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Barsinghausen Nabu-Mitglieder retten jungen Waldkauz
Umland Barsinghausen Nabu-Mitglieder retten jungen Waldkauz
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11:15 25.04.2019
Der vom Nabu gerettete junge Waldkauz mit dem flauschigen Federkleid blickt recht zutraulich in die Welt. Quelle: Privat
Barsinghausen

Mitglieder der Barsinghäuser Ortsgruppe des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) sind am Mittwoch als Tierretter im Einsatz gewesen. Mitarbeiter eines Containerdienstes am Egestorfer Kirchweg hatten am Vormittag in einem Container zwischen Metallschrott einen jungen, noch flugunfähigen Waldkauz entdeckt und den Nabu um Hilfe gebeten. Ortsgruppenvorsitzende Elke Steinhoff und ihr Mitstreiter Karl Närmann wussten Rat: Sie bargen den jungen Kauz und betteten das Tier mit dem flauschigen Federkleid in einen leeren Container nebenan um. Dieser Container sei rundum so verschlossen worden, dass Katzen oder Marder nicht hineingelangen könnten, berichtet Steinhoff. Nur von oben bleibt der Container für flugfähige Tiere zugänglich. „Das Alttier kreiste bereits über uns und beobachtete die Bergungsaktion“, sagt die Nabu-Vorsitzende. Närmann und Steinhoff sind sehr optimistisch, dass das Jungtier von seiner Mutter weiter versorgt wird, bis es flügge wird und allein aus dem schützenden Container herausfliegen kann.

Viele Vögel seien Nestflüchter und verließen ihr Nest in noch nicht flugfähigem Zustand, erläutern die Nabu-Experten. In dieser Zeit seien Katzen, Hunde und Marder ihre größten Feinde. „Die Alttiere aber füttern und verteidigen ihre Jungen weiter, auch immer außerhalb des Nestes.“ Gebüsch, Hecken und Unterholz seien dabei lebenswichtige Sicherheitszonen gegen die Beutegreifer.

Laut Nabu gilt also für Finder: Jungtiere sollten am besten am Fundort liegen gelassen, aber aus unmittelbaren Gefahrenzonen – etwa von Straßen – geborgen werden. „Haartiere wie Kitze oder Hasen darf man niemals anfassen, sie werden dann von den Eltern wegen des menschlichen Geruchs nicht mehr angenommen“, betonen Steinhoff und Närmann. Verletzte Tiere nehmen das Wisentgehege in Springe oder die Wildtier- und Artenschutzstation in Sachsenhagen an.

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Von Andreas Kannegießer

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