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Barsinghausen „Nach uns die Sintflut“ startet auf der Deister-Freilicht-Bühne
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Barsinghausen: „Nach uns die Sintflut“ startet auf Deister-Freilicht-Bühne

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14:03 23.06.2019
Als auf der Bühne eine Leiche gefunden wird, nimmt Ermittler Holler die Ermittlungen auf. Quelle: Elena Everding
Barsinghausen

Tod auf der Bühne: „Nach uns die Sintflut“ hat am Sonnabend als dritte Inszenierung in dieser Saison auf der Deister-Freilichtbühne Premiere gefeiert. Im Zentrum der lustig-leichten Krimikömodie steht selbst ein Theater, welches allerdings ein tödliches Geheimnis verbirgt.

Es ist ein Drama im Stadttheater. Bei der Aufführung geht sowieso schon allerlei schief, und dann entdecken die Schauspieler mitten in der Aufführung in einem Bühnenloch die Leiche der Chefdramaturgin Barbara. In bester „Tatort“-Manier stürmen die Kripo und die Spurensicherung mitsamt Kommissar Holler (Thorsten Baaé) die Bühne und beginnen mit ihren Ermittlungen. Ein kniffliger Fall für den Ermittler, denn zum Theater gehören durchweg spezielle Figuren.

So erschwert die überengagierte und sich kosmopolitisch gebende Pressereferentin (Simone Bormann) des Theaters Holler die Arbeit. Diese kann es kaum erwarten, die Presse über die aktuellen Vorfälle zu informieren. Für komische Momente sorgt zudem, dass sie den Kommissar anhimmelt – was nicht auf Gegenseitigkeit beruht. Zu allem Überfluss will das Publikum nicht den Saal verlassen, auch als der Kommissar „Gehen Sie doch ein Eis essen!“ von der Bühne in dessen Richtung ruft, bleibt es an Ort und Stelle.

Schwierige Ermittlungen

Um mehr über die Umstände des Mordes zu erfahren, befragt Holler auch den Pförtner Waldemar (Silke Gottschalk). Doch der leidet am „Wilhelm-Busch-Syndrom“ und muss alles, was er sagt, reimen. Einfacher macht dies die Ermittlungen auch nicht. Aus dem Intendanten (Wilfried Klatt), der sich gerne mit seiner Geliebten in der Charlottenburger Paris-Bar herumtreibt, ist auch nicht viel heraus zu bekommen.

Nach und nach stellt sich heraus, dass niemand aus dem Theater die Tote so richtig kannte – doch warum eigentlich? Ein Lichtblick für den Fortgang der Ermittlungen ist die alles wissende Kriminalkommissarin in Ausbildung, die Rieke Gossler mit einer außerordentlichen Lebendigkeit spielt.

Doch die geht dem dauerhaft griesgrämigen Kommissar Haller damit gehörig auf die Nerven, denn „Chef“ genannt werden will er von ihr schon mal gar nicht. Mit alter Lederjacke, Bikerstiefeln, Sonnenbrille und Zigarette in der Hand bedient Thorsten Baaé in seiner Rolle das Ermittler-Klischee vorzüglich und erinnert an eine Mischung aus dem Kölner „Tatort“-Ermittler Schenk und dessen Frankfurter Kollegen Brix – das Zusehen ist ein großer Spaß. Der Kommissar ermittelt schließlich beharrlich weiter und stößt dabei auf Liebe, Betrug und Falschgeld, bis er selbst zum Regisseur des großen Finales werden muss.

Hobby-Sherlocks sind gefragt

Die Regisseurinnen Silke Bollhorst und Elizabeth Frank inszenieren mit „Nach uns die Sintflut“ ein humorvolles Sommerstück, welches Hobby-Sherlocks zum Miträtseln einlädt und das Publikum mit ins Geschehen einbindet. Da kommt Spannung, gepaart mit vielen Lachern auf – nicht zuletzt der Verdienst des komödiantischen Talents der Darsteller. So nimmt das Stück den Mikrokosmos Theater auf die Schippe, in der so manch ein Laien- oder Profischauspieler sicher den ein oder anderen Charakter wiedererkennt.

„Nach uns die Sintflut“ läuft bis zum 14. September auf der Deister-Freilichtbühne, die Aufführungen sind an Freitagen, Sonnabenden und Sonntagen.

Die Krimikomödie hat am Sonnabend auf der Deister-Freilicht-Bühne Premiere gefeiert. Das Publikum sah eine spannend-humorvolle Inszenierung, in der das Ensemble den Mikrokosmos Theater persifliert.

Von Elena Everding

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