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Barsinghausen Martin Spier holt Kultur in die Stadt
Umland Barsinghausen Martin Spier holt Kultur in die Stadt
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15:25 02.10.2018
Gemeinsam mit Kathi Prüfer und Julia Franke hat Martin Spier das Musical "Backbeat" nach Wunstorf geholt. Quelle: privat
Barsinghausen

Kulturelle Veranstaltungen in seine Heimatstadt bringen – das ist das Ziel von Martin Spier. Der 17-Jährige holt nun unter anderem ein erfolgreiches Hamburger Mikromusical in den Zechensaal und organisiert eine Krimi-Lesung. Weitere Veranstaltungen sind geplant.

Kultur jeglicher Art – seien es Musical, Theaterstücke, Konzerte oder Ausstellungen – interessieren den ehemaligen HAG-Schüler schon lange. Im vergangenen Jahr half er dann bei der Organisation des Bealtes-Musicals Backbeat, das er in Kooperation mit Calenberger Cultour & Co nach Wunstorf holte. „Das hat mir viel Spaß gemacht, ich hatte allerdings dank CC&Co. kein finanzielles Risiko“, sagt Martin, der in Egestorf wohnt. Danach stand für ihn fest: „Ich will Kulturmanagement studieren.“

Martin Spier will mehr Kultur nach Barsinghausen bringen. Quelle: privat

Im August diesen Jahres hat er nun sein Fachabitur gemacht, doch bevor er sein Studium als Kulturmanager beginnt, will er zunächst etwas Erfahrung sammeln. „Ich bin ja noch jung und nehme mir deshalb ein Jahr Zeit, bevor ich mich an der Uni einschreibe“, sagt der 17-Jährige. Da kam ihm die Idee, eigenständig Veranstaltungen zu organisieren. „Es sollte mehr Kultur in Barsinghausen geben“, sagt er. Dafür wolle er sich engagieren.

Unter anderem hat er eine Regional-Krimi-Lesung mit Thorsten Sueße nach Barsinghausen geholt. „Sueße habe ich beim Beatles-Stammtisch Hannover kennengelernt, zu dem wir beide regelmäßig gehen“, sagt er. Nachdem er das Buch „Schöne Frau tote Frau“ von ihm gelesen hatte, habe er ihn einfach angesprochen. Schnell wurde klar, dass nur ein Lesungstermin nicht reicht. „Die erste Veranstaltung war ohne Werbung sofort ausgebucht – auch die zweite füllte sich so schnell, dass ich schließlich noch eine dritte organisiert habe“, sagt er. Anfang November wird der Autor nun im Gasthaus Söhle zu Gast sein.

Das sind die Veranstaltungstermine

Krimi-Autor Thorsten Sueße liest gleich drei Mal aus seinem Bucht „Schöne Frau, tote Frau“, in dem es um eine Mordserie in der Region Hannover geht. Die Lesung am Sonnabend, 3. November, um 19 Uhr im Gasthaus Söhle ist bereits ausgebucht. Für die Lesung am Sonntag, 4. November, um 16 Uhr sind noch rund 40 und für die am Sonntag, 4. November, um 19 Uhr sind noch Restkarten erhältlich. Karten kosten 8 Euro und sind im Gasthaus Söhle, per E-Mail an Martin_Spier@web.de, unter Telefon 0152 57673791 sowie im Bücherhaus am Thie erhältlich. Alle Kartenbesitzer nehmen automatisch an einer Tombola teil, bei der pro Lesung jeweils zwei Bücher verlost werden.

Am Freitag, 16. November, stehen dann Cornelia Schirmer und Delio Malär mit ihrem Mikromusical „Auf alten Pfannen lernt man kochen“ auf der Bühne im Zechensaal. Beginn ist um 20 Uhr, Einlass bereits ab 19 Uhr. Karten für die Aufführung kosten 24, ermäßigt 21 Euro und sind bei Martin Spier unter Telefon 0152 57673791 sowie per E-Mail an martin_spier@web.de erhältlich.

Auch das Hamburger Mikromusical „Auf alten Pfannen lernt man kochen“ ist dank Martin im Zechensaal zu sehen. Das Duo Cornelia Schirmer und Delio Malär präsentieren dort im November eine Show mit Spielszenen und Musik. „Delio hat schon bei Backbeat mitgespielt – und uns als Dank für die Organisation zu seinem Musical eingeladen“, sagt Martin. Kurzerhand habe er den Schauspieler und Musiker nach Barsinghausen eingeladen – und dieser hat zugesagt. „Die Organisation macht mir Spaß und ich denke ich bin in der Lage, das Stück gut zu vermarkten“, sagt er zuversichtlich. Und wenn die Zuschauer aus bleiben? Das sieht Martin gelassen. „Dann habe ich noch genug andere Veranstaltungen, um das Minus wieder gut zu machen.“

Seine Ziele sind ehrgeizig, immerhin hat er keinen Verein und auch kein Team hinter sich, das ihm unter die Arme greift. „Ich mache alles selber, rede mit der Feuerwehr wegen Brandschutz, schließe Versicherungen ab, organisiere Sicherheitskräfte – alles Dinge, an die man als Besucher einer Veranstaltung nicht denkt“, sagt er. Das nehme schon viel Zeit in Anspruch. „Und ich arbeite nebenbei ja auch selbstständig als Lektor und transkribiere auch Texte“, sagt er. Das alles unter einen Hut zu bringen sei eine große Herausforderung.

Eines seiner Hobbies sind Münzen: Martin hat unter anderem selbstentworfene "800 Jahre Egestorf"-Münzen verkauft. Quelle: privat

Zudem will er auch seine Hobbys nicht ganz vernachlässigen. „Die sind eher ungewöhnlich für mein Alter“, sagt Martin, der seit er 14 ist einen Oldtimer VW Käfer besitzt und pflegt. „Ich kann es kaum erwarten ihn bald auch endlich fahren zu dürfen“, sagt der 17-Jährige. Zudem singt er im Chor und sammelt Souvenir-Medaillen. „Diese Münzen, die von einer Walze plattgewalzt und mit Motiven versehen werden“, sagt er. Um die 4000 Stück hat er bereits –und mittlerweile besitzt er einen eigenen Automaten und erstellt eigene Münz-Motive für Feiern.

Er hat schon viele weitere Ideen und auch einige Veranstaltungen sind so gut wie organisiert. „Im Januar werde ich eine musikalische Lesung mit dem Titel ’Ein Abend mit einem Bealte“ im Corvinus-Zentrum in der Wennigser Mark anbieten. Hierzu wird ein John Lennon-Imitator an den Deister kommen, aus dem Leben der Beatles erzählen und deren Lieder singen. Zudem steht Martin in Gesprächen mit einer Simon & Garfunkel Revival Band, die er gerne nach Barsinghausen holen möchte. „Da warte ich eigentlich nur darauf, dass ich 18 werde, damit ich den Vertrag selber unterzeichnen kann“, sagt er. Denn bislang müssen das seine Eltern für ihn übernehmen – zumindest bis Martin volljährig ist.

Von Lisa Malecha

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