzt um die Ohren, kritisiert Ratsherr Frank Roth. Bei den großen Vorhaben wie etwa der Kita Gänsefüßchen und dem Kindergarten III in Egestorf mit zusammen 118 Plätzen habe die Stadt „Augenwischerei betrieben“. Aus Sicht der Grünen bleiben für das nächste Kindergartenjahr nun nur schnelle Notlösungen, wie etwa das Aufstellen von Containern und die Anmietung von Wohnungen. Die Grünen wollen die protestierenden Eltern nach Kräften unterstützen.

„Wir fordern eine kurzfristige, umfassende und öffentliche Information der Eltern“, sagt Grünen-Fraktionsvorsitzender Christian Röver. Kritisch beurteilen die Grünen das Vergabeverfahren für die Kindergartenplätze. „Offenbar funktioniert es nicht und muss auf den Prüfstand“, meint Roth. Auch die Kommunikation zwischen Stadt und Eltern müsse verbessert werden, finden die Grünen. „Wenn Kindergartenplätze fehlen, bedroht dies letztlich die wirtschaftliche Existenz von jungen Familien, die in Barsinghausen leben wollen.“

Von Andreas Kannegießer

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