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Barsinghausen Künstler spießt die Welt der Pädagogik satirisch auf
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Barsinghausen: Künstler Fink spießt die Welt der Pädagogik satirisch auf

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18:58 24.01.2020
Künstler und Pädagogien-Erfinder Michael Fink aus Berlin führt die Besucher durch die Ausstellung. Quelle: Frank Hermann
Barsinghausen

Pädagogien der Vielfalt“ – so heißt eine Ausstellung des Berliner Künstlers und Satireautors Michael Fink, die am Wochenende in der Volkshochschule (VHS) Calenberger Land zu sehen ist. Die humorvoll zugespitzte Präsentation greift Alltagssituationen und Rahmenbedingungen aus der Kindertagesbetreuung auf und begleitet mehrere VHS-Workshops zu pädagogischen Themen. Zur Eröffnung hat Fink die Besucher am Freitagnachmittag durch die Ausstellung geführt.

Künstler und Pädagogien-Erfinder Michael Fink aus Berlin führt die Besucher durch die Ausstellung. Quelle: Frank Hermann

In einem Gemeinschaftsprojekt haben VHS und Stadtverwaltung das Bildungspaket mit Workshops und Ausstellung geschnürt. „Wir wollten nicht einfach eine weitere Fachtagung zu den Konzepten und Methoden der modernen Kinderbetreuung, sondern haben uns für diese interessante Kombination von Pädagogik und Pädagogien entschieden“, erläuterte die VHS-Fachbereichsleiterin Nadja Heinrichs.

Eine Welt mit eigenen Regeln

Fink stellt in seiner Wanderausstellung das Land Pädagogien vor – ein Land, in dem die Pädagogen leben. „Das ist eine ganz spezielle Welt mit ihren eigenen Regeln. Mein Pädagogien soll die Besucher dazu bringen, über bestimmte Dinge zu schmunzeln und darüber miteinander ins Gespräch zu kommen“, sagte Fink bei der Eröffnung.

Künstler Michael Fink ermöglicht den Besuchern den Blick durch die rosarote Brille. Quelle: Frank Hermann

Bereits vor etwa 15 Jahre habe er damit begonnen, seinen Pädagogien-Kosmos nach und nach zu entwickeln. Dazu gehören zum Beispiel kleine Nachbauten im Puppenstubenformat für die Geld-spielt-keine-Rolle-, die My-Child-First- und die Restekita-Pädagogik – und ganz neu auch für die Digital-Pädagogik. Direkt nebenan ermöglicht Fink den Blick durch die Rosarote- oder durch die Lost-Generation-Brille. Und am Anfang der schmalen Bildungsautobahn steht ein großes Stoppschild.

Vielfalt der Kinder akzeptieren

„Der Künstler schafft es, Dinge aus der Pädagogik zuzuspitzen, um sie satirisch aufspießen zu können“, sagte VHS-Geschäftsführer Kersten Prasuhn. Nach Einschätzung von Barsinghausens Erstem Stadtrat Thomas Wolf steht der Titel „Pädagogien der Vielfalt“ insbesondere auch für die Aufforderung an die Betreuungseinrichtungen und deren Fachpersonal, die Kinder in ihrer Vielfalt zu akzeptieren und bei sich aufzunehmen.

Satirisch überspitzt: Am Anfang der Bildungsautobahn steht ein Stoppschild. Quelle: Frank Hermann

Die Ausstellung ist am Sonnabend und Sonntag, 25. und 26. Januar, jeweils von 9 bis 18 Uhr sowie am Montag, 27. Januar, während der üblichen Öffnungszeiten im VHS-Gebäude am Langenäcker zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Mehrere Workshops

Außerdem laufen parallel mehrere Workshops zu pädagogischen Themen wie etwa „Vielfalt lernen – ganz einfach?“ und „Vielfalt in der Elternarbeit begegnen“. Für diese Workshops haben sich laut Heinrichs insgesamt mehr als 80 Teilnehmer angemeldet. „Überwiegend Erzieherinnen aus Betreuungseinrichtungen in Barsinghausen und Umgebung, aber auch einige aus der Kindertagespflege“, sagte die Fachbereichsleiterin.

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Von Frank Hermann

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