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Barsinghausen Wenn das Büro papierlos wird: So schafft Lyreco es, sich auf dem Markt zu behaupten
Umland Barsinghausen

Barsinghausen: Lyreco in Bantorf will sich in den kommenden zwei Jahren vergrößern

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12:26 11.09.2019
Lyreco-Logistikdirektor Steffen Hochhaus führt die Besucher der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU durch die Lyreco-Hallen. Quelle: Lisa Malecha
Bantorf

Der Büroartikelkonzern Lyreco will in Bantorf weiter wachsen – in den kommenden Jahren soll ein Anbau die Logistikhalle um 18.000 Quadratmeter vergrößern. „Ziel ist es, dass der Anbau 2021/2022 in Betrieb genommen werden kann“, sagte Lyreco-Logistikdirektor Steffen Hochhaus im Rahmen eines Besuchs der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) des CDU Stadtverbands Barsinghausen.

Derzeit führe das Unternehmen Gespräche mit der Stadt und schaue, inwiefern der Bebauungsplan für das Vorhaben geändert werden müsse.

Dritter Bauabschnitt wird der letzte am Standort sein

Seit 2003 hat Lyreco seine Lagerhallen in Bantorf, 2007 wurde das Lager dann noch einmal um 15.000 Quadratmeter erweitert. Heute stehen in Bantorf 35.000 Quadratmeter Lagerfläche zur Verfügung. In den Hallen arbeiten 170 Mitarbeiter. Zusätzlich werden zeitweise bis zu 60 Zeitarbeiter im Lager beschäftigt.

Lyreco-Geschäftsführer Marc Gebauer stellt das Unternehmen vor. Quelle: Lisa Malecha

Genau ein Jahr nach der Erweiterung des Lagers wurde die Entscheidung getroffen, dass auch die Hauptverwaltung in Bantorf neu gebaut werden soll. Also entstanden 2009 auf rund 5.800 Quadratmetern zusätzlich 150 neue Büroarbeitsplätze, Trainingsräume sowie ein großer Kantinen- und Küchenbereich.

Und nun will sich das Unternehmen erneut vergrößern. In einem dritten Bauabschnitt soll das Lager nochmals um 18.000 Quadratmeter vergrößert werden. Es wird die letzte Vergrößerung des Lagers an diesem Standort sein. „Danach ist es sinnvoller, ein zweites Lager im Süden Deutschlands zu bauen“, sagt Hochhaus.

Lyreco geht neue Wege

Während eines Rundgangs besichtigten die Gäste die rund 35.000 Quadratmeter große Logistikfläche. In der riesigen Halle werden die Artikel aus dem Lyreco-Sortiment gelagert und für den Versand an die Kunden vorbereitet. Lyreco bietet das gesamte Spektrum des Bürobedarfs an, liefert inzwischen aber auch komplette Büroausstattungen sowie persönliche Schutzausrüstungen, Kaffee, Kekse bis hin zur eigenen Toilettenpapier-Linie. So stelle sich der Betrieb für die Zukunft auf.

Die beladenen Kartons werden vollautomatisch verschlossen und mit der Versandadresse versehen. Quelle: Lisa Malecha

„Wir spüren die Auswirkungen der ’papierlosen Büros’“, begründet Lyreco-Geschäftsführer Marc Gebauer. Denn Digitalisierung bedeute vor allem auch Dematerialisierung. Daher werde immer geschaut, was Kunden sonst noch benötigen. Das Ergebnis: Rund 8.800 Artikel hat Lyreco derzeit im Sortiment.

Unternehmen findet keine Azubis

Zudem gehe man auch immer mehr in den Dienstleistungsbereich. Unter anderem hat das Unternehmen ein Start-up gekauft, das eine App entwickelt hat, mit der Mitarbeiter Meetingräume buchen können. „Wir haben die App so erweitert, dass man auch freie Schreibtische reservieren kann“, sagt Gebauer. Zudem sollen Mitarbeiter über die App auch sehen können, wo der Kollege gerade sitzt, den sie sprechen möchten. Lyreco will vermehrt auch Lösungen für digitale Büros finden. „Diesen Service könnten wir unseren Kunden gegen Bezahlung zur Verfügung stellen“, sagt Gebauer.

Arbeit gibt es bei Lyreco also genug. Doch das Unternehmen habe Probleme damit, Nachwuchs zu finden. „In diesem Jahr haben wir keinen einzigen Azubi gefunden“, sagt der Logistikdirektor. Unter anderem bildet Lyreco in Bantorf Fachlageristen, Kaufmänner und Fachkräfte für Lagerlogistik aus. „Aber geeignete Bewerber gibt es immer seltener“, sagt Hochhaus. Anfangs habe das Unternehmen noch auf die Zusammenarbeit mit den örtlichen Schulen gesetzt, doch das habe kaum Früchte getragen. Die Kooperationen wurden daher eingestellt.

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