Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Barsinghausen Nabu wendet sich gegen Pläne zum Verkauf von Grundwasser
Umland Barsinghausen

Barsinghausen: Nabu wendet sich gegen Pläne zum Verkauf von Grundwasser

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:02 08.09.2019
Streitobjekt Trinkwasser: Naturschützer sind dagegen, dass in Eckerde mehr Trinkwasser gefördert wird, als Barsinghausen selbst benötigt. Quelle: Oliver Berg
Barsinghausen

In der Diskussion um den Neubau des Wasserwerks Eckerde und den möglichen Verkauf von Wasser, dass die Einwohner Barsinghausens selbst nicht benötigen, hat sich auch der örtliche Naturschutzbund (Nabu) zu Wort gemeldet. In einem offenen Brief an Rat und Verwaltung lehnen die Vorsitzende Elke Steinhoff und ihr Stellvertreter Olaf von Drachenfels die Plänen der Verwaltungsspitze zum Wasserverkauf ab. Zugleich fordert die Nabu-Ortsgruppe, dass das Aufbereitungsverfahren für das neue Wasserwerk so gewählt wird, dass unbedingt auch Nitrate und andere Schadstoffe aus dem Wasser entfernt werden können.

„Das Thema Wasser gehört wie die Luft und der Boden zu den besonders schützenswerten Gütern unserer Lebensgrundlage. Deshalb ist es geboten, damit besonders schonend, sparsam und sorgfältig umzugehen“, heißt es in dem offenen Brief. Steinhoff und von Drachenfels erläutern sodann die aktuelle Situation in der Region Barsinghausen nach zwei trockenen Jahren. Es herrsche Wasserknappheit, sowohl im Deister als auch im Vorland führe seit Jahren schon kein Bach mehr ganzjährig und auf ganzer Strecke Wasser.

Appell für Gesamtkonzept

Nach Einschätzung des Nabu sackt das Grundwasser „vielerorts bereits deutlich ab, mit zunehmender Tendenz“. Viele Sträucher und Bäume zeigten bereits massive Trockenschäden. „Da ist es unverantwortlich, mehr Wasser als unbedingt nötig aus der Tiefe zu pumpen, besonders dann, wenn es ohne Not an ein privatwirtschaftliches Unternehmen verkauft werden soll“, schreiben die Naturschützer.

Der Nabu plädiert für „ein überregionales Gesamtkonzept, einen Verbund zur Trinkwasserversorgung, um dort Wasser zu gewinnen, wo langfristig genügend vorhanden ist und es am wenigsten die Ressourcen ausbeutet“. Regionen mit Wasserdefiziten sollten die Grundwasserförderung nicht erhöhen, empfiehlt der Nabu-Vorstand. „In Barsinghausen darf nicht ohne Not und leichtfertig zur Gewinnmaximierung privatwirtschaftlicher Interessen über den eigenen Bedarf hinaus das Grundwasser ausgebeutet werden.“

In dem offenen Brief betont der Nabu die intensive landwirtschaftliche Nutzung der Ackerflächen rund um Eckerde. Deshalb solle „eine zukunftsfähige Wasseraufbereitung neben der Reduzierung von Eisen und Kalk auch unbedingt Nitrate und andere Schadstoffe entfernen können“, fordern Steinhoff und von Drachenfels. Dies gelte besonders, weil Nitrate nur langsam in die Böden einsickerten und erst spät in das Grundwasser gelangten.

Von Andreas Kannegießer

Sehr nah dran am Original: Die Simon & Garfunkel Revival Band spielt die Welthits des US-Duos so perfekt nach wie kaum eine andere Formation. Am 20. September spielt die Band in Barsinghausen auf.

08.09.2019

Bei der 11. Ausgabe des Benefizrennens „Barsinghausen läuft“ sind am Sonnabend rund 380 Jugendliche und Erwachsene auf die Walking- und Laufstrecken gegangen. Außerdem beteiligten sich mehr als 80 Jungen und Mädchen am Kinderlauf über 1000 Meter. Zum ersten Mal war die Veranstaltung auf Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit ausgerichtet.

07.09.2019

Die erste Veranstaltung der neuen Saison: Der Kulturkreis Kloster Wennigsen erzählt am Freitag, 13. September, die Geschichte des kleinen Clowns Domenico, der auf der Suche ist nach seiner verlorenen Melodie.

07.09.2019