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Barsinghausen Mannschaft des Jahres – die Kandidaten
Umland Barsinghausen

Barsinghausen: Mannschaft des Jahres – die Kandidaten zur Sportlerwahl 2019

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10:09 22.02.2020
d Quelle: Collage HAZ
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Barsinghausen

Fünf erfolgreiche Teams sind für die Wahl zur Mannschaft des Jahres in Barsinghausen nominiert. Lernen Sie die Kandidaten kennen – und stimmen Sie hier für die Sportlerwahl ab!

TSV Barsinghausen (Fußball)

Die 1. Herren des TSV Barsinghausen ist als Mannschaft des Jahres nominiert. Quelle: privat

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Robert Just wechselte nach Wunstorf, Marcel Dunsing fiel die gesamte Hinrunde verletzt aus – doch auch ohne die beiden Leistungsträger ist der TSV Barsinghausen unaufhaltsam durchgestartet. „Wir haben das gut kompensiert, das war großer Mannschaftssport“, sagt Trainer Dennis Herrmann. Nur am 1. Spieltag waren seine Kicker einmal nicht Tabellenführer, zum Schluss feierten sie mit klarem Vorsprung die Meisterschaft in der Bezirksliga und nach dreijähriger Abwesenheit die Rückkehr in die Landesliga. Inzwischen hat Herrmann den Kader verjüngt – der Erfolg ist geblieben: Als Aufsteiger steht das TSV-Team in der höchsten Spielklasse des Bezirks im gesicheren Mittelfeld, und bei fünf Turniersiegen unterm Hallendach demonstrierte es in diesem Winter auf dem Weg zum Sportbuzzer Masters ebenso seine Dribbelkünste. Worüber sich auch Klaus-Jürgen Dallmann freut. „Wenn man eine Mannschaft mit großem Leistungswillen hat, die sich mit dem Verein identifiziert, dann ist sie ein sehr gutes Aushängeschild“, sagt der Vorsitzende des Gesamtvereins.

HV Barsinghausen (Handball)

Die 1. Handball-Damenmannschaft des HV Barsinghausen ist als Mannschaft des Jahres nominiert. Quelle: privat

Auflösungserscheinungen? Von wegen! Mittlerweile spricht man beim HV Barsinghausen nur noch von einem Betriebsunfall. Ein Jahr nach dem Abstieg aus der Landesliga, als das Frauenteam des HVB mit großen Personalproblemen zu kämpfen hatte, ist es nun wieder in diese Spielklasse zurückgekehrt. „Dank eines unheimlichen Zusammenhalts“, wie Trainer Jürgen Löffler betont. „Die Mannschaft hat es damals verbockt, aber sie geht gemeinsam durch dick und dünn und bügelt dann so etwas wieder aus.“ Als souveräner Meister der Regionsoberliga mit 41:3 Punkten gewann der HVB im Duell der Staffelsieger gegen die SF Söhre außerdem die Regionsmeisterschaft. Obendrauf gab es noch ein „Schmankerl“, als das Vorstandsmitglied Gerd Köhler den 24:18-Sieg gegen Arminia Hannover im Finale des Regionspokals bezeichnet. Durch die Verpflichtungen der Wolfenbüttelerin Celina Blume und Mareike Schröder von der SG Misburg hat sich zudem die Personallage entspannt – es sieht nicht danach aus, als sollte der Landesligist wieder in Schieflage geraten. „Wir können geschmeidig mitspielen“, sagt Löffler.

TC RW Barsinghausen (Tennis)

Die 1. Herren des TC RW Barsinghausen ist als Mannschaft des Jahres nominiert. Quelle: privat

Die guten, alten Regionalligazeiten liegen für den TC Rot-Weiß Barsinghausen weit zurück, umso größer ist bei Jürgen Baumgarten die Freude über den Erfolg der 1. Herren in der vergangenen Sommerrunde. Seit 43 Jahren im Vorstand tätig, erlebte er mit, wie sich „aus guten Freunden über lange Zeit“ eine harmonierende Mannschaft entwickelte, die beim Saisonfinale gegen die TG Hannover II das i-Tüpfelchen auf eine starke Serie setzte: 4:2-Sieg, Verbandsligameister mit 12:0 Punkten, Aufstieg in die Landesliga. „Das hat uns selbst überrascht. Aber mit jedem weiteren Spiel hat es sich irgendwann auch abgezeichnet“, sagt Baumgarten. Zumal seine Söhne Jörn und Nils sowie Valdet Kastrati, Marwan Blazek und Timo Hardte erneut auf die Unterstützung ihres „Flying Dutchman“ setzen konnten, wie Baumgarten den Niederländer Yoran Verschoor liebevoll nennt. Der 35-Jährige, der in der höchsten Division seines Heimatlandes mehrere Meistertitel eingeheimst habe, „kommt immer gern zu uns“, sagt Baumgarten. Mit seiner 6:0-Bilanz in Einzel und Doppel verhalf der „Fliegende Holländer“ nun auch Rot-Weiß zum Höhenflug.

TSV Barsinghausen (Leichtathletik)

Das Marathon-Team des TSV Barsinghausen ist als Mannschaft des Jahres nominiert. Quelle: privat

Es war Winter, nasskalt und ungemütlich, eine Erkältung wollte nicht verschwinden – Andreas Kramer und Thomas Kreie ließen sich davon trotzdem nicht stoppen. „Zu dieser Jahreszeit muss man sich ohnehin schon zusammenreißen, um bei diesen Witterungsbedingungen zu trainieren. Aber es war ja für die Mannschaft“, sagt Kramer. Also, nichts wie raus und Kondition tanken, wenn auch nicht ganz so intensiv wie Teamkollege Michael Kendelbacher, der in der Vorbereitung auf den Hannover-Marathon mehr als zehn Läufe absolvierte, meistens über 35 Kilometer. Der Aufwand hat sich für das Trio vom TSV Barsinghausen gelohnt: Als schnellstes Marathonteam in Hannover lief es in 8:33,20 Stunden zugleich zum Landesmeistertitel. „Darauf sind wir sehr stolz. Das war so nicht vorauszusehen“, sagt Kramer, zumal in diesem Jahr kein anderes niedersächsisches Team eine bessere Zeit hinzulegen vermochte. Für Kramer und Kreie war es nicht der einzige Mannschaftserfolg auf Landesebene. Zusammen mit Kersten Koschoreck holten sie außerdem den Meistertitel in der Seniorenklasse M50/M55 nach Barsinghausen.

TSV Kirchdorf (Turngruppen-Wettstreit)

Die Turnerinnen des TSV Kirchdorf sind als Mannschaft des Jahres nominiert. Quelle: privat

Seit vielen Jahren treten sie für den TSV Kirchdorf in der gleichen Formation an, auch wenn die eine oder andere der zehn Turnerinnen ihren Lebensmittelpunkt inzwischen verlegt hat. Leonie Danner etwa, die jetzt in München studiert, zum gemeinsamen Training für den Turngruppen-Wettstreit aber wieder an den Deister zurückkehrt, meistens in der Ferienzeit. Wenn sie nicht dabei sein kann, schickt man ihr Videos, auf denen zu sehen ist, was es für den nächsten Auftritt einzustudieren gilt – schließlich geht es für die Kirchdorfer TGW-Frauen nicht selten um Zehntelpunkte. Das war bei der deutschen Meisterschaft der Erwachsenen in Regensburg nicht anders. Als Vizemeister der vorherigen Saison angereist, belegten sie unter 35 Mannschaften diesmal den 7. Platz – nur 0,25 Zähler fehlten dem Team von Trainerin Saskia Rehn zu den Medaillenrängen, die es anvisiert hatte. Was die Kirchdorferinnen in ihren drei ausgewählten von acht Disziplinen zu leisten vermögen, ließ sich indes schon zuvor bei der Landes- und der norddeutschen Meisterschaft beobachten: Nach dem Turnen, Tanzen und Medizinballweitwurf lagen sie zweimal auf dem zweiten Rang.

 Alle Artikel zur Sportlerwahl Barsinghausen finden Sie hier.

Von Dirk Hermann